Sichere Räume, gerechte Teilhabe: BDKJ fordert klare Regeln für soziale Netzwerke

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Die Hauptversammlung des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat einen richtungsweisenden Beschluss zur Gestaltung sozialer Netzwerke gefasst. Digitale Räume sind für junge Menschen heute zentrale Orte der Information, des Austauschs und der politischen Meinungsbildung – sie bieten große Chancen für Beteiligung, Vernetzung und gesellschaftliches Engagement. Gleichzeitig fordert der Dachverband konkrete politische Maßnahmen, um Kinder und Jugendliche wirksam vor Risiken im digitalen Raum zu schützen, ohne ihr Recht auf Teilhabe einzuschränken.  

Schutz und Teilhabe zusammen denken 
„Soziale Netzwerke sind wichtige Lebensräume junger Menschen. Gleichzeitig sind es Räume, in denen Hass, Desinformation und Manipulation besonders jene treffen, die ohnehin Diskriminierung erfahren“, erklärt BDKJ-Bundesvorsitzender Henner Gädtke. „Es braucht klare, verbindliche Regeln, die die Plattformen in die Verantwortung nehmen und die Rechte junger Menschen konsequent stärken.“ 

Der BDKJ fordert unter anderem verbindliche Schutzstandards, mehr Transparenz bei Algorithmen sowie wirksame Maßnahmen gegen digitale Gewalt. Entscheidend ist dabei, dass die unterschiedlichen Lebensrealitäten junger Menschen in ihrer Vielfalt berücksichtigt werden. Damit bekräftigt der Verband auch seine Ablehnung eines generellen Social-Media Verbotes. 

Beteiligung und Medienbildung stärken 
Neben Regulierung setzt der Verband auf Befähigung und Beteiligung: Junge Menschen müssen an Entscheidungen die sie betreffen beteiligt werden, also auch bei Fragen der Regulierung von digitalen Räumen. Dazu braucht es auch eine umfassende Medienbildung – in Schule und außerschulischer Jugendarbeit. Mit dem Beschluss unterstreicht der BDKJ seine Position für eine kinderrechtsbasierte Digitalpolitik. 

„Wer digitale Räume gestaltet, gestaltet auch gesellschaftliche Machtverhältnisse. Deshalb ist es entscheidend, dass gerade die Perspektiven junger Menschen – insbesondere von marginalisierten Gruppen – gehört und einbezogen werden“, betont BDKJ-Bundesvorsitzende Lisa Quarch. „Nur so entstehen Plattformen, die wirklich gerecht und sicher sind.“ 

Starke Profilsetzung: Digitalpolitischer Ausschuss verstetigt  
Ein deutliches Signal für die wachsende Bedeutung digitalpolitischer Fragen setzt der BDKJ auch strukturell: Die Hauptversammlung hat beschlossen, den Digitalpolitischen Ausschuss dauerhaft zu verstetigen, nachdem er vor vier Jahren zunächst erst befristet eingesetzt wurde. Damit verankert der Verband digitale Jugendpolitik langfristig als zentrales Handlungsfeld. Diese Entscheidung markiert eine klare Priorisierung jugendpolitischer Anliegen im digitalen Raum und unterstreicht den Anspruch und Expertise des BDKJ, die digitale Transformation aktiv und im Sinne junger Menschen mitzugestalten. 

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