BDKJ-Hauptversammlung 2026 in Altenberg beendet

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Die Hauptversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend ist an diesem Sonntag in der Jugendbildungsstätte Haus Altenberg in Odenthal im Erzbistum Köln zu Ende gegangen. Vier Tage lang haben rund 100 Delegierte aus den BDKJ-Diözesanverbänden und den katholischen Jugendverbänden aus ganz Deutschland über Fragen der Jugend-, Kirchen- und Gesellschaftspolitik diskutiert, 9 Beschlüsse gefasst und neue Personen in Gremien und Delegationen gewählt. 

Kein Social Media-Verbot! Sichere digitale Räume für junge Menschen 

In einem Beschluss formuliert der BDKJ klare Erwartungen an Plattformen und Politik. „Digitale Räume prägen den Alltag junger Menschen. Sie müssen sichere Orte sein, in denen Respekt gilt und Beteiligung möglich ist“, erklärt Henner Gädtke, Bundesvorsitzender des BDKJ. „Wir lehnen ein generelles Social-Media Verbot ab, sind uns aber bewusst, dass es klare Regeln und deren konsequente Durchsetzung braucht, um das Internet zu einem sichereren Ort zu machen. So müssen Algorithmen transparent gemacht und wirksame Maßnahmen gegen digitale Gewalt umgesetzt werden.“ 

„Uns als Jugendverbänden ist es wichtig, dass die Medienbildung einen höheren Stellenwert bekommt - sowohl in der Schule, aber auch in der außerschulischen Bildung”, ergänzt BDKJ-Bundesvorsitzende Lisa Quarch. „Für einen sicheren und gerechten digitalen Raum müssen Kinder- und Jugendliche, aber auch Vertreter*innen von marginalisierten Gruppen, in die Gestaltung von Regeln einbezogen und gehört werden.” 

Aufarbeitungsstudie der katholischen Jugendverbände startet im Sommer 

Auch das Thema der Aufarbeitung von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt in der Kirche und in den eigenen Strukturen war ein wichtiges Thema. Die Hauptversammlung hatte dazu in den vergangenen Jahren bereits Beschlüsse gefasst, nun gab es Informationen zum weiteren Vorgehen. „Wir haben uns nach der Ausschreibung für das Forschungsprojekt und dem Sichten der eingegangenen Unterlagen verschiedener Forscher*innen für ein Forschungskonsortium entschieden. In den nächsten Wochen werden die dazu nötigen Absprachen und Vereinbarungen getroffen, so dass es im Sommer endlich los gehen kann”, erklärt BDKJ-Bundesvorsitzender Volker Andres. „Wir wollen mit der Studie unserer Verantwortung gerecht werden. Das bedeutet auch, dass wir schon vorhandene Konzepte für Prävention immer wieder evaluieren und verbessern, um sichere Räume für Kinder, Jugendliche und alle Menschen in unseren Strukturen zu schaffen und zu erhalten. Auch dazu haben wir einen Beschluss gefasst.“ 

Kritik an Kürzungsplänen in der Kinder- und Jugendhilfe 

„Die Versammlung hat in den vergangenen Tagen intensiv einen Dringlichkeitsantrag beraten. Der Beschluss macht deutlich: Eine Kürzung in der Kinder- und Jugendhilfe wäre ein katastrophales Signal an junge Menschen”, betont BDKJ-Bundesvorsitzende Lena Bloemacher. „Stattdessen braucht es Investitionen in junge Menschen, die Chancengleichheit fördern und so eine gute Gegenwart und Zukunft ermöglichen.” 

Die BDKJ-Hauptversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Verbandes. Neben den Beratungen zu den Anträgen standen auch Wahlen zu Ausschüssen und Delegationen, Berichte und der Austausch zu kommenden Projekten auf der Tagesordnung. So war auch die bundesweite 72-Stunden-Aktion Thema, die vom 10. bis 13. Juni 2027 zum vierten Mal stattfinden wird und für die in wenigen Wochen die Anmeldung startet. 

„An den vergangenen Tagen wurde wieder deutlich, was uns als BDKJ stark macht: Die 17 Jugendverbände bringen eine Vielfalt an Themen und Perspektiven mit in den BDKJ ein. Hier können wir miteinander diskutieren und gemeinsam um die besten Positionen ringen”, sagt BDKJ-Bundesvorsitzende Daniela Hottenbacher. „Auf dieser Grundlage können wir uns immer wieder in Debatten in Kirche und Politik einbringen, und uns dabei nicht nur für die Interessen der rund 660.000 jungen Menschen stark machen, sondern unsere Stimme für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsene erheben. 

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