Aus dem BDKJ

Betroffenenbeteiligung in der Begleitgruppe des Forschungsprojektes zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt

Für das unabhängige Forschungsprojekt zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt durch das IPP München und Dissens e.V. wird eine Begleitgruppe eingerichtet, die das Vorhaben partizipativ unterstützt. Ein zentraler Bestandteil – entsprechend den Standards zur Betroffenenbeteiligung der UBSKM – ist die Einbindung von Betroffenen, für die noch zwei Plätze besetzt werden sollen. Die Personen müssen dabei nicht zwingend aus dem BDKJ-Kontext stammen. Die Gruppe tagt ca. zweimal jährlich vornehmlich digital, um aufarbeitungsrelevante Fragen zu besprechen, Strategien zur Gewinnung von Interviewpartner*innen zu entwickeln sowie (Zwischen-)Ergebnisse zu diskutieren. Als Bundesvorstand treffen wir hierbei keine eigene Auswahl, sondern leiten mögliche Kontakte direkt an das Forschungsteam weiter.

Da wir die Vorschläge bis Mitte September übermitteln möchten, freuen wir uns über kurzfristige, vertrauliche Rückmeldungen oder Hinweise an Volker Andres (andres@bdkj.de).

Jetzt noch mitmachen: Faire Woche 2026: Fair handeln – Vielfalt erleben

Vom 11. bis 25. September 2026 steht die Faire Woche unter dem Motto „Fair handeln – Vielfalt erleben“ mit besonderem Fokus auf junge Menschen. Das passt stark zu uns: globale Gerechtigkeit, junge Perspektiven und Engagement vor Ort gehören mitten in die Jugendverbandsarbeit.

Mitmachen ist einfacher, als es klingt: Auf der Website findet ihr Infos zur Fairen Woche 2026, einen Ideenpool für Aktionen und viele Materialien zum Beispiel Hintergrundbroschüre, Rezeptheft, Plakate, Sharepics und Vorlagen für Social Media. Ob faires Frühstück, Kleidertausch, Filmabend, Infostand, Gemeindeaktion oder Gruppenstunde: Es gibt viele Formate, die sich gut vor Ort umsetzen lassen.

Macht sichtbar, wie vielfältig Fairer Handel im BDKJ gelebt wird. Es wäre stark, wenn wir als BDKJ in der Fairen Woche breit dabei sind!

FSJ-Jahrgang 2025/26 endet – jetzt die Zukunft der Jugendfreiwilligendienste sichern!

Der BDKJ zieht eine positive Bilanz des Jahrgangs 2025/26 im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Über 6.000 junge Menschen haben sich zwischen September 2025 und August 2026 im FSJ bei katholischen Trägern engagiert. Zusammen mit dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) setzen sich jedes Jahr gut 12.000 Freiwillige bei BDKJ und Caritas für ihre Nächsten ein. „Das großartige, tatkräftige Engagement in dieser besonderen Kombination aus Lernen und Engagement wissen wir sehr zu schätzen. Für diesen unermüdlichen, freiwilligen Einsatz danken wir ausdrücklich!“, stellt BDKJ-Bundesvorsitzender Henner Gädtke heraus. Freiwilligendienstleistende erhalten kein Gehalt, sondern lediglich ein monatliches Taschengeld von wenigen hundert Euro. 

Der nun startende FSJ-Jahrgang 2026/27 erfährt nach den Kürzungen der Bundesfördermittel ab 2024 eine deutliche Steigerung ab dem Haushaltsjahr 2026.

Das ungebrochene Engagement von Freiwilligendienstleistenden wird aber von der Debatte über Pflichtdienste und einen möglichen Zivildienst in den Schatten gestellt. „Wir wünschen den neuen FSJler*innen einen guten Start in ihren Dienst! Jeder junge Mensch hat gute Rahmenbedingungen für seinen Freiwilligendienst verdient, von denen bei über 100.000 Dienstleistenden am Ende die gesamte Gesellschaft und unsere Demokratie profitieren werden. Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen!“, erläutert Gädtke. Hierzu gehören für den BDKJ unter anderem die dauerhafte Sicherung der Finanzierung aller Freiwilligendienste im In- und Ausland, die Anhebung der monatlichen Bundesförderung sowie Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern, Taschengeldzuschüsse für die Jugendfreiwilligendienste zu etablieren und so ein Freiwilligengeld zu ermöglichen, dass den Lebensunterhalt sicherstellt. 

Mehr auf bdkj.de. 

BDKJ zeichnet Forderungspapier Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz mit

Angesichts der aktuellen Diskussionen um die mögliche Reaktivierung der Wehrpflicht und die damit verbundene Wiedereinführung eines modifizierten Zivildienstes stellen sich grundsätzliche Fragen zur Positionierung der Freiwilligendienste.

Mit dem geplanten Bundesgesellschaftsdienstegesetz soll zwar das Verhältnis zwischen einem neuen Zivildienst und dem Bundesfreiwilligendienst geregelt werden – doch die Jugendfreiwilligendienste (FSJ, FÖJ und IJFD), die zivilgesellschaftlich tief verankert sind und hohe Akzeptanz genießen, drohen dabei in den Hintergrund zu geraten.

Die Jugendfreiwilligendienste leisten einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe, stärken die soziale Infrastruktur und fördern demokratische Resilienz. Gerade in Zeiten multipler globaler Krisen ist ihr Potenzial für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unersetzlich. Um dies zu sichern, fordert der BDKJ gemeinsam mit den verbandlichen Zentralstellen der Freiwilligendienste ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz.

Weitere Informationen unter bak-fsj.de.

Schaffen wir die 100k? Solidarität nicht kaputtsparen: Jetzt zählt eure Stimme!

Am 8. September beginnt im Bundestag die Beratung über den Bundeshaushalt 2027. Gleichzeitig drohen weitere Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe, obwohl immer noch viel zu viele Menschen weltweit unter Hunger und Krisen leiden und auf diese Mittel angewiesen sind. Was das konkret bedeutet? Weniger Lebensmittel, Medikamente, Bildung und Schutz für Menschen in Krisen.

Für uns im BDKJ sind Menschen würde und internationale Solidarität keine Restposten im Haushalt. Helft mit, die 100.000 Unterschriften zu erreichen: Petition bei Misereor unterschreiben und in euren Gruppen, Verbänden und Netzwerken weiterleiten.

Einen Info-Post zum Verbreiten auf Social Media findet ihr auf nextcloud.bdkj.de.

nach oben

Veranstaltungen

Streitgespräch „Wie viel Religion verträgt und braucht die Demokratie?" am 16. September in Heilbronn

Säkularisierung, Kirchenaustritte und wachsende Vielfalt stellen das Verhältnis von Religion und Staat vor neue Fragen: Braucht eine freiheitliche Gesellschaft ethische Impulse aus dem Glauben – oder gelingt Demokratie nur strikt säkular?

Über diese Spannungsfelder diskutiert BDKJ-Bundesvorsitzender Volker Andres gemeinsam mit Philipp Möller (Zentralrat der Konfessionsfreien) am 16. September um 19 Uhr bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Die Veranstaltung findet in Heilbronn statt.

Mehr zur Veranstaltung und Anmeldung unter https://shop.freiheit.org.

Fach- und Vernetzungsveranstaltung „Jugend und politischer Backlash – Ursachen verstehen, Antworten finden“ am 2. Oktober in Berlin

Junge Menschen werden häufig in Stereotypen beschrieben – mal als klimaengagiert und aktivistisch, mal als politisch passiv oder rechtspopulistisch orientiert. Die Forschung zeichnet jedoch ein deutlich komplexeres Bild: Politische Einstellungen und politisches Engagement junger Menschen sind stark ausdifferenziert und werden von vielen Faktoren geprägt, darunter politische Sozialisationserfahrungen, wirtschaftliche Zukunftsaussichten, Geschlechterrollen und digitale Informationsräume.

Die Fach- und Vernetzungsveranstaltung „Jugend und politischer Backlash – Ursachen verstehen, Antworten finden“ am 2. Oktober am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) greift diese Dynamiken auf und bringt Fachleute aus Ministerien, Think Tanks, Verbänden und Forschung miteinander ins Gespräch. In drei Fachpanels werden unterschiedliche Erklärungsansätze diskutiert.

Die Fachtagung wird gemeinsam vom WZB, der Allianz Foundation und der Bertelsmann Stiftung veranstaltet.

Mehr Infos gibt es auf events.wzb.eu.

nach oben

Infobox

Hoffnungswort 2027 gesucht: Einsendungen ab sofort möglich

Das bundesweite Ökumenische Netzwerk „Eine Erde“ lobt zum 1. September ein jährliches „Hoffnungswort“ aus. Zum Auftakt der neuen Aktion sind ab heute alle Menschen in Deutschland aufgerufen, Wörter einzureichen, die Mut machen, Zuversicht stiften und zeigen, dass ein gerechter sozial-ökologischer Wandel gelingen kann. Einsendeschluss für das „Hoffnungswort 2027“ ist der 31. Mai 2027. Der Startschuss der Aktion fällt bewusst auf den Beginn der ökumenischen Schöpfungszeit am 1. September (läuft bis 4. Oktober).

Ob Klimakrise, Kriege oder wirtschaftliche Unsicherheit: Die öffentliche Debatte wird von Krisenbegriffen dominiert. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese Wahrnehmung häufig nicht mit der tatsächlichen Faktenlage übereinstimmt. Der schwedische Statistiker und Mediziner Hans Rosling wies nach, dass ein großer Teil der Menschen in Europa den Zustand der Welt und die Bereitschaft zum Klimaschutz deutlich zu negativ einschätzt. Rosling erklärte diese systematische Fehleinschätzung mit tief verwurzelten menschlichen Wahrnehmungsmustern, darunter dem sogenannten „Negativitäts-Instinkt“ (negativity bias): der Tendenz, negative Nachrichten stärker zu gewichten und Fortschritte in Gesundheit, Bildung und Lebensstandard dabei zu übersehen.

Auch in Deutschland zeigt sich dieses Muster. Eine aktuelle Studie der Leuphana Universität Lüneburg und der Ruhr-Universität Bochum ergab, dass die deutsche Politik die Zustimmung der Bevölkerung zu wirksamen Klimaschutzmaßnahmen erheblich unterschätzt. Besonders groß war die Fehleinschätzung bei Steuern und Gesetzen zum Klimaschutz sowie bei der Bereitschaft der Bevölkerung, ein Prozent des eigenen Einkommens für den Klimaschutz beizutragen – hier lag die tatsächliche Zustimmung um ein Vielfaches höher, als die Befragten aus der Politik vermuteten. Bemerkenswert ist zudem, dass diese sogenannte „pluralistische Ignoranz“ in der Politik noch ausgeprägter war als in der Bevölkerung selbst, die ebenfalls – wenn auch in geringerem Ausmaß – die Unterstützung für Klimaschutz unterschätzt. Die Forschenden werten dies als bedeutsame Hürde für wirksame Klimapolitik: Wer glaubt, für strengere Maßnahmen keine Mehrheit zu haben, wird zögern, sie überhaupt vorzuschlagen.

Zusätzlich entsteht aus einem negativen Weltbild die Gefahr einer „erlernten Hilflosigkeit“, also der (falschen) Überzeugung von Machtlosigkeit und Vergeblichkeit.

Mehr Infos gibt es auf netzwerk-eine-erde.de. Vorschläge können bis zum 31. Mai 2027 über dieses Formular eingereicht werden.

nach oben

Stellenangebote

BDKJ - Bundesvorsitzende

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sucht zum 20. September eine* Bundesvorsitzende*. Es handelt sich um ein Wahlamt mit dreijähriger Amtszeit. Die Wahl findet während einer außerplanmäßigen Hauptversammlung am 20. September statt.
Dienstsitz: Berlin. 100% Stellenumfang.

Bewerbungsschluss: nicht angegeben

Stellenausschreibung

SoFiA – Soziale Friedensdienste im Ausland e.V.

SoFiA – Soziale Friedensdienste im Ausland e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Bildungsreferent*in für internationale Freiwilligendienste.
Dienstsitz: Trier. 100% Stellenumfang.

Bewerbungsschluss: 8. September 2026

Stellenausschreibung

nach oben

Bildnachweise

Schaffen wir die 100k? Solidarität nicht kaputtsparen: Jetzt zählt eure Stimme!: (Screenshot Oxfam-Webseite)
BDKJ Logo