Freiwilligendienste

Ein Gewinn hoch 3: Für die Freiwilligen, die Einsatzstellen und die Gesellschaft

Das Referat verantwortet die fachliche und strategische Beratung des BDKJ-Bundesvorstands im Bereich der Freiwilligendienste im Inland und die Interessensvertretung des BDKJ in Gremien und Organisationen. Es unterstützt und berät die katholische Trägergruppe in Fragen der Freiwilligendienstformate „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) und „Bundesfreiwilligendienst“ (BFD). Die rechtliche Grundlage der Arbeit des Referats stellen das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (Jugendfreiwilligendienstegesetz - JFDG) sowie das Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst (Bundesfreiwilligendienstgesetz - BFDG) dar.

Die Referent*innen wirken als FSJ-Bundestutor*innen in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Düsseldorf e.V. (JHD) als Zentralstelle für das Freiwillige Soziale Jahr und dem Deutschen Caritasverband (DCV) als Zentralstelle für den Bundesfreiwilligendienst. Hauptaufgabe des Referates ist es, den Austausch der diözesanen und überregionalen Träger des FSJ zu fördern, ihre Kooperation zu ermöglichen, ihre Bildungsarbeit zu koordinieren die Interessensvertretung und Qualitätsentwicklung für das FSJ zu gewährleisten und Perspektiven für Jugendfreiwilligendienste aufzuzeigen. Gemeinsam mit dem DCV vertritt das BDKJ-Referat die katholische Trägergruppe im Bundesarbeitskreis FSJ (BAK FSJ). 

Derzeit beschäftigt das Referat insbesondere die Kürzung der Fördermittel im FSJ für den kommenden Jahrgang 2024/25 um 7,5% sowie die seit 2011 immer wieder aufkommende gesellschaftspolitische Diskussion um die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht bzw. die Einführung eines sozialen Pflichtdienstes. Das Referat arbeitet diesbezüglich auf der Grundlage des Beschlusses der BDKJ-Hauptversammlung 2024, in der die Ablehnung eines sozialen Pflichtdienstes mit der Forderung des entsprechenden Gegenmodells, der Einführung eines Rechtsanspruchs auf auskömmliche Förderung eines Freiwilligendienstes, verbunden worden ist.

Freiwilligendienste sind eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. Sie fördern das Einnehmen neuer Perspektiven und die Fähigkeit, sich mit gegenteiligen Meinungen auseinanderzusetzen und erhöhen die Sozialkompetenzen. Das Bewusstsein junger Menschen für den Wert von Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt wird geschärft. In den Einsatzstellen übernehmen Freiwillige Hilfstätigkeiten, die Fachkräfte entlasten. Sie treiben Projekte voran, die im Alltag aufgrund begrenzter Kapazitäten zurückgestellt werden würden. Gesellschaftlichen Fragmentierungsprozessen wird entgegengewirkt, indem sich junge Menschen milieuübergreifend einbringen können. Freiwilligendienste sind insofern ein Gewinn hoch drei: Für die Freiwilligen, für die Einsatzstellen und für die Gesellschaft. 

Die Freiwilligendienste sind aus zivilgesellschaftlichen, kirchlichen Strukturen hervorgegangen und werden seit 1964 in gesetzlichen Strukturen geregelt. Die Dienste werden als Bildungs- und Orientierungsjahr durchgeführt sowie arbeitsmarktneutral und an den Interessen der Freiwilligen ausgerichtet gestaltet. Der Bildungs- und Orientierungscharakter wird im Freiwilligendienst durch hochwertige pädagogische Begleitung gewährleistet, um die Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. 

Kontakt

Raphael Marquart

Referent für Freiwilligendienste
Tel. 0211 / 4693-171
marquart[at]bdkj.de

Shirley Korfmacher

Sekretariat Bundesstelle Düsseldorf
Tel. 0211 / 46 93-175
korfmacher[at]bdkj.de