Aktuelles aus dem BDKJ http://www.bdkj.de de-de BDKJ Sun, 20 Jan 2019 12:27:41 +0100 Sun, 20 Jan 2019 12:27:41 +0100 TYPO3 EXT:news news-904 Mon, 14 Jan 2019 12:23:31 +0100 Weltjugendtag 2019 beginnt https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/weltjugendtag-2019-beginnt/ Einladung zur Pressekonferenz in Panama-Stadt Am 22. Januar 2019 startet in Panama-Stadt der XXXIV. Weltjugendtag, zu dem ab Mittwoch (23. Januar 2019) auch Papst Franziskus erwartet wird. Das Glaubensfest unter dem Thema „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38) dauert bis zum 27. Januar und wird rund 200.000 junge Pilgerinnen und Pilger aus aller Welt in Mittelamerika zusammenbringen. Rund 2.300 von ihnen kommen aus Deutschland, begleitet von drei (Erz-)Bischöfen, sieben Weihbischöfen und zahlreichen Verantwortlichen aus den Diözesen. Was erwarten Pilger und Bischöfe von diesem Weltjugendtag, mit dem Papst Franziskus auch auf die Menschen an den Rändern der Gesellschaft hinweisen möchte?

Die Deutsche Bischofskonferenz, zusammen mit ihrer Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj), sowie das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) laden Sie herzlich ein zu einer

Pressekonferenz
am Montag, 21. Januar 2019, um 15.00 Uhr (Ortszeit)
in das Hotel Dos Mares,
Avenida Perú con calle 30,
Panama-Stadt (Stadtteil Calidonia).

Folgende Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:
• Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz;
• Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des BDKJ;
• Stephan Jentgens, Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat;
• Paul Metzlaff, afj.

Als Anmeldung zur Pressekonferenz reicht eine formlose E-Mail an pressestelle@dbk.de. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Hintergrund:

Aus Deutschland werden folgende Bischöfe in Panama sein:
Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Vorsitzender der Jugendkommission, Passau), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Vorsitzender der Unterkommission für Lateinamerika/Adveniat, Essen), Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Vorsitzender der Kommission Weltkirche, Bamberg), Weihbischof Dr. Karlheinz Diez (Diözesanadministrator, Fulda), Weihbischof Dr. Udo Bentz (Mainz), Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), Weihbischof Rolf Steinhäuser (Köln), Weihbischof Wilfried Theising (Münster), Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) und Weihbischof Johannes Wübbe (Osnabrück).

Hinweis:

Die Medienarbeit zum Weltjugendtag in Panama wird von der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge, dem BDKJ und dem Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat koordiniert. Presseinformationen und -einladungen erfolgen gemeinsam. Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.

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Kirche & Jugend Pressemeldungen Dirk Bingener Weltjugendtag
news-903 Tue, 08 Jan 2019 14:34:26 +0100 Aufruf zum Weltfriedenstag 2019 https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/aufruf-zum-weltfriedenstag-2019/ Das Motto des Weltfriedenstags am 11. Januar 2019 lautet: "Gute Politik steht im Dienst des Friedens". Es ist gute Tradition zu Beginn des Jahres für den Frieden zu beten. Papst Franziskus hat den Weiltfriedenstag 2019 unter das Motto "Gute Politik steht im Dienst des Friedens" gestellt. Dazu hat der BDKJ gemeinsam mit der kfd und anderen Verbänden eine Arbeitshilfe für eine Gebetsstunde zum Weltfriedenstag am 11. Januar 2019 veröffentlicht.

Die Arbeitshilfe kann hier oder unten auf der Seite heruntergeladen werden.

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news-902 Mon, 07 Jan 2019 16:09:37 +0100 „Ihr seid Segensbringer und Botschafter“ https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/ihr-seid-segensbringer-und-botschafter/ Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt 108 Sternsinger*innen in Berlin. Bereits zum 14. Mal hat Bundeskanzlerin Angela Merkel 108 Sternsinger im Kanzleramt empfangen. Aus allen 27 deutschen Diözesen waren am Montagvormittag jeweils vier Sternsinger nach Berlin gereist und vertraten dort die rund 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die sich um den Jahreswechsel bundesweit in mehr als 10.000 katholischen Pfarrgemeinden und Einrichtungen an der 61. Aktion Dreikönigssingen beteiligen.

„Ihr seid Segensbringer und Botschafter. Eure Botschaft ist: Wir gehören zusammen. Dass Ihr in diesem Jahr besonders auf die Situation von Kindern mit Behinderung aufmerksam macht, ist sehr wichtig. Manchmal werden Menschen, die ein bisschen anders sind, gehänselt und haben es nicht so einfach. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass wir mit Menschen mit Behinderung so umgehen, dass wir ihre Würde auch immer respektieren und uns in sie hineinversetzen“, sagte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Richtung der kleinen und großen Könige. „Dass es so viele von Euch gibt und dass es die Betreuer gibt, das ist genau die Botschaft an uns alle und an die Menschen, die Ihr besucht: Macht doch auch was! Wer nur ein kleines bisschen hilft, kann schon einen Beitrag dazu leisten, dass woanders sich das Leben eines Menschen verändert“, so die Bundeskanzlerin.

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Motto der 61. Aktion Dreikönigssingen, bei der Kinder mit Behinderung im Mittelpunkt stehen. Mit einzelnen Statements machten die Sternsinger auf die Situation von Kindern mit Behinderung weltweit aufmerksam, so wie auf das Schicksal eines kleinen Mädchens im Beispielland der aktuellen Aktion: „Ich stehe hier für Ángeles aus Peru. Sie kann wegen ihrer Krankheit nicht laufen oder tanzen. Ihre Mutter muss sie steile Wege hinauf- und hinuntertragen und sie in einem Kinderbuggy schieben. In der Schule hat Ángeles einen Rollstuhl. Weil es uns, die Sternsinger, gibt, bekommt sie im Zentrum Yancana Huasy spezielle Förderungen und Therapie.“

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. In diesem Jahr waren es die Sternsinger Alma (11), Aaron (13), Lutz (12) und Till (10) aus der Gemeinde St. Jakobus in Darmstadt-Kranichstein (Bistum Mainz), die den Segen im Bundeskanzleramt anschreiben durften.

Die Sternsinger aus dem Bistum Mainz nahmen auch die Spende der Bundeskanzlerin entgegen. Sie unterstützt damit ein Projekt in der peruanischen Amazonasregion, in dem Ordensfrauen die Gesundheit, Entwicklung und gesellschaftliche Integration von Kindern mit Behinderung fördern. Die Ordensfrauen des Apostolischen Vikariats San José del Amazonas unterhalten dort zwei Rehabilitationszentren für rund 50 Babys und Kinder mit Behinderung bis 15 Jahren.

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der die Gruppen gemeinsam mit Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, ins Kanzleramt begleitet hatte, bedankte sich bei Bundeskanzlerin Merkel für die Einladung und ging auf das Schwerpunktthema der Aktion ein. „Jedes Kind hat ein Recht zu Leben. Jedes Kind ist eine Bereicherung für unsere Welt, für unser Land, und für alle, die diesen Kindern helfen. Besonders deren Eltern haben ein Recht auf Unterstützung und auf Akzeptanz. Dies ist die Aufgabe des Staates, aber auch aller Bürgerinnen und Bürger. Es ist die Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Auch die Sternsinger haben in diesem Jahr großen Wert darauf gelegt, die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung stärker zu sehen. Wir haben dadurch dazu gelernt und hoffen, so selbst unser diesjähriges Motto einzulösen: Wir gehören zusammen“, so Bingener.

Sternsinger haben starke Partner

Hinter den 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen zwei starke Partner: Das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Gemeinsam blicken beide Akteure auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, denn seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt haben die Sternsinger bisher über eine Milliarde Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.

Presse-Service:

Presse-Fotos und -Statements finden Sie auf der Presseseite des Kindermissionswerks: https://www.sternsinger.de/presse/pressemitteilungen/detail/news/ihr-seid-segensbringer-und-botschafter/

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news-901 Sun, 06 Jan 2019 15:25:28 +0100 „Die Welt wird heller durch den Stern, der euch begleitet!“ https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/die-welt-wird-heller-durch-den-stern-der-euch-begleitet/ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt Sternsinger im Schloss Bellevue „Lieber Herr Bundespräsident, die Sternsinger sind da! Wir bringen Ihnen den Segen für das neue Jahr.“ Mit diesen Worten hat die zehnjährige Selma Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßt. Sie gehörte zu den 39 Sternsingern aus dem Bistum Trier, die am Sonntagvormittag am Sternsingerempfang des Bundespräsidenten und seiner Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue teilnahmen. Dort vertraten sie die rund 300.000 Mädchen und Jungen, die um den Jahreswechsel von Tür zu Tür ziehen und Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt sammeln.

Die Sternsinger kamen aus den Pfarreien St. Antonius in Saarhölzbach, St. Hildegard in Emmelshausen, St. Johannes in Sirzenich und dem Pallotti-Haus in Neunkirchen. In Trier hatten Ende 2017 mehr als 2.600 Sternsinger die 60. Aktion Dreikönigssingen bundesweit eröffnet. Es ist das zweite Mal in seiner Amtszeit, dass Bundespräsident Steinmeier die Sternsinger empfing.

„Ihr bringt nicht nur Gottes Segen, ihr öffnet Türen. Und damit gelingt euch etwas ganz Besonderes: Menschen, die sich gar nicht kennen, öffnen sich, und sie kommen ins Gespräch miteinander. Es sind ganz verschiedene Menschen: junge und alte, gesunde und kranke, Frauen, Männer und Kinder. Es sind Menschen, die immer in Deutschland gelebt haben und andere, die zu uns gekommen sind. Es sind Christen und Nicht-Christen. So wie auch ihr, die Sternsinger, verschieden seid, so wie auch bei euch alle Kinder willkommen sind. Und das finden wir großartig!“, sagte Bundespräsident Steinmeier zu den Kindern, die sich um ihn im Großen Saal des Schlosses versammelt hatten.

„Euch, die Sternsinger, und die Menschen, die euch die Tür aufmachen, verbindet etwas: Ihr seid offen für Neues. Und ihr wollt Kindern helfen, denen es nicht so gut geht. Kindern, die in armen Ländern leben oder in Ländern, in denen Krieg ist. Ihr schenkt also auch etwas, so wie damals die Könige, und ich finde, euer Geschenk ist das Schönste, das man sich vorstellen kann. Ihr setzt euch ein, um zu helfen. Und das ist leider überhaupt nicht selbstverständlich. Ihr könntet ja auch einfach zu Hause chillen. Ich möchte euch dafür ganz, ganz herzlich danken. Die Welt wird heller durch den Stern, der euch begleitet!“, so Bundespräsident Steinmeier.

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Motto der Aktion Dreikönigssingen 2019, bei der besonders auf Kinder mit Behinderung aufmerksam gemacht wird. Das Beispielland ist Peru. Bundesweit eröffnet wurde die Aktion Dreikönigssingen am 28. Dezember im bayerischen Altötting.

Vor der Ansprache des Bundespräsidenten hatten die kleinen und großen Könige symbolisch an das Schlossportal geklopft und das Staatsoberhaupt mit einem Lied begrüßt. Die Sternsinger Maren (13), Selma (10) und Darleen (9) schrieben den Segen „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) an das Portal.

Im Großen Saal des Schlosses stellten Sternsinger aus St. Johannes in Sirzenich in einem kurzen Anspiel dann den Themenschwerpunkt der Aktion vor. Sie machten darauf aufmerksam, dass weltweit circa 165 Millionen Kinder geistig oder körperlich beeinträchtigt sind. Viele davon würden in Armut aufwachsen.

Helena (9) und Emil (8) nahmen die Spende von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entgegen. Mit seiner Spende unterstützt der Bundespräsident den gemeinnützigen Verein CERAM (Centro de Rehabilitación y Asistencia Médica – auf Deutsch: Zentrum für Rehabilitation und medizinischen Beistand), ein Projektpartner des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. In der Stadt Puquio in Zentralperu gründeten Eltern und Ordensleute im Jahr 2005 den Verein CERAM. Im Vereinszentrum untersuchen Ärzte und Psychologen Kinder mit Behinderung aus armen Familien.

Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, der gemeinsam mit Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Kinder begleitet hatte, dankte Bundespräsident Steinmeier für die Einladung. „Dass die Sternsinger hier im Schloss Bellevue von Ihnen empfangen werden, ist ein großes Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die Kinder und Jugendlichen, die mit großer Begeisterung als Sternsinger unterwegs sind. Diese Kinder und Jugendlichen öffnen Türen und Herzen der Menschen. Und sie wirken zusammen, um anderen Kindern zu helfen und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen“, sagte Prälat Krämer.

Mit der Einladung zum Empfang setzte Steinmeier die Tradition der Empfänge fort, die schon seine Amtsvorgänger Karl Carstens, Roman Herzog, Johannes Rau, Horst Köhler, Christian Wulff und Joachim Gauck gepflegt hatten.

Sternsinger haben starke Partner

Hinter den 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen zwei starke Partner: Das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Gemeinsam blicken beide Akteure auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, denn seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt haben die Sternsinger bisher über eine Milliarde Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.

Presse-Service:

Presse-Fotos und O-Töne sind auf der Presse-Seite des Kindermissionswerks verfügbar:
https://www.sternsinger.de/presse/pressemitteilungen/detail/news/die-welt-wird-heller-durch-den-stern-der-euch-begleitet/.

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news-900 Wed, 02 Jan 2019 14:48:38 +0100 Königinnen und Könige bringen Gaben zum Altar im Petersdom https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/koeniginnen-und-koenige-bringen-gaben-zum-altar-im-petersdom/ Papst Franziskus segnet Sternsinger aus dem Bistum Osnabrück beim Neujahrsgottesdienst. „Es war sehr schön als der Papst uns die Hand gegeben und gesegnet hat, ein unvergesslicher Moment“, erzählte der elfjährige Maximilian sichtlich beeindruckt nach dem Neujahrsgottesdienst am Dienstag im Petersdom. Und auch die 13 Jahre alte Hannah war von der Begegnung mit dem Heiligen Vater vor dem Altar in St. Peter begeistert: „Es war ein sehr tolles Erlebnis, es wird immer seinen Platz in unserem Herzen behalten.“ Die drei Sternsinger Tina (12), Hannah und Maximilian aus der Pfarrei St. Johannes in Spelle (Bistum Osnabrück) hatten am ersten Tag des neuen Jahres eine würdevolle Aufgabe. In ihren Sternsingergewändern trugen sie die Gaben zum Altar im Petersdom. „Es war sehr aufregend“, sagte die zwölfjährige Tina strahlend zu ihrer Begegnung mit dem Heiligen Vater am Neujahrstag in Rom.

Hannah, Maximilian und Tina sowie Sternträger Tobias (13) aus dem Emsland gehörten zu den 20 Sternsingern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, aus Ungarn und der Slowakei, die den Jahreswechsel in Rom verbracht hatten und am Dienstag, 1. Januar, den Neujahrsgottesdienst mit dem Heiligen Vater feiern durften. Gemeinsam hatte man unter anderem die Päpstliche Schweizergarde besucht und am Silvestertag eine Messe in der römischen Gemeinde S. Maria dell´Anima gefeiert. Bereits zum 15. Mal seit 2001 durften an Neujahr Sternsinger bei der Gabenprozession im Petersdom dabei sein.

Segen auch für die deutschen Kardinäle

„Gute Politik steht im Dienste des Friedens“, lautet das Leitwort des Papstes zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2019, mit dem der Heilige Vater zum Jahresbeginn erneut ein deutliches und politisches Zeichen des Friedens setzte. „Dieser Friedensbotschaft schließen sich die Sternsinger mit ihrem Einsatz für benachteiligte Kinder in aller Welt gerne an“, so Prälat Dr. Klaus Krämer. „Überall in Deutschland bringen die Mädchen und Jungen in den kommenden Tagen mit ihrem Segen die Botschaft vom Frieden zu den Menschen. Es freut mich, dass der Heilige Vater diesen Einsatz erneut gewürdigt hat“, sagte der Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, der die fünf Gruppen in Rom und zum Gottesdienst begleitet hatte.

Im Anschluss an den Segen auf dem Petersplatz wurden die Königinnen und Könige aus dem Bistum Osnabrück selbst zu Segensbringern. „20*C+M+B+19“ schrieben sie an die Wohnungstüren der deutschen Kardinäle Gerhard Ludwig Müller und Walter Kasper. Empfangen wurden sie am Nachmittag auch von Dr. Michael Koch, dem deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl. Für die vier Sternsinger aus Spelle wurde der Neujahrstag zum Auftakt für ein sicherlich ereignisreiches Jahr. Am 28. Dezember ist ihre Heimatdiözese Osnabrück Gastgeber der bundesweiten Eröffnung der nächsten Aktion Dreikönigssingen. Zahlreiche Mädchen und Jungen werden dann im Norden der Republik erwartet.

Mehr als eine Milliarde Euro, mehr als 73.100 Projekte

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 73.100 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 60. Aktion zum Jahresbeginn 2018 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.148 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 48,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

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news-899 Fri, 28 Dec 2018 15:50:00 +0100 „Ihr bringt den Segen in unsere Herzen und unsere Familien“ https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/ihr-bringt-den-segen-in-unsere-herzen-und-unsere-familien/ Rund 2.600 Sternsinger feierten in der voll besetzten Basilika St. Anna den Beginn der 61. Aktion Dreikönigssingen 2019. Viele kleine Königinnen und Könige in prächtigen Gewändern und viel Sonnenschein sorgten für einen wahrhaft königlichen Auftritt im Wallfahrtsort Altötting: Rund 2.600 Sternsinger feierten in der voll besetzten Basilika St. Anna heute den Beginn der 61. Aktion Dreikönigssingen 2019. Das Bistum Passau war zum ersten Mal Ausrichter der bundesweiten Auftaktveranstaltung.

Geleitet wurde die bundesweite Aussendungsfeier von Dr. Stefan Oster SDB, Bischof von Passau, der sich sichtlich über die Eröffnungspremiere in seinem Bistum freute und den Sternsingern für ihr tolles Engagement dankte: „Ich möchte euch von Herzen danken, dass ihr alle als Sternsingerinnen und Sternsinger geht. Das ist so ein wunderbares Zeugnis für unser Leben als Christinnen und Christen. Als Zeugen, die für Jesus gehen. Ihr bringt den Segen in die Häuser, und es gibt so viele Menschen, die sich darauf freuen. Ihr bringt den Segen in unsere Herzen und unsere Familien.“

Und dann richtete sich Bischof Oster noch mit einem ganz speziellen Appell an die vielen kleinen Königinnen und Könige. „Jeder von euch und jede kennt wahrscheinlich Menschen, die ein bisschen außerhalb stehen, in der Kirche, in der Schulklasse, in der Jugendgruppe. Die vielleicht von den anderen nicht so gerne gemocht werden. Ich möchte euch einladen, euch immer wieder ein Herz zu fassen, wenn ihr spürt, irgendjemand wird ausgegrenzt. Geht hin, interessiert euch für ihn oder sie und nehmt ihn in eure Mitte“, so Oster.

Insgesamt nahmen rund 2.600 Sternsinger und 500 jugendliche und erwachsene Begleitende aus 150 Pfarrgruppen an der bundesweiten Eröffnung teil. Die Mädchen und Jungen kamen aus elf Bistümern, hauptsächlich aus dem Bistum Passau, aber auch aus den (Erz)Bistümern Augsburg, Eichstätt, Fulda, Hildesheim, München und Freising, Osnabrück, Paderborn, Regensburg, Rottenburg-Stuttgart und Trier.

Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger’, und Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), eröffneten im Rahmen des Gottesdienstes als Träger die Aktion. „Mit dem Segen, der ihr seid, bringt ihr Freude, Licht und Frieden in die Häuser, die ihr besucht. Und ihr seid Botschafterinnen und Botschafter der Geburt Jesu, die uns die Liebe Gottes für die Menschen erfahrbar macht. Wir wollen uns von eurer Botschaft anstecken lassen und gemeinsam von hier aus ein Zeichen für Zusammenhalt setzen. Dafür reichen wir uns alle die Hände – und unter dem Segen Gottes eröffnen wir jetzt alle gemeinsam – Hand in Hand – die Aktion Dreikönigssingen 2019“, so Pfarrer Bingener.

Prälat Dr. Krämer wandte sich ebenfalls an die vielen engagierten Kinder und Jugendlichen: „Im Mittelpunkt der diesjährigen Aktion stehen besonders Kinder mit Behinderung. In vielen Ländern der Welt machen diese Kinder die Erfahrung, ausgeschlossen zu werden, und bekommen das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören. Mit eurem Einsatz macht ihr deutlich, dass ihr zusammengehört – trotz aller Verschiedenheit. Mit den Gaben, die ihr sammelt, setzt ihr euch für Kinder in der ganzen Welt ein und ermöglicht ihnen eine Zukunft, in der sie die Möglichkeit haben zu lernen, zu spielen und Zusammenhalt zu erfahren.“

Auch der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer sowie Wolfgang de Jong, Jugendpfarrer der Diözese Passau und BDKJ-Präses Passau, feierten begeistert mit den Sternsingern den Gottesdienst.

Im Anschluss an die Aussendungsfeier zogen die Sternsinger von der Basilika zum Kapellplatz mit einem Empfang am Rathaus, wo sie von Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer begrüßt wurden. Dort schrieben sie den Segen 20*C+M+B+19 (Christus mansionem benedicat  - Christus segne dieses Haus) an das Rathausportal.

Sternsinger an der Seite von Kindern mit Behinderung

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Motto der 61. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder 300.000 Sternsinger von Tür zu Tür ziehen werden. Mit ihrem Motto machen sich die Sternsinger für Kinder mit Behinderung stark. Das Beispielland der aktuellen Aktion ist Peru.

Den Mittag über hatten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen, in denen sie sich mit dem diesjährigen Schwerpunktthema der Aktion auseinandersetzten. So konnten sie beispielsweise in einem Parcours die alltäglichen Hindernisse von Rollstuhlfahrern erfahren. Das neue Sternsingermobil, das mit abwechslungsreichen Spiel- und Mitmachangeboten und multimedialem Infotainment über die aktuelle Sternsingeraktion und Themen der Einen Welt informiert, war ebenfalls in Altötting. Auch hier konnten sich die Mädchen und Jungen spielerisch mit dem Thema Behinderung und dem Beispielland Peru auseinandersetzen.

Den Abschluss der bundesweiten Eröffnung bildete die Übergabe des Staffelsterns auf dem Kapellplatz in Altötting. Die Sternsinger Greta (10), Luca (10), Renato  (9) und Wiebke (14) aus der Pfarrei St. Nikolaus aus Langeoog nahmen stellvertretend für das Bistum Osnabrück den Staffelstern entgegen. Im Dezember 2019 findet dort die bundesweite Eröffnung der 62. Aktion Dreikönigssingen statt. Im Vorfeld der diesjährigen Eröffnung war der Stern im gesamten Bistum Passau wie ein Staffelstab zwischen den Sternsinger-Gruppen weitergegeben worden.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözesanverband Passau hatte die bundesweite Eröffnung gemeinsam mit dem Bischöflichen Jugendamt Passau und dem Ministrantenreferat der Diözese Passau vorbereitet. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Confiserie Dengel, der Kilwing Weihrauch-Manufaktur, der Bäckerei Georg Beer, vom Wallfahrts- und Tourismusbüro der Stadt Altötting, vom Bauhof der Stadt Altötting, vom Kongress + Kultur Forum Altötting, vom Chor „Mirjam“, von der Bläsergruppe „Georgsbläser“, von Leopold Duffek, von den Maltesern und dem Bayerischen Roten Kreuz.

Mehr als eine Milliarde Euro, mehr als 73.100 Projekte

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 73.100 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 60. Aktion zum Jahresbeginn 2018 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.148 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 48,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

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news-898 Thu, 27 Dec 2018 14:05:00 +0100 „Das singen die Sterne“ https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/das-singen-die-sterne/ Rap-Strophen, ein Kinderchor und eine Melodie mit Ohrwurmgarantie: Der offizielle Sternsinger-Song „Das singen die Sterne“ ist veröffentlicht worden. Rap-Strophen, ein Kinderchor und eine Melodie mit Ohrwurmgarantie: Einen Tag vor der bundesweiten Eröffnung der 61. Aktion Dreikönigssingen in Altötting ist heute der offizielle Sternsinger-Song „Das singen die Sterne“ veröffentlicht worden. Gesungen wird das knapp dreiminütige Lied von einem Kinderchor zusammen mit dem Rapper Florian Schäfer und der Sängerin Kat Wulff. Neben der Audioversion gibt es zu dem Song ein eigens für die Aktion produziertes Musikvideo, das ebenfalls heute erschienen ist. In dem Musikvideo sind die Sternsinger Johannes (10), Elisabeth Anna (10), Pauline (11) und Stella (11) aus Worbis im Bistum Erfurt zu sehen, die mit ihren goldenen Kronen auf dem Kopf lautstark den Refrain mitsingen: „Kommt lass die Sterne für euch singen – oooh, kommt lasst die Sterne für euch singen – oooh, das sind wir, das sind wir“.

Zu sehen und zu hören ist der offizielle Sternsinger-Song „Das singen die Sterne“ ab sofort auf dem
YouTube-Kanal des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger‘ und auf der Sternsinger-Website. Dort wird er auch als Download angeboten und kann zum Beispiel während der Sternsingeraktion in den Gemeinden, bei Workshops oder Veranstaltungen eingesetzt werden. Der Songtext steht ebenfalls zum Download bereit.

Hier ein Auszug aus dem Songtext:

Mein Mut, ein Stern, mein Kopf, eine Tür,
sie spenden Glück – das wissen wir.
Kindern helfen, unsere Botschaft,
eine Krone, die uns groß macht.
Eine Krone, die uns froh macht,
eine Krone, gibt den Ton an.
Und die Welt macht uns sauer und traurig,
komm schnapp deinen Umhang und trau dich.
Es ist Zeit für mehr Mitgefühl,
zeig, dass du mitsingst, mit Gefühl.
Hilf uns, einer helfenden Hand,
und zieh mit uns durch´s Land. 

Sternsinger an der Seite von Kindern mit Behinderung

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Motto der 61. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder 300.000 Sternsinger von Tür zu Tür ziehen werden. Mit ihrem Motto machen sich die Sternsinger für Kinder mit Behinderung stark. Das Beispielland der aktuellen Aktion ist Peru.

Mehr als eine Milliarde Euro, mehr als 73.100 Projekte

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 73.100 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 60. Aktion zum Jahresbeginn 2018 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.148 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 48,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

Das Video das Video gibt es hier auf YouTube.
Außerdem gibt es das Lied als MP3 zum Download.
Song und Video dürfen GEMA-frei und GVL-frei verwendet werden! 

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news-897 Thu, 20 Dec 2018 13:30:00 +0100 Jugendsynode: Abschlussdokument liegt jetzt in deutscher Sprache vor https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/jugendsynode-abschlussdokument-liegt-jetzt-in-deutscher-sprache-vor/ „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ - das Abschlussdokument der Bischofssynode liegt jetzt in deutscher Sprache vor. Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vom 20. Dezember 2018:

Abschlussdokument der Bischofssynode liegt jetzt in deutscher Sprache vor
„Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“


Die XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode in Rom endete mit einem Gottesdienst am 28. Oktober 2018. Am Tag zuvor hatten die Synodenteilnehmer das Abschlussdokument verabschiedet. Es trägt den Titel der Synode: „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“. Ab sofort ist dieses Dokument in einer deutschen Übersetzung des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz auf www.dbk.de verfügbar.

Das Dokument gliedert sich in drei Teile. Dabei geht es den Synodenteilnehmern um eine Kirche, die zuhört, sich den Neuerungen in der digitalen Welt stellt und die Familie und generationenübergreifende Beziehungen fördert. Aspekte der Jugendkultur, der Spiritualität und Religiosität finden sich in dem Dokument ebenso wieder wie Fragen der Berufung, des geweihten Lebens und des Priestertums. Das Synodendokument stellt eine Kirche dar, die junge Menschen begleiten will und die – wie es Papst Franziskus fordert – an die Ränder der Gesellschaft geht. Fragen der synodalen Kirche und des „missionarischen Schwungs“ werden ebenfalls in dem Abschlussdokument behandelt.

Hinweise:
Das Dokument und weitere Hintergründe zur Synode sind auf der Themenseite Bischofssynode Jugend 2018 verfügbar. Dort finden sich Fotos aller deutschen Synodenteilnehmer sowie der deutschsprachigen Gruppe, die für die Berichterstattung unter Nennung des Copyrights kostenfrei verfügbar sind. Auf der Themenseite sind sämtliche Informationen und Materialen eingestellt wie die Wortbeiträge der deutschen Synodenteilnehmer, die Relationes der deutschsprachigen Gruppe und die Abschlusspredigt von Papst Franziskus. 

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news-896 Tue, 18 Dec 2018 17:53:48 +0100 Frieden braucht Vielfalt https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/frieden-braucht-vielfalt/ Pfadfinden in Deutschland, die aktion kaserne und die kath. Militärseelsorge übergeben das Friedenlicht an Soldat*innen im In- und Ausland. Bei einer adventlichen Feier wurde am 17. Dezember das Friedenslicht aus Bethlehem von der aktion kaserne und den Ringen deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände an die Militärseelsorge in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn übergeben. Das Licht wird in den kommenden Tagen an die Soldat*innen im Inland und mit Hilfe der Luftwaffe auch im Ausland weitergegeben. Die diesjährige Friedenslichtaktion steht unter dem Motto "Frieden braucht Vielfalt" und setzt sich seit 25 Jahren für eine tolerante Gesellschaft ein.

Militärdekan Heinrich Kramer nahm das Licht für die Militärseelsorge offiziell in Empfang. Er erinnerte in seiner Ansprache daran, wie er mit den Soldat*innen, die er im Einsatz begleitete, das Friedensicht in Empfang nehmen konnte: „Dieses, in der Geburtsgrotte Jesu entzündete und von vielen Menschen in alle Welt getragene Licht, ist ein wunderbares Zeichen des Friedens und der menschlichen Nähe, das von den Soldatinnen und Soldaten verstanden und ins Herz geschlossen wird.“

Auch der anwesende General Jan Kuebart betonte vor dem Abflug die universelle Bedeutung des Friedenslichtes, welches universell verständlich ist und keiner weiteren Erklärung bedarf. Weiterhin betonte der Kommandeur Fliegende Verbände: „Ich danke den Pfadfinderinnen und Pfadfindern für die Weitergabe des Friedenslichtes. Ich freue mich, dass wir mit ihnen gemeinsam dieses Licht senden können.“

„Das Friedenslicht ist ein Zeichen, dass wir an unsere Soldatinnen und Soldaten denken, ihnen den Frieden wünschen und dafür beten, dass sie gesund wieder in die Heimat zurückkehren. Es soll sie auch an ihre besondere Verantwortung für den Frieden erinnern“, betonte Stefan Dengel Geschäftsführer der aktion kaserne, einer Initiative der Jugendverbände im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

„Wir freuen uns, dass wir seit zehn Jahren gemeinsam mit der aktion kaserne und der Militärseelsorge das Friedenslicht aus Betlehem zu den Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland bringen können“, ergänzte Christian Schnaubelt, Sprecher der Ringe deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinderverbände in NRW. „In diesem Jahr gilt unserer besonderer Dank Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und der Flugbereitschaft der Luftwaffe, die das Licht am gestrigen Tag in Afghanistan an die dort stationierten Soldatinnen und Soldaten übergeben hat.

Bei der Übergabe in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn stellten Matthias Feldmann, Bundeskurat der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Ylva Pössinger, Bundesvorsitzende der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) und Steffen Immink, Landesleiter Westfalen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) auch das diesjährige Friedenslicht-Motto „Frieden braucht Vielfalt“ vor, mit der sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder für eine tolerante Gesellschaft einsetzen. In Nordrhein-Westfalen findet die Friedenslichtaktion in diesem Jahr zum 20. Mal statt, bundesweit bereits zum 25. Mal. Weitere Informationen auf www.friedenslicht.de.

Hinweis:
Das Friedenslicht wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) am 28. November in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem durch das ORF-Friedenslichtkind Niklas Lehner entzündet und wird seit dem 3. Advent (16. Dezember) von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern als Zeichen für Frieden und Völkerverständigung „an alle Menschen guten Willens“ in Deutschland verteilt. Allein in Nordrhein-Westfalen sind an bis zum Heiligen Abend 15.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder an der Lichtverteilung beteiligt.

Die Weitergabe des Friedenslichtes aus Betlehem an die Luftwaffe findet mittlerweile seit zehn Jahren in Kooperation der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände, der aktion kaserne, einer Initiative der Jugendverbände im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sowie der Militärseelsorge statt. Weitere Informationen auf https://www.katholische-militaerseelsorge.de/glaube-und-seelsorge/friedenslicht-aus-betlehem.

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news-895 Thu, 13 Dec 2018 11:53:45 +0100 „Berufung ist nicht für Priester und Ordensleute reserviert“ https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/berufung-ist-nicht-fuer-priester-und-ordensleute-reserviert/ Vom 22. bis 27. Januar 2019 wird in Panama der XXXIV. Weltjugendtag stattfinden, ca. 2.300 deutsche Jugendliche nehmen teil. Vom 22. bis 27. Januar 2019 wird in Panama der XXXIV. Weltjugendtag stattfinden. Er steht unter dem Leitwort „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38). Rund 200.000 junge Menschen aus 155 Ländern, darunter ca. 2.300 aus Deutschland, werden bei diesem Großereignis gemeinsam feiern, beten, ihren Glauben bezeugen und vertiefen sowie konkret die soziale Realität des Landes wahrnehmen.

Für Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, schließt dieser weitere jugendpastorale Höhepunkt thematisch unmittelbar an die Jugendsynode im Vatikan und die Frage nach der Berufung junger Menschen an. Dabei habe die Synode gezeigt, dass „Berufung“ nicht für Priester und Ordensleute reserviert sei, sondern „dass jeder Mensch, insbesondere jeder Getaufte, seinen einzigen, unvertauschbaren und unersetzlichen Lebensweg gehen kann und gehen soll – einen Weg vor und mit Gott, eben einen Berufungsweg. Und der Lebensweg wird umso mehr als Berufungsweg erfahren, je tiefer ein Mensch in die persönliche und gemeinschaftliche Beziehung mit dem lebendigen Gott, mit Jesus Christus findet“. Ein großes Vorbild und eine Fürsprecherin für den Berufungsweg ist dabei Maria, in deren Zeichen die Vorbereitung auf den Weltjugendtag stand, und die auch die Patronin Panamas ist.

Stephan Jentgens, Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, betont den besonderen sozialen Aspekt dieses Weltjugendtags in Panama: „Wer Panama wirklich kennenlernen will, muss hinter die glitzernden Fassaden der Hochhäuser und Banken im Stadtteil Punta Paitilla blicken und in die Armenviertel gehen, in denen gerade auch die Indigenen und die Schwarzen leben“. Deshalb hat Adveniat auch seine diesjährige Weihnachtsaktion benachteiligten jungen Menschen gewidmet und bietet in Kooperation mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj) 600 Pilgerinnen und Pilgern aus Deutschland die Möglichkeit, an die Ränder zu gehen und konkrete Projekte zu besuchen – wie zum Beispiel die Pastoral für Indigene oder für Obdachlose. Papst Franziskus selbst wird ein solches Adveniat-Projekt, die Aidspastoral Fundación Casa Hogar Buen Samaritano, besuchen.

Für Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), steht die Beteiligung und Dynamik junger Menschen im Vordergrund. Er betont: „Mit dem Weltjugendtag und den Begegnungen vor Ort, nicht zuletzt beim Youth Hearing von BDKJ und Adveniat, folgen wir dem Ansatz der Jugendverbände, zunächst auf die Lebenswirklichkeit von jungen Menschen zu schauen. Von dort gehen wir gemeinsam mit ihnen die notwendigen Veränderungen im Sinne Jesu an. Jugendliche haben einen feinen Sensus für Ungerechtigkeiten und finden sich nicht damit ab. Sie sind solidarisch. Ich freue mich auf diese Dynamik.“

Viele der Pilgerinnen und Pilger aus Deutschland werden vor der Weltjugendtagswoche in Panama-Stadt auch die Tage der Begegnung im Land Panama, in Costa Rica, Mexiko oder El Salvador verbringen. Dort werden sie bei Familien wohnen und in eine neue Lebens- und Glaubensrealität eintauchen können. Jede Pilgerin und jeder Pilger aus Deutschland erhält als Erkennungszeichen einen einheitlichen Pilgerhut. Dieser Hut ist nicht der als Panama-Hut bekannte, sondern der lokale Kopfschmuck Panamas, der traditionell in „La Pintada“ handgefertigte „Sombrero Pintao“. Er wird in der Regel seitlich getragen. Die Weltjugendtags-Pilgeredition wurde in einer Initiative von Adveniat in Lateinamerika gefertigt.

Die Berufungssuche junger Menschen wird durch eigene Abschnitte im bundesweiten Pilgerbuch zum Thema Treffen guter Entscheidungen unterstützt. Zudem werden mit Sr. Magdalena Morgenstern OSF, Franziskanerin im Kloster Sießen, und P. Clemens Blattert SJ, Leiter der Zukunftswerkstatt der Jesuiten in Frankfurt, zwei ausgewiesene Begleiter für junge Menschen in der deutschen Delegation vertreten sein, die für Gespräche über den eigenen Lebensweg oder die eigene Berufung zur Verfügung stehen werden. „Sie sind letztlich eine Freiraum-Schwester und ein Freiraum-Pater für junge Menschen, Sparring-Partner, bei denen junge Menschen in voller Freiheit einfach mal über ihre Fragen und ihre Suche im Leben sprechen können. Es freut mich sehr, dass wir dieses Angebot machen können“, so Paul Metzlaff (afj).

Hinweise:
Die Statements von Bischof Oster und Stephan Jentgens finden Sie im Anhang sowie auf den Internetseiten www.dbk.de, www.adveniat.de und www.wjt.de. Weitere Informationen zu den Adveniat-Projekten sind unter www.adveniat.de/wjt verfügbar.

Die Medienarbeit zum Weltjugendtag in Panama wird von der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj), dem BDKJ und dem Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat koordiniert.

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news-894 Mon, 10 Dec 2018 20:38:52 +0100 Die COP24 sollte keine Zeitverschwendung sein! https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/die-cop24-sollte-keine-zeitverschwendung-sein/ Bei UN-Klimakonferenz in Polen treffen sich Vertreter*innen von Politik, Wissenschaft und Interessengruppen, um die weltweiten Klimaziele zu beraten. Seit Sonntag, den 2. Dezember, findet die 24. Vertragsstaatenkonferenz (Conference oft the Parties, COP24) Katowice, Polen statt. Bis Freitag, den 14. Dezember, treffen mehrere hochranginge Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und von Interessengruppen zusammen, um gemeinsam über das historische Übereinkommen von Paris (COP21) von vor drei Jahren zu beraten. Nachdem dort grundlegende Verpflichtungen für alle Vertragsstaaten festgehalten und gleichzeitig ein Arbeitsprogramm als Grundpfeiler für die nun bestehenden Verhandlungen erstellt wurden, liegt es nun im Ermessen der beteiligten Akteur*innen, welche konkreten Maßnahmen des Pariser Klimaabkommens umgesetzt werden. Das in Paris angepriesene „Regelbuch“, welches die globalen Klimaschutzziele für alle Vertragsparteien legitimiert, soll nun endlich vervollständigt werden. Unter dem Jubel von Paris waren die Ambitionen und Ziele sehr hoch. Nun ist viel Zeit vergangen.

Seit Paris im Jahr 2015 hat sich dennoch wenig verändert. In sechs Sitzungen der drei UNFCCC-Organe, die für die rechtzeitige Erstellung des Arbeitsprogramms zuständig sind, folgte unter dem Schlussstrich ein über 300 Seiten langes Papier mit „gemeinsamen Überlegungen“. Die Länge des Papiers impliziert die langsamen Fortschritte sowie die klärungsbedürftigen Anliegen der Akteur*innen. Es bestand Uneinigkeit im Hinblick der Ausgewogenheit der Verhandlungsstränge zwischen Industrie- und Entwicklungsstaaten. Diese teils immer noch ungelösten Probleme machten den Start der COP24 nicht gerade einfach und könnten aktuell sogar noch die Verabschiedung des Regelbuchs gefährden.

Welche Themen stehen auf der Tagesordnung?

Neben den konkreten Maßnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, worunter etwa Minderungsmaßnahmen (also die Reduzierung der Treibhausgasemissionen) und die Entwicklung und Weitergabe von Technologie fallen, wird auch über die Klimafinanzierung, die Anpassung der nationalen Klimaschutzpläne sowie Menschenrechte im Regelbuch beraten. Die Themenvielfalt ist groß. Für die Verhandlungsvorsitzenden wird es insgesamt schwierig, welche Punkte für das Regelbuch festgeschrieben werden müssen und welche vielleicht sogar erst noch nach hinten verschoben werden.

Kritik an der COP24

Aufgrund des holprigen Starts und unterschiedlichen Ansichten der Vertragsparteien ist die Gefahr sehr groß, dass nur erste Teile des Regelbuchs festgeschrieben wird. Gleichzeitig könnte ein weiteres Ergebnis der Verhandlung sein, dass ein Fahrplan darüber erstellt wird, wann die Verabschiedung des vollständigen Regelbuchs stattfindet. Diese Fahrlässigkeit in den Verhandlungen ist ein Indiz dafür, dass die Vertragsparteien auch in der Umsetzung nicht den Ernst der Sache wahrnehmen. Dies wirft kein gutes Licht auf die wichtigsten Vertreter*innen einer Weltklimakonferenz, da diese sich in der Pflicht sehen sollten, mit ambitionierten Plänen der Weltgemeinschaft einen Fahrplan in die richtige Richtung zu präsentieren. Die Zivilgesellschaft und insbesondere Verbände und Interessengruppen drängen immer stärker auf den Willen der Verhandelnden, endlich Ergebnisse zu präsentieren, damit das 1,5-Grad-Ziel eingehalten werden kann. Es kann nicht an technischen Einzelheiten und Kleinigkeiten liegen, welche die Verhandlungen immer weiter nach hinten verzögern. Es ist schließlich Zeit zu handeln!

Jugendverbände auf der COP24

Auch für unsere Jugendverbände spielt das Thema Klimaschutz eine wichtige Rolle. Zum ersten Mal ist auch die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) offiziell als Beobachterorganisationen akkreditiert und nimmt an der Konferenz teil. Die sechsköpfige Delegation hat bereits an einer Vielzahl von Veranstaltungen teilgenommen, wie dem „Climate March“, der offiziellen Demo zur COP 24 am 08. Dezember 2018. Die Delegation könnt Ihr insbesondere in den Sozialen Medien verfolgen, wie zum Beispiel auf Instagram oder Twitter.

Weitere Infos zur COP24

 

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news-893 Sat, 08 Dec 2018 21:14:25 +0100 Könige zu Gast im Wallfahrtsort Altötting https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/koenige-zu-gast-im-wallfahrtsort-altoetting/ Der BDKJ und das Kindermissionswerk freuen sich auf 2.600 Sternsinger*innen bei der bundesweiten Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen 2019 Eines steht fest: So viele Könige hat der Wallfahrtsort Altötting noch nie zu Gast gehabt. Rund 2.600 Sternsinger sowie rund 500 jugendliche und erwachsene Begleitende aus 150 Pfarrgruppen werden am 28. Dezember nach Altötting kommen, um die 61. Aktion Dreikönigssingen feierlich zu eröffnen.

„Ich freue mich darauf, so viele Kinder und Jugendliche in bunten Sternsinger-Kostümen bei uns in Altötting begrüßen zu dürfen. Das wird sicher ein großartiges Erlebnis, an das sich viele noch lange erinnern werden“, so Dr. Stefan Oster SDB, Bischof von Passau. „Besonders beeindruckt mich dabei, dass es sich beim Sternsingen um die weltweit größte Solidaritätsaktion von jungen Menschen für junge Menschen handelt. Deshalb danke ich allen, die Zeit und Mühe darauf verwenden.“

Auch Wolfgang de Jong, Jugendpfarrer der Diözese Passau und BDKJ-Präses Passau, freut sich auf die bundesweite Eröffnung: „Das gibt sicherlich ein schönes Bild ab, wenn gut 2.600 Sternsinger in Altötting mit ihren bunten Gewändern von der Basilika hinauf zum Kapellplatz ziehen und dann ihren Segensspruch am Rathaus anschreiben. Es freut mich sehr, dass wir in der Stadt, bei den Geschäftsleuten und der gesamten Bevölkerung auf offene Türen stoßen und sich alle auf diese Aussendungsfeier freuen!“

Rund 150 beteiligte Helferinnen und Helfer werden bereit stehen, um diesen Tag erfolgreich mitzugestalten. Sie werden bei Workshops, bei Lotsen- und Ordnerdiensten und bei der Essensausgabe im Einsatz sein. „Die Bereitschaft zur Mithilfe ist enorm: Es freuen sich bereits viele auf die Veranstaltung und sind sich einig, dass es etwas ganz Besonderes ist, so viele Sternsinger/innen zu sehen und aktiv bei der bundesweiten Eröffnung die Organisatoren zu unterstützen“, so Silvia Spielbauer, Ministrantenreferentin im Bistum Passau.

Sternsinger an der Seite von Kindern mit Behinderung „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Leitwort der 61. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder 300.000 Sternsinger von Tür zu Tür ziehen werden. Die Sternsinger stellen sich bei der kommenden Aktion an die Seite von Kindern mit Behinderung. „Das ist besonders wichtig, denn es ist trauriger Alltag in vielen Ländern der Welt, dass Kinder mit Behinderung oftmals von ihren eigenen Familien versteckt werden und keinerlei medizinische, soziale oder psychologisch angemessene Begleitung erfahren“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger’. „Es ist entscheidend, dass bestehende Ängste und Vorurteile vor dem Unbekannten in Gesellschaften abgebaut werden und dass wir die Potenziale der Kinder entfalten und fördern. Und dazu tragen auch die Sternsinger mit ihrer aktuellen Aktion bei.“

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), würdigt das große Engagement der Kinder und Jugendlichen in Deutschland: „Mit all ihren Facetten und regionalen Unterschieden ist die Aktion Dreikönigssingen ein wichtiger Bestandteil der Jugendpastoral in Deutschland. Die Sternsinger gehen zu allen Menschen, egal welcher Konfession. Sie tun was sie sagen: Sie bringen den Segen Gottes und sind selbst ein Segen. Das macht sie so authentisch.“

Die 61. Aktion Dreikönigssingen startet am 28. Dezember ab 9.30 Uhr mit der Begrüßung aller Beteiligten in der Basilika in Altötting. Um 10 Uhr beginnt dann die Aussendungsfeier mit einem Wortgottesdienst. Nach dem Zug der Sternsinger zum Kapellplatz und einem Stopp am Rathaus von Altötting, gibt es anschließend ein buntes Mitmachprogramm. Auch das neue Sternsingermobil ist vor Ort und kann von den Mädchen und Jungen spielerisch entdeckt werden. Ein gemeinsames Gebet auf dem Kapellplatz rundet die Eröffnung der 61. Aktion Dreikönigssingen ab.

Gruppen aus 11 Bistümern sind in Altötting dabei. Den weitesten Anreiseweg haben sicherlich die Sternsinger aus Langeoog, sie vertreten das Bistum Osnabrück. In Altötting werden sie den Sternsinger-Stern übernehmen, der im Vorfeld der Eröffnung im gesamten Bistum Passau zwischen den Sternsinger-Gruppen weitergegeben wurde. Die rund 800 Kilometer von Altötting nach Langeoog legt der Stern jetzt sicherlich im Zug zurück, danach aber wird er wieder wie ein Staffelstab von Hand zu Hand gehen. Seine letzte Station im Bistum Osnabrück hat er dann bei der bundesweiten Eröffnung der 62. Aktion Dreikönigssingen im Dezember 2019.

Sternsinger haben starke Partner - lokal und bundesweit In der Adventszeit bekommen die Sternsinger Unterstützung von lokalen Unternehmen. So wird die Confiserie Dengel ein Pralinen-Set anbieten, die Kilwing Weihrauch-Manufaktur verkauft Dreikönigsweihrauch und die Bäckerei Georg Beer hat leckeres Gebäck im Angebot. Alle drei Unternehmen spenden einen Teil des Erlöses an Projekte der Sternsinger.
Die Veranstaltung wird zudem unterstützt vom Wallfahrts- und Tourismusbüro der Stadt Altötting, vom Bauhof der Stadt Altötting, vom Kongress + Kultur Forum Altötting, vom Chor „Mirjam“, von der Bläsergruppe „Georgsbläser“, von den Maltesern und dem Bayerischen Roten Kreuz.

Hinter den 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen zwei starke Partner: Das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Gemeinsam blicken beide Akteure auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, denn seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt haben die Sternsinger bisher über eine Milliarde Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.

Herausgeber:
Kindermissionswerk "Die Sternsinger" e.V.

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news-892 Tue, 04 Dec 2018 22:15:53 +0100 Das Jugendfreiwilligenjahr - die richtige Antwort! https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/das-jugendfreiwilligenjahr-die-richtige-antwort/ Der BDKJ-Bundesvorstand begrüßt die Initiative von Bundesfamilienministerin Giffey zu einem Jugendfreiwilligenjahr mit Rechtsanspruch. „Wenn das Konzept umgesetzt werden kann, ist dies ein wichtiger Beitrag dazu, dass zukünftig noch mehr junge Menschen einen Freiwilligendienst absolvieren, dabei gut begleitet sind und auch finanziell nicht noch drauflegen müssen“, betont BDKJ-Bundespräses Dirk Bingener. „Wir begrüßen eine mögliche Erhöhung der Zuschüsse für die pädagogische Begleitung und des Taschengeldes im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Auch ein Beitrag zu den ÖPNV Kosten der Freiwilligen wäre richtig“, ergänzt Pfarrer Bingener.

Neben einer besseren finanziellen Ausstattung der bestehenden Dienstformate sieht das gestern von Bundesfamilienministerin Giffey in Berlin vorgestellte Konzept vor, die Wertschätzung eines Freiwilligendienstes zu steigern. Dies soll beispielsweise durch eine bessere Anerkennung von Freiwilligendienstzeiten an Universitäten und in der Berufswelt gewährleistet werden. Geplant ist darüber hinaus - stärker als bisher - die Förderung und Inklusion von jungen Menschen in besonderen Lebensumständen.

„Wir finden den Ansatz der Ministerin richtig, auf freiwilliges Engagement zu setzen. Wie sehr unterscheidet sich dieser Ansatz von der Annahme, man könne junge Menschen zu einem Dienst zwingen. Insofern ist die verstärkte Förderung dieses bürgerschaftlichen Engagements die richtige Antwort auf die Dienstpflichtdebatte, die unter anderem auf dem kommenden CDU-Parteitag geführt werden wird“, so Bingener weiter.

Nun wird es aus Sicht des BDKJ darauf ankommen, das Konzept gemeinsam mit der Zivilgesellschaft auszugestalten und umzusetzen. Auch wenn es bereits im Jahr 2019 eine Erhöhung der Mittel geben wird, müssen die geplanten Maßnahmen noch mit weiteren Finanzmitteln hinterlegt werden. „Nur so wird ein Anstieg derer, die einen Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren, dauerhaft gelingen“, betont Bingener.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.

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news-890 Sun, 28 Oct 2018 11:22:36 +0100 Die Richtung stimmt! https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/die-richtung-stimmt/ BDKJ zieht überwiegend positive Bilanz zum Ende der Jugendsynode in Rom und fordert weitere Schritte in Deutschland. Zu der heute in Rom zu Ende gegangenen Jugendsynode zieht der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ein überwiegend positives Fazit. „Die Synode hat bewiesen, dass die Themen, die jungen Menschen wichtig sind, dann in der Kirche vorkommen, wenn man sie selbst fragt, auf sie hört und einen Dialog auf Augenhöhe mit ihnen führt. Dieses Prinzip gilt es nun auf allen Ebenen der Kirche - von der Pfarrei bis zur Ebene der Bischofskonferenz – fortzuführen“, sagte der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie, der als einer von insgesamt 49 Auditores (Gasthörer*innen) an der Synode teilnahm.

„Es war eine große Ehre für mich, hier bei der Synode die jungen Menschen aus Deutschland zu vertreten. Bei einigen Themen haben wir gute Fortschritte gemacht, beispielsweise bei der Frage nach Frauen in Leitung der Kirche. Die Umsetzung dieses Anliegens der Synode duldet nun keinen Aufschub und unsere Bischöfe in Deutschland sollen wissen, dass sie sich darin der vollen Unterstützung des BDKJ sicher sein können“, so Andonie.  

Ebenfalls bei der Jugendsynode besprochen wurde das Thema der sexualisierten Gewalt. „Es war wichtig, dass die Synode auch dieses Thema aufgegriffen hat. Dieses Unrecht muss – sowohl im Einzelfall, als auch strukturell – entschlossen aufgearbeitet, bekämpft und beendet werden!“, so der Bundesvorsitzende.

BDKJ-Bundespräses Pfr. Dirk Bingener zeigte sich erfreut darüber, dass das Thema der Begleitung junger Menschen auf der Synode breiten Raum einnahm. „Ich denke, es ist deutlich geworden, dass sich junge Menschen zuerst selbst die besten Begleiterinnen und Begleiter sind. Diese Fähigkeit braucht allerdings Ausbildung und Unterstützung. Wir dürfen die jungen Leute damit nicht im Stich lassen und brauchen wieder mehr geeignete Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Jugendpastoral“, so Bingener. Im Nachgang der Jugendsynode müsse intensiver darüber nachgedacht werden, wie neue Wege und Bedingungen für pastorale Berufe im Sinne des Beschlusses des BDKJ „Kirche bewirbt sich“ aussehen könnten. Es brauche eine Berufungspastoral, die alle jungen Menschen in den Blick nimmt und die von allen jugendpastoralen Akteuren aktiv mitgestaltet wird. „Ich halte den Dialog dazu jetzt für enorm wichtig“, so Bingener abschließend.

Kritik äußerte der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie im Hinblick auf die Frage des Umgangs der Kirche mit homosexuellen Partnerschaften: „Es scheint der Kirche unglaublich schwer zu fallen, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. In der Bewertung dieser Frage stelle ich aber auch eine große Spannung unter den Bischöfen selbst fest.“

Der BDKJ war die gesamte Dauer der Synode über in Rom vertreten. In einer eigens eingerichteten Wohngemeinschaft (WG), dem sogenannten „Romeoffice“, empfingen Vertreter des BDKJ – darunter die Bundesvorsitzende Katharina Norpoth, der Bundesvorsitzende Thomas Andonie, Bundespräses Pfr. Dirk Bingener und Simon Linder, Referent für Kirchenpolitik und Jugendpastoral, – verschiedene Gäste zum intensiven Austausch. Zu den WG-Gästen zählten unter anderem Jugendbischof Stefan Oster SDB, Frère Alois, Prior von Taizé, Pater Clemens Blattert SJ, Experte bei der Jugendsynode und Gründer der Zukunftswerkstatt in Frankfurt a.M., Julia Braband, Vertreterin des Lutherischen Weltbundes bei der Jugendsynode, und Schwester Nathalie Becquart, ehemalige Leiterin der Jugendpastoral in Frankreich.

Hintergrund:
Bei der XV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode haben rund einen Monat lang (3. bis 28. Oktober) Bischöfe und Laien aus aller Welt das Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ beraten. Insgesamt nahmen an der Synode 267 Bischöfe, 23 externe Fachleute und 49 Gasthörer*innen teil.

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news-889 Mon, 08 Oct 2018 10:22:06 +0200 Die Kirche der Gegenwart muss anders aussehen! https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/die-kirche-der-gegenwart-muss-anders-aussehen/ Statement des BDKJ zur Verweigerung des „Nihil obstat“ für Prof. Wucherpfennig. Zu der gestern durch die Presse bekannt gewordenen Verweigerung des „Nihil obstat“ (Unbedenklichkeitsbescheinigung) durch die Kongregation für die Glaubenslehre für den Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig, nimmt der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie in Rom wie folgt Stellung:

„Während wir in Rom auf der Jugendsynode – auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus – ganz offen unsere Meinung austauschen, wurde gestern durch Presseartikel bekannt, wie mit Geistlichen umgegangen wird, die mutig deutlich machen, was sich junge Menschen von der Kirche wünschen. Prof. Wucherpfennig hatte eine wertschätzende Haltung gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zum Ausdruck gebracht.

Wir halten es für einen unerträglichen Vorgang, Prof. Wucherpfennig deshalb das ‚Nihil obstat‘ zu verweigern. Hier missbrauchen Akteure der Kirche ihre Macht. Es wird versucht, einen Menschen kaltzustellen. Ein solches Vorgehen lehnen wir entschieden ab.

Das alles passiert an der Hochschule Sankt Georgen, an der sich viele junge Menschen aus unterschiedlichen deutschen Bistümern auf einen pastoralen Dienst in der Kirche vorbereiten. Damit hat dieser Vorgang große Signalwirkung im Hinblick auf den hauptberuflichen Nachwuchs in der Kirche sowie die theologisch-wissenschaftliche Landschaft in Deutschland.

Wir sind dem Bischof von Limburg, Georg Bätzing, ebenso dankbar wie dem Provinzial der Jesuiten, Johannes Siebner SJ. Beide haben sich laut eines Presseberichts für den Rektor der Hochschule stark gemacht. Wir bitten Papst Franziskus darum, sich persönlich in den Vorgang einzuschalten. Wir halten eine Rückgabe des ‚Nihil obstat‘ und eine öffentliche Aufklärung des Vorgangs für notwendig.

Wieder einmal geht es um die Glaubwürdigkeit der Kirche – diesmal während der Jugendsynode, auf der gerade einmal mehr deutlich wird, dass junge Menschen eine authentische und an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientierte Kirche wünschen. Eine Kirche mit Sprechverboten und ohne eine vielfältige Diskussionskultur ist eine Kirche der Vergangenheit. Die Kirche der Gegenwart muss anders aussehen.“

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news-888 Fri, 05 Oct 2018 16:11:41 +0200 Jugendsynode: Thomas Andonie spricht vor Papst und Bischöfen https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/jugendsynode-thomas-andonie-spricht-vor-papst-und-bischoefen/ BDKJ-Bundesvorsitzender und Auditor thematisiert in seinem Statement unter anderem die sexualisierte Gewalt durch Kleriker und die Rolle der Frau. Am heutigen Freitagvormittag hat Thomas Andonie, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und Auditor bei der Jugendsynode in Rom, sein Statement in der Synodenaula gehalten. Vor dem Papst und den anwesenden Bischöfen sprach er als erstes Thema die sexualisierte Gewalt durch Kleriker an. Die weiteren Punkte seines Statements waren die Rolle der Frau, die Sexualmoral der Kirche und die Begleitung junger Menschen. Lesen Sie hier seine Rede in voller Länge:

„Sehr geehrter Papst Franziskus, liebe Teilnehmende der Synode,

ich bin Thomas Andonie, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, und vertrete über 660.000 junge Menschen, die in Deutschland in katholischen Jugendverbänden engagiert sind.

Aktuell treibt uns ein Thema besonders um: In Deutschland werden fünf Prozent aller Diözesanpriester von Mitte des letzten Jahrhunderts bis 2014 beschuldigt, sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ausgeübt zu haben. Und nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, in Mexiko, in Australien, in Chile, überall ist es passiert und wir müssen davon ausgehen, dass es weiterhin passiert. Das ist eine Katastrophe.

Es braucht jetzt ein Hören auf und die Sorge um die Betroffenen, angemessene Entschädigungszahlungen, unabhängige Untersuchungen der Vertuschung, Übernahme der Verantwortung, Entfernung der Täter aus dem kirchlichen Dienst und standardisierte und strukturell abgesicherte Präventionsmaßnahmen. Aber: Das reicht nicht! Wir müssen klerikalistische Strukturen aufdecken. Es geht nicht um Einzelfälle, das Problem liegt im System! Keine Begründung für kirchenrechtliche Regelungen kann sich halten, wenn klar wird, dass durch sie sexualisierte Gewalt begünstigt wurde. Es gibt keinen Paragraphen im Kirchenrecht, der heiliger ist als die Würde eines Menschen! Jetzt zählen keine Worte mehr, es zählen nur noch Taten. Wenn die Kirche dieses Unrecht nicht entschlossen bekämpft und beendet, wird sie ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen – besonders der jungen Menschen – nicht wiedererlangen. Dann ist alles umsonst, was wir hier besprechen.

Neben diesem wichtigen Thema möchte ich noch drei weitere ansprechen, die für junge Menschen das Thema ‚authentisch Kirche sein’ im Kern betreffen.

1. Zur Rolle der Frau: Wir können nicht weiterhin fünfzig Prozent der Bevölkerung von der Leitung der Kirche ausschließen. Viele junge Frauen finden aufgrund dieser Ungerechtigkeit in der Kirche keine Heimat mehr. Und mit der Frage der Leitung hängt auch die Frage der Weihe zusammen. In den Jugendverbänden arbeiten Frauen und Männer, Laien und Priester bereits gleichberechtigt und geschlechterparitätisch zusammen und zeigen, wie bereichernd es ist, so vielfältig Kirche zu sein.

2. Zur Sexualmoral der Kirche: Ein Großteil der jungen Menschen lehnt die Sexualmoral der Kirche, vor allem ihre Haltung zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und zu vorehelichem Geschlechtsverkehr, ab. Sie verstehen sehr gut, was die Kirche von ihnen fordert, vertreten aber– als getaufte und gefirmte Christinnen und Christen – schlichtweg eine andere Auffassung. Dabei sind ihnen Werte wie Treue und Verantwortung füreinander übrigens besonders wichtig. Nur wenn die Kirche bereit ist, diese Lebenswirklichkeiten anzuerkennen, wird sie in diesen wichtigen Fragen mit jungen Menschen neu ins Gespräch kommen können.

3. Zur Begleitung: In unseren Jugendverbänden unterstützen sich junge Menschen gegenseitig dabei, ihre Berufung zu finden. Dies entspricht unserem Grundsatz: Jugend leitet Jugend! Dazu brauchen sie allerdings eine gute Ausbildung und die Unterstützung guter Seelsorgerinnen und Seelsorger. Es bereitet uns große Sorge, dass in Deutschland immer weniger Menschen bereit sind, einen pastoralen Beruf zu ergreifen. Auch hier braucht es Veränderungen, um ein gutes personales Angebot für junge Menschen vorzuhalten! Berufungspastoral muss in ihrer Breite gedacht werden und selbstverständlicher Bestandteil einer vielfältigen Jugendpastoral sein.

Wir wissen, dass die Verwirklichung einer ‚authentischen Kirche’ auch in unserer Verantwortung liegt. Diesen Auftrag nehmen wir an! Und genau deshalb spreche ich hier offen zu Ihnen: Wir brauchen mehr Mitbestimmung durch junge Menschen! Lassen Sie uns offen diskutieren. Gehen Sie die Probleme, die ich benannt habe, konkret an. Fördern Sie die Dezentralisierung. Es ist Zeit, dem Auftrag Jesu und seinem Reich besser zu entsprechen! Vielen Dank.“

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news-887 Wed, 26 Sep 2018 17:22:49 +0200 „Post für den Papst“ - persönlich zugestellt! https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/post-fuer-den-papst-persoenlich-zugestellt/ BDKJ-Bundesvorstand übergibt im Vorfeld der Jugend-Synode tausende Postkarten mit Jugendwünschen an Papst Franziskus (Rom/ Düsseldorf, 26. September). Der Bundesverband der katholischen Jugend übergab in Rom tausende Postkarten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Papst Franziskus. Bei der Generalaudienz am heutigen Mittwoch überreichten Thomas Andonie (BDKJ-Bundesvorsitzender) und Pfarrer Dirk Bingener (BDKJ-Bundespräses) im Vorfeld der Jugendsynode persönlich die Postkarten der Aktion „Post an den Papst“. Der Papst nahm die bundesweit von jungen Katholik’innen erstellen Postkarten an und zeigte sich interessiert für die darin geforderten Anliegen der katholischen Jugend aus Deutschland.

„Lieber Papst Franziskus…“ so lautet die Aufschrift jeder Karte und viele nutzten die Chance dem Papst direkt zu schreiben: "Ich wünsche mir Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit und damit Perspektive für die Zukunft", so Johannes (19)."Die Gottesdienste sollten lockerer und fröhlicher werden. Außerdem sollten Pfarrer heiraten dürfen, auch Frauen sollten Pfarrer werden", so Lina (14). Neben diesen häufig genannten Veränderungswünschen gab es für den Papst aber oft einfach auch Lob und Ermutigung, beispielsweise von Alessia (14): "Ich finde du machst einen tollen Job!"

Pfarrer Dirk Bingener (BDKJ-Bundespräses) freut sich über die große Resonanz der Aktion: „Die vielen persönlichen Zeilen an den Papst zeigen, dass jungen Menschen etwas an der Kirche liegt und sie bereit sind, ihre Meinung zu sagen und sich aktiv einzubringen.“

Thomas Andonie (BDKJ-Bundesvorsitzender), der als „Auditor“ bei der Jugendsynode die Themen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Beratungen einbringen wird, erklärte zum Inhalt der Postkarten: „Neben einem häufig geäußerten grundsätzlichen Wunsch nach Veränderung beispielsweise im Umgang mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gab es auch sehr viele konkrete Themen: Junge Menschen wünschen sich eine jungendgerechte Liturgie und zeitgemäße Sprache, mehr Mitbestimmung in der Pfarrei, Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement und gute Seelsorger*innen".

Der Start der Postkartenaktion erfolgte auf dem Katholikentag 2018 in Münster und auch danach gingen zahlreiche Karten in der BDKJ-Bundesstelle in Düsseldorf ein. Absender waren sowohl Jugendverbandsgruppen als auch Jugendliche aus Schulen, Firm- und Jugendgruppen der Pfarreien.

Foto: Vatican Media

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news-886 Wed, 26 Sep 2018 12:17:19 +0200 Schaukeln, Papst und Pastoral https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/schaukeln-papst-und-pastoral/ Ein Treffen mit dem Jugendzentrum legt viele Gemeinsamkeiten zu Tage Letzter Tag in Kaunas. Nach dem Besuch im Fort IX und dem Austausch mit Kolping geht es zum letzten Termin.

Wir laufen die Hauptstraße auf und ab und finden den Eingang zum Jugendzentrum nicht. Oder vielleicht doch. Das Navi führt uns immer wieder zu einem Laden, an dem bunte Tücher, Räucherkerzen und Patchwork Decken im Eingang hängen. Eigentlich kann es das nicht sein, wir Fragen aber nach. Die Dame nickt und führt uns quer durch den Laden durch eine große Holztür zu einer noch größeren Holztreppe. Die Gruppe geht hoch und zwei junge Frauen stehen in der Tür und begrüßen uns sehr freundlich. Wir halten uns links und gehen in einen großen Raum in dem mitten drin eine Schaukel hängt. Davor steht ein Tisch voller Snacks, Getränken und einer winkenden Papstfigur. Wir setzen uns und die zwei Damen, von denen eine noch ganz heiser vom Papstbesuch ist, erzählen uns. Über Jugendliche, das Zentrum, die Diözesen in Litauen und die „Probleme“ mit der Jugend. Thematisch kommt uns das irgendwie vertraut vor. Wir lachen viel und berichten uns über die Kirche in beiden Ländern. Was sind unsere Herausforderungen? Was braucht die Jugend? Was wollen wir für Jugendliche in unserer Kirche erreichen? Auch da können wir viele Parallelen feststellen. Junge Menschen verlassen ihre Gemeinden für Studium und Ausbildung, die Pastoral vor Ort wird nicht mehr so gelebt wie früher, die Kirche scheint zu veralten.

In diesen wunderschönen Räumlichkeiten sind sich jedoch alle einig: Die Kirche veraltet nicht. Es gibt viele junge, engagierte Menschen. Klar scheint aber auch: Wir müssen uns verändern. Das Kirchen- und Gemeindeleben funktioniert nicht mehr wie vor 20 Jahren. Wir brauchen eine Anpassung. Und: Die Kirche ist es uns allen wert nach Wegen zu suchen wie dies geschehen kann.

Gegen Ende dieses guten und wertschätzenden Gesprächs steht eine der beiden Damen auf und holt eine Tüte. Sie zieht eine kleine Glühbirne als Schlüsselanhänger aus der Tüte, knipst diese an und zeigt sie uns. „Ihr seid das Licht der Welt!“ sagt sie. Wir lächeln einander an. Wir bedanken uns, schießen noch ein Foto und gehen zurück, die große Holztreppe hinunter, dieses Mal durch ein wunderschönes, altes Metalltor hinaus. Dieses Gespräch wirkt noch und alle Lichter leuchten nun ein klein wenig heller.

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news-885 Wed, 26 Sep 2018 12:14:22 +0200 Bildungsarbeit im Blick https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/bildungsarbeit-im-blick/ Das Kolpingwerk Litauen engagiert sich in der außerschulischen politischen Bildungsarbeit Lina Kalibataitė und Liauda Mazeikiene vom Kolpingwerk Litauen stellten uns in Rahmen eines gemeinsamen Mittagsessens drei Projekte in Kaunas vor: eine Fachhochschule, einen Kindergarten und eine Grundschule. Interessant waren gemeinsame Überlegungen über die außerschulische politische Bildungsarbeit. Das Kolpingwerk bietet für Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Regionen Seminare zum politischen System Litauens und entsprechende Planspiele an.

Die einzelnen Kolpingfamilien in den Gemeinden organisieren eigene Projekte und verfügen teilweise über internationale Partnerschaften. Eine eigenständige Kolpingjugend gibt es seit 2014 nicht mehr, da nicht genügend aktive Jugendliche zur Mitarbeit motiviert werden konnten. Im Gespräch tauschten wir uns über die kurze Bindungsdauer von Ehrenamtlichen an Verbände aus und diskutierten über mögliche strukturelle Folgen dieser Entwicklung.

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Litauen-Blog
news-884 Tue, 25 Sep 2018 20:14:16 +0200 Theologie, Kaffee und Rock 'n' Roll https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/theologie-kaffee-und-rock-n-roll/ Eine außergewöhnliche Begegnung an der theologischen Fakultät Montagmorgen, 10 Uhr 30. Nach einer guten und erholsamen ersten Nacht in Kaunas und einem super Frühstück stehen wir vor einem L-Förmigen Uni Gebäude.

Die Gruppe ist gut gelaunt, nach einem ca. fünfzehn-minütigen Spaziergang, als plötzlich ein Mann mittleren Alters, mit Halbglatze und Pferdeschwanz, freudestrahlend und mit einem coolen „Hey Guys, nice to meet you“ aus der alten Tür kommt.

Der Mann, Prof. Dr. Benas Ulevičius reicht uns allen die Hand und hat gleich viele Fragen! Die erste: „Coffee or tea?“. Als geklärt ist, dass wir 4x Tee und 3x Kaffee wollen ziehen wir los. „Let´s go and Rock 'n' Roll“ sagt der Professor und erkundet mit uns das Unigelände. Wir erfahren viel über die Geschichte der Uni, die Studierenden, sehen frisch renovierte und alte historische Räumlichkeiten.

Es gibt ca. 100 Studierende an der Fakultät, man lernt in verschiedenen Fächern, u.a. besuchen die Studierenden je eine Veranstaltung der Medizin und der Sozialwissenschaften. Die Uni hat den Anspruch, dass ihre Studierenden keine „Fachidioten“ werden. Viele Studierende sind konvertiert oder stammen aus charismatischen Bewegungen innerhalb der katholischen Kirche in Litauen. Es gibt wenig Erasmus-Studierende, weil Litauen so unattraktiv sei – wir seien aber alle herzlich eingeladen! Diese Einladung wurde übrigens mehrfach ausgesprochen. „Wieso treffen wir uns eigentlich nicht mit Studierenden?“ fragt der Professor. Gute Frage! Vielleicht beim nächsten Mal.

Der Professor sagt mehrfach, dass wir doch bitte Fragen stellen sollen – er erzählt doch so gern! Also los: Wie finanziert sich die Kirche in Litauen? Welche Jugendverbände sind in der Kirche aktiv? Wie wird der Glaube innerhalb der Fakultät gelebt? Viele Fragen bewegen die Gruppe und den Professor.* Es ist ein sehr lebendiges Gespräch, das immer wieder nachdenklich macht oder zum gemeinsamen Lachen einlädt. Wir fühlen uns wohl; bei Tee, Kaffee, Schokolade und Plätzchen vergehen zwei Stunden wie im Flug!

Verunsichert wird der Professor noch einmal am Ende, als wir alle die letzten Worte in unsere Notizbücher schreiben und er lacht. „Sind sie vielleicht doch zum Studieren hier? Meine Student*innen schreiben bei meinen Vorlesungen nie so viel mit!“. Wir lachen zusammen. Er schaut irgendwie zufrieden. Rennt in sein Büro, kommt zurück und schenkt uns noch CDs seiner geistlichen Rockband. Er wünscht uns noch ein schönes Leben. Wir ihm auch. Wir verlassen das alte Gebäude, es beginnt zu regnen. „Wahnsinn, was für ein  bemerkenswerter Typ.“ sagt eine Teilnehmerin. „Ja“ sagt ein anderer, „wirklich sympathisch. Von ihm kann man viel lernen.“ Wir ziehen unsere Kapuzen auf und gehen los.

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