Vielfältige Gottesbilder

Der BDKJ möchte Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, eine lebendige Gottesbeziehung zu finden, in der sie sich nicht zurückgewiesen oder minderwertig fühlen. Dazu sind Anerkennung, Wertschätzung und Förderung einer Vielfalt von Gottesbildern erforderlich. Denn wie wir von Gott sprechen, prägt auch die Art und Weise, wie wir vom Menschen denken. Einseitig männlich-patriarchale, weiße Gottesbilder erschweren Menschen den Zugang zu Gott, die sich selbst in diesen Vorstellungen nicht als Ebenbild Gottes erkennen können. Es besteht nämlich ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen unserer Beziehung zu Gott, zu unserer Mitwelt und zu uns Selbst.

Vielfalt der Gottesbilder

Hier findet ihr den Beschluss „Vielfalt der Gottesbilder“ der BDKJ-Hauptversammlung im Dezember 2021

Welches Geschlecht hat Gott?

Gott kann nicht einem Geschlecht oder einer anderen menschlichen Kategorie zugeordnet werden. Jeder Mensch ist unabhängig von Geschlecht, Sexualität und Hautfarbe ein Abbild Gottes. Auch in der Bibel finden sich neben als männlich und weiblich verstandenen Zügen Gottes auch Anknüpfungspunkte für vielfältigere Gottesvorstellungen, von denen aus sich auch ungeschlechtliche, überpersonale und unanschauliche Gottesreden entwickeln lassen.

Der BDKJ-Bundesverband hat bereits 2011 gefordert, neben den männlichen auch weibliche Gottesvorstellungen und Identifikationsfiguren stärker zu benennen (s. Beschluss „Junge Frauen willkommen? Dialogbeitrag für eine Kirche mit Zukunft“, 2011). Diese sollen nun auch um geschlechtsneutrale/-unabhängige Gottesbilder ergänzt werden.

Gott mit Genderstern?

Im BDKJ ist uns wichtig vielfältigen Gottesbildern Raum zu geben. Darum ermutigen wir alle Jugend- und Diözesanverbände, sich in ihren Strukturen mit der Vielfalt von Gottesbildern auseinanderzusetzen. Dabei geht es auch um die Frage, wie wir uns den Glauben an Jesus Christus aneignen können ohne damit patriarchale, assistische oder andere ausschließende Denkmuster in unsere Gottesvorstellung einzutragen.

Ob eine Schreibweise wie Gott* oder Gott+ dazu beiträgt, wird sicherlich auch debattiert werden. Die BDKJ-Bundesstelle lädt am 12. September zu einer Bildungsveranstaltung zum Thema ein.

Die Vielfalt der Gottesbilder in den katholischen Jugendverbänden

Einige Jugendverbände befassen sich bereits mit dem Thema.

KjG schreibt Gott+

Die KjG hat sich auf die Suche nach Gottes+bezeichnungen gemacht, die mehr umfassen, als die männlich weiße Vorstellung von Gott+. Künftig drückt der Verband seine Vorstellung vielfältiger Gottes+bilder als KjG mit einem + aus. So transportiert die KjG die Vielfältigkeit Gottes+ in ihrem Wortbild, in Schriften und Aktionen des Verbandes.  Wie wir von Gott+ sprechen, prägt auch unser Menschenbild. Die Vorstellung von Gott+ als altem, weißem Mann mit Bart greift theologisch zu kurz und erschwert vielen jungen Menschen den Zugang zu Gott+.

KSJ startet Kampagne Gott*

Die Katholische Studierenden Gemeinde (KSJ) hat anlässlich des Synodalen Weges eine Kampagne zur Schreibweise Gott* gestartet.

„Wir als KSJ fordern ein neues Gottes*bild, das mit den Vorstellungen vom alten, weißen, strafenden Mann aufräumt und Platz schafft für eine Gottes*vielfalt. Denn Gott* ist in allen Lebewesen. Ebenso fordern wir, dass auch im synodalen Weg ein modernes Gottes*bild berücksichtigt wird!“

Zur Kampagne hat die KSJ Postkarten und Aufkleber veröffentlicht, die es hier zum Herunterladen und Bestellen gibt.

Kontakte

Stefan Ottersbach

BDKJ-Bundespräses
Tel. 02 11 / 46 93 - 140
ottersbach[at]bdkj.de

Andrea Melches Sekretariat

Tel. 0211 / 46 93-141
Fax 0211 / 46 93-120
melches[at]bdkj.de