Isabel Rutkowski zur neuen BDKJ-Bundesvorsitzenden gewählt

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Die Hauptversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat am Sonntag Isabel Rutkowski zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Die 27-Jährige ist derzeit Bundesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) und folgt im BDKJ-Bundesvorstand auf Lena Bloemacher, die im Sommer zurückgetreten war. 

„Ich wünsche mir einen BDKJ, der politisch laut und strategisch stark ist. Einen BDKJ, der seine Mitgliedsverbände zusammenbringt und seine Vielfalt als Stärke versteht. Und einen BDKJ, der jungen Menschen zeigt, dass ihre Stimme zählt und diese auch vertritt“, erklärt Isabel Rutkowski nach ihrer Wahl. „Mir ist bewusst: Politische Räume sind unterschiedlich. Wichtig ist aber immer: Wir müssen gut vorbereitet sein und Beziehungen aufbauen. Wir müssen wissen, wann es sich zu kämpfen lohnt und wann man sich auf einen Kompromiss einlassen muss. Dabei ist mir wichtig: Wir dürfen nicht nur in unserer eigenen Blase bleiben. Wir müssen auch dahin gehen, wo es unbequem wird. Auch dort müssen wir unsere Positionen einbringen und uns der Debatte stellen.“ 

Die außerplanmäßige Hauptversammlung wählte die neue BDKJ-Bundesvorsitzende mit 61 von 86 Stimmen. Damit setzte sie sich im ersten Wahlgang gegen Johanna Ostermeier aus Regensburg durch.  

Bei der politischen Vertretung ist Isabel Rutkowski insbesondere die Stärkung der Demokratie, Generationengerechtigkeit und eine Sicherung der strukturellen Finanzierung der Jugendverbandsarbeit wichtig. „Wenn wir bei diesen Fragen nicht entschlossen mitreden, entscheiden andere für und über uns. Und das dann oft nicht in unserem Sinne“, so die 27-Jährige.  

Isabel Rutkowski ist seit mehr als zehn Jahren in der KLJB aktiv. Vor ihrer Zeit als KLJB-Bundesvorsitzende engagierte sie sich unter anderem als KLJB-Bezirksvorsitzende im Kinzigtal, als KLJB-Diözesanvorsitzende im Erzbistum Freiburg und als Vorsitzende der MIJARC Europe, dem internationalen Dachverband der KLJB. Zudem ist sie im Sprecher*innenrat der Klima-Allianz Deutschland aktiv und vertrat Deutschland unter anderem bei den G7- und G20-Jugendgipfeln.  

Ein weiteres zentrales Anliegen ist für sie die Zukunft des Ehrenamts. Als Bundesvorsitzende will sie sich mit der Frage beschäftigen, wie Strukturen Ehrenamtliche besser unterstützen und langfristiges Engagement ermöglichen können. „Wir müssen uns ehrlich fragen: Was wollen wir erreichen? Warum machen wir das, was wir machen? Was bringt uns dem Ziel näher?“ fragt Isabel Rutkowski in ihrer Bewerbungsrede. „Ich hoffe, wir haben den Mut, ehrlich auf unsere Strukturen zu schauen. Ich glaube an die Jugendverbandsarbeit. Wir schaffen Räume, in denen sich junge Menschen verwirklichen können, hier bei uns dürfen sie sich ausprobieren und Neues lernen. Jugendverbände sind Orte des demokratischen Zusammenlebens, die Hoffnung geben und junge Menschen erleben lassen, dass sie nicht allein sind und gemeinsam etwas bewegen können.“ 

 

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