Seit dem 1. Advent stehen die Materialien zum Ökumenischen Jugendkreuzweg 2026 unter dem Thema „dahinter. tiefer sehen, weiter gehen“ zur Bestellung bereit. Der Jugendkreuzweg wird jedes Jahr in der Fastenzeit von tausenden jungen Christinnen und Christen in Deutschland sowie im deutschsprachigem Ausland gebetet. Auch 2026 lädt er dazu ein, die Passionsgeschichte Jesu in den Blick zu nehmen und die eigene Lebenswirklichkeit damit zu verbinden.
„Der neue Jugendkreuzweg ruft zu einem Perspektivwechsel auf. Viele Situationen des Alltags wirken zunächst unscheinbar. Erst beim zweiten Blick wird sichtbar, dass sich hinter einem Gesicht, einer Geste oder einem Kommentar oft mehr verbirgt als gedacht“, erklärt Dr. Kathinka Hertlein, Mitarbeiterin der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) und stellvertretende Geschäftsführerin des Jugendkreuzwegs, die Idee des diesjährigen Themas. „Tiefer sehen bedeutet, hinter Masken zu schauen und nicht beim ersten Eindruck stehen zu bleiben. Wir möchten junge Menschen ermutigen, Situationen wirklich wahrzunehmen und sich zu fragen, was dahinter liegt.“
„Dieser Blick in die Tiefe verbindet sich mit einer klaren Einladung zum Weitergehen“, betont Tobias Knell, Referent bei der Arbeitsstelle für Jugendpastoral der deutschen Bischofskonferenz und Geschäftsführer des Jugendkreuzwegs. „Weitergehen heißt nicht, abzuhaken oder wegzuschauen. Weitergehen bedeutet, sich berühren zu lassen und Schritte zu wagen. Als Christinnen und Christen gehen wir diese Schritte nicht allein, sondern in der Gewissheit, dass Jesus uns begleitet und trägt.“
Neu 2026: Filmische Umsetzung und visuelle Erklärung des Konzepts
Der diesjährige Jugendkreuzweg wurde erstmals auch filmisch umgesetzt. Ein eigens produzierter Kurztrailer zeigt das zentrale Konzept des Hineinzoomens und Hinausscrollens in einer grafischen und leicht verständlichen Weise. Die filmische Umsetzung macht besonders sichtbar, wie sich der Blick verändert, wenn man tiefer sieht, und wie sich neue Perspektiven öffnen, sobald man weitergeht. Der Trailer dient sowohl zur Einführung in das Material als auch zur Vorbereitung mit Gruppen. Er kann über die Website des Jugendkreuzwegs abgerufen werden.
Die Bild- und Textgestaltung des Jugendkreuzwegs 2026 greift diesen Perspektivwechsel auf, der durch das tiefer sehen und weitergehen entsteht. Die Stationen rücken Gesichter, Atmosphären und alltägliche Beobachtungen in den Mittelpunkt. Sie helfen Jugendlichen, tiefer zu sehen und im eigenen Leben nach Spuren Gottes zu suchen. Die Materialien bieten Gebete, Impulse, Bildmeditationen und Vorschläge für Gruppen, Verbände und Einzelpersonen. Sie können sowohl analog als auch digital eingesetzt werden.
Der Ökumenische Jugendkreuzweg wird gemeinsam verantwortet von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland. (aej), der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit 1958 verbindet der Kreuzweg junge Menschen im Gebet. Heute gehört er mit jährlich rund 60.000 Teilnehmenden zu den größten ökumenischen Jugendaktionen im deutschsprachigen Raum.
Das Materialheft, die Plakatserie, digitale Inhalte sowie das Musikheft können ab sofort über den Verlag Haus Altenberg bestellt werden. Unter www.jugendkreuzweg-online.de finden Verantwortliche in der Jugendarbeit alle Informationen zur Bestellung und zur Nutzung der Materialien. Sie dienen als Vorschlag zur Gestaltung eines Kreuzweggebetes und eröffnen zugleich Freiraum für eigene Formen wie Gottesdienste, Andachten oder Exerzitien.

