Digitale Lebenswelten

Kinder und Jugendliche wachsen in einer Lebenswelt auf, die sich nur noch schwerlich in zwei voneinander getrennten Sphären, einer analogen und einer digitalen, beschreiben lässt. Vielmehr durchdringt das Digitale alle Lebensbereiche, zum Beispiel die Schule in Form von digitalen Lernformen und Recherchemöglichkeiten im Netz, aber auch die außerschulische Jugendbildung und die Jugendverbandsarbeit, wie sie in den Verbänden des BDKJ gestaltet wird.

Daraus ergeben sich für die konkrete Arbeit vor Ort mit jungen Menschen als auch für das jugendpolitische Engagement der Verbände viele Fragestellungen, die sich innerhalb eines weiten Feldes zwischen netz- und medienpolitischen Anliegen, medienpädagogischen Ansätzen, medienethischen Perspektiven als auch Herausforderungen an den Jugendmedienschutz bewegen.

Auftrag der BDKJ-Hauptversammlung 2016 an die eingesetzte Arbeitsgruppe war deshalb zum einen die Erarbeitung einer Diskussionsgrundlage für die Verbände, damit diese sich differenziert mit dem oben skizzierten Themenfeld auseinandersetzen können. Zum anderen bereitete die AG eine medien- und netzpolitische Positionierung des BDKJ-Bundesverbandes vor, aus der Forderungen an Politik und Gesellschaft sowie Handlungsfelder für die Verbände selbst hervorgehen, die authentisch und lebensweltorientiert die Chancen und Möglichkeiten für die digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aufzeigen.

Auf der BDKJ-Hauptversammlung 2018 in Altenberg haben die Delegierten ein Grundsatzpapier zum Thema Digitalisierung verabschiedet. Zwei Jahre lang hatte die AG “Digitale Lebenswelten” das Papier „Teilhabe, Lebenswelt und Digitale Mündigkeit – unsere digitalpolitischen Grundhaltungen“ entwickelt. Der Beschluss drückt die Haltung des BDKJ zu digitalen Lebenswelten junger Menschen aus und zeigt erste Handlungsoptionen für Jugendverbände und Jugendorganisationen auf.

Die digitalpolitische Ausrichtung des BDKJ will dabei besonderen Wert darauf legen, Teilhabe zu ermöglichen, die Lebenswirklichkeit von jungen Menschen ernst zu nehmen und sie in ihrer digitalen Mündigkeit zu unterstützen. Die Entwicklung der Digitalisierung kritisch zu begleiten bedeutet für den BDKJ nicht, sie abzulehnen, sondern gemeinwohlorientierte Maßstäbe an sie anzulegen und sie so mitzugestalten, als prägenden Bestandteil in der Lebenswelt junger Menschen anzuerkennen und dies in der Weiterentwicklung der Positionen des BDKJ überall mit zu bedenken, heißt es in dem Beschluss, der sich mit Fragen des Datenschutzes, der digitalen Mündigkeit junger Menschen sowie der Medienkompetenz und Teilhabegerechtigkeit befasst.

Hier geht es zum Blog der AG Digitale Lebenswelten, der weitergeführt wird:
digitalelebenswelten.bdkj.de

Die Arbeitsgruppe Digitale Lebenswelten

Die Arbeitsgruppe setzte sich aus acht Mitgliedern und drei Expertinnen und Experten aus den Mitglieds- und Diözesanverbänden des BDKJ zusammen und wurde von Dr. Anna Grebe als Referentin und von Katharina Norpoth für den BDKJ-Bundesvorstand begleitet.

Mitglieder:

  • Martin Diem / @martin_diem
  • Marc Eickelkamp
  • Daniel Köberle / @dukros
  • Lisa Leininger
  • Kai Mungenast / @kaimungenast
  • Felix Neumann / @fxneumann
  • Christian Schnaubelt / @cschnaubelt
  • Peter Schrage / @pittschrage

 Expertinnen und Experten:

  • Johanna Elsässer / @elsaesserin
  • Maximiliane Rösner
  • Theresa Weber

Leitung:

  • Dr. Anna Grebe (Referentin) / @agrebea
  • Katharina Norpoth (Bundesvorstand) / @katharina_no

 

Kontakt

Katharina Norpoth

BDKJ-Bundesvorsitzende
norpoth(at)bdkj.de