BDKJ-Bundesvorstand trauert um ehemaligen Bundespräses

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Von 1973 bis 1981 lenkte Domkapitular em. Walter Böcker die Geschicke der katholischen Jugendverbandsarbeit als Bundespräses der BDKJ-Frauenjugend. Zugleich war er Leiter der Arbeitsstelle für Jugendpastoral der Deutschen Bischofskonferenz und Rektor im Jugendhaus Düsseldorf. Jetzt ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

Walter Böcker bleibt dem BDKJ unter Anderem als Versöhner in Erinnerung. Er fungierte als Schlichter in einem Konflikt zwischen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) und der Deutschen Bischofskonferenz im Jahr 1978. Dabei verlor er nie die Belange der Jugend in der Kirche aus dem Blick und thematisierte schon früh in seiner Amtszeit das Spannungsfeld zwischen jungen Menschen und der Institution Kirche: „Das Problem ‚Jugend und Kirche‘ ist zu einem der größten Probleme der Kirche überhaupt geworden! Viele junge Menschen sehen in der konkret erlebten Kirche eher eine Behinderung für ihren Glauben als eine Hilfe. Für viele ist Kirche eine Institution, die die Freiheit des Menschen eher einschränkt, als dass sie sie ermöglicht und für die Freiheit des Menschen eintritt.“ Seine Diagnose gilt uneingeschränkt bis heute.

In die Amtszeit Böckers fielen die umstrittene Teilnahme des BDKJ an den 10. Weltfestspielen der Jugend in Ost-Berlin (1973), der Besuch Dom Helder Camaras auf der BDKJ-Hauptversammlung (1977) und das erste Weltfriedensgebet des BDKJ (1980) sowie die Gründung der GEPA, an der der BDKJ beteiligt war und noch heute Mitgesellschafter ist. Die GEPA ist heute Europas größtes Fair-Handelsunternehmen und ihre Gründung trug maßgeblich zu der Bewegung bei, den Fairen Handel in Deutschland zu stärken.

Der BDKJ-Bundesvorstand vertraut darauf, dass Walter Böcker nun ganz in der Liebe Gottes geborgen ist und wird dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

 

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