Wenn Wasser nicht selbstverständlich ist

MISEREOR/BDKJ-Jugendaktion in München eröffnet
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Gemeinsam mit der Münchener Band Impala Ray feierten die Jugendlichen die Eröffnung (Bild: Claudia Hoffmann / BDKJ München und Freising).

Morgens eine warme Dusche und jederzeit frisches Wasser aus dem Hahn – was in Deutschland selbstverständlich scheint, ist für viele Menschen in der Welt noch immer nicht Realität. Die gemeinsame Jugendaktion von MISEREOR und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) nimmt in diesem Jahr unter dem Motto „Basta! Wasser ist Menschenrecht“ genau das in den Blick. In der katholischen Gemeinde St. Lantpert in München-Milbertshofen wurde die MISEREOR/BDKJ-Jugendaktion am Samstag (17. Februar) eröffnet.

Der Nachmittag in St. Lantpert begann mit einem Workshop-Programm, bei dem sich die Teilnehmenden vielfältig mit dem Thema Wasser auseinandersetzen. Zusammen mit Pater Frederick D'Souza, dem Direktor der Caritas Indien, feierten die Jugendlichen gemeinsam Gottesdienst. Die Eröffnung endete mit einem Auftritt der Münchner Band „Impala Ray“.

Die Jugendaktion nimmt beispielhaft das Projekt JEEVAN der MISEREOR-Partnerorganisation Caritas Indien in den Blick. Im Dorf Barhanpur haben die Menschen ihr Problem einer fehlenden Wasserversorgung selbst in die Hand genommen. In diesem Projekt waren auch junge Menschen stark involviert. „Bei der Jugendaktion erfahren junge Menschen, was sie gegen Ungerechtigkeiten konkret tun können und sie sehen, dass ihr Einsatz eine Menge bewegt“, erläutert der BDKJ-Bundespräses Pfarrer Dirk Bingener bei der Eröffnung. „Das gilt für das diesjährige Beispielland der Jugendaktion Indien genauso wie für junge Menschen in Deutschland.“

Obwohl die Vereinten Nationen Wasser als Menschenrecht längst anerkannt haben, fehlt vielen Menschen immer noch der Zugang zu sauberem Wasser. Die bei der Jugendaktion engagierten Jugendlichen möchten auf diese Ungerechtigkeit hinweisen und auch ihre Gewohnheiten im Umgang mit Wasser überdenken. „Leitungswasser hat bei uns Trinkwasserqualität. Trotzdem kaufen auch viele Pfarreien, Jugendgruppen und Schulen teures Mineralwasser oft von großen Getränkekonzernen und kommerzialisieren so das Menschenrecht auf Wasser“, kritisiert Thomas Antkowiak, Geschäftsführer bei MISEREOR.  „Oft sind es die gleichen Konzerne, die anderenorts den Menschen das lebenswichtige Wasser abgraben.“

Die MISEREOR/BDKJ-Jugendaktion bereitet das Thema Wasser jugendgerecht auf. Auf www.jugendaktion.de sind verschiedene Materialien für den Einsatz in Schule und Jugendgruppe verfügbar.

Bereits seit 1977 organisieren MISEREOR und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gemeinsam eine Jugendaktion während der Fastenzeit. Mehr auf www.jugendaktion.de.  

Eröffnung der Jugendaktion

In diesem Jahr thematisiert die Jugendaktion das Thema Wassergerechtigkeit (Bild: Claudia Hoffmann / BDKJ München und Freising).

Eröffnung der Jugendaktion

In St. Lantpert wurde bei der Eröffnung der Jugendaktion gemeinsam Gottesdienst gefeiert (Bild: Claudia Hoffmann / BDKJ München und Freising).

Eröffnung der Jugendaktion

Gemeinsam mit der Münchener Band Impala Ray wurde gefeiert (Bild: Claudia Hoffmann / BDKJ München und Freising).

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