BDKJ: Internationalen Freiwilligendienste brauchen Stärkung, keine Kürzung.

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Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) kritisiert die Einsparungen der Bundesregierung im Bereich der internationalen Freiwilligendienste. Das Auswärtige Amt hat Anfang März angekündigt, sein internationales Freiwilligendienstprogramm „kulturweit“ ab 2027 einzustellen. Bereits im November 2025 waren Kürzungen im Programm „weltwärts” ab 2026 bekannt geworden.  

„Internationale Freiwilligendienste fördern Demokratieverständnis und Völkerverständigung. Gerade in Zeiten, die durch Krisen und Konflikte geprägt sind, müssen diese Programme gestärkt werden“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Volker Andres. „Die Regierung spricht sich im Koalitionsvertrag dafür aus, Freiwilligendienste zu stärken. Dies muss auch für internationale Dienste gelten.” 

Internationale Freiwilligendienste haben eine langfristige Wirkung, auf die Freiwilligen, auf ihr Umfeld und auf die involvierten Organisationen. „Sie fördern gesellschaftliche Resilienz, langfristiges ehrenamtliches Engagement und zivilgesellschaftliche Strukturen. All das trägt zur Stabilität unserer Demokratie bei“, betont Volker Andres. Die Ende 2025 veröffentlichte Längsschnittstudie zum weltwärts-Programm belegt anschaulich die nachhaltige Wirkung des Programms auf die Teilnehmer*innen, besonders was die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Menschen und die Bereitschaft zur langfristigen Übernahme sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung betrifft. 

Die Kürzungen im „weltwärts”-Programm gefährden Partnerschaften, die teils seit Jahrzehnten bestehen. Daraus resultiert eine Schwächung der zivilgesellschaftlichen Strukturen in Deutschland und weltweit. „Außerdem brauchen wir ein vielfältiges Angebot für junge Menschen, die sich engagieren wollen“, fordert Andres und appelliert an die Bundesregierung, die Stärkung von Freiwilligendiensten weiter zu fördern: „Ziel muss sein, unterschiedliche Dienstformen nicht gegeneinander auszuspielen, sondern Inlandsfreiwilligendienste und internationale Freiwilligendienste, aber auch weitere Dienstangebote, zu stärken. Dafür benötigen wir stabile Rahmenbedingungen, national und international.“

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