Vorwort
Liebe Sternsinger*innen, liebe Begleiter*innen, liebe Jugendverbandler*innen und Engagierte für eine gerechtere Welt!
Ich freue mich sehr, seit dem letzten Jahr im BDKJ-Bundesvorstand für die Aktion Dreikönigssingen verantwortlich zu sein. Für mich ist das etwas ganz Besonderes, denn ich war selbst viele Jahre Sternsingerin. Gemeinsam losziehen, den Segen bringen, Spaß haben und dabei etwas bewegen, hat mir immer viel Spaß gemacht. Diese Mischung aus Gemeinschaft, Verantwortung und Freude durfte ich in diesem Jahr bei den vielen Veranstaltungen mit euch erleben.
In diesem Jahr steht unsere Aktion unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit.“ Die Geschichte von Nour aus Bangladesch zeigt, wie wichtig das Thema ist: Sie musste früh arbeiten und wird nun von einer lokalen Partner*innenorganisation begleitet, sodass sie wieder zur Schule gehen kann. Nour erzählt voller Freude vom Lernen und davon, dass sie später einmal Anwältin werden möchte, um sich für andere stark zu machen. Ihre Energie und Hoffnung beeindrucken mich sehr. Mit eurem Engagement unterstützt ihr Kinder weltweit. Ihr macht deutlich: Kein Kind sollte arbeiten müssen – jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und Zukunft.
Danke, dass ihr euch einsetzt, Verantwortung übernehmt und zeigt, wie stark Jugend(verbands)arbeit ist. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen des Newsletters und eine gesegnete Sternsinger*innenzeit.
Herzliche Grüße Eure Danni BDKJ-Bundesvorsitzende
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Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Weltweit müssen Millionen Kinder arbeiten – oft schon in sehr jungem Alter. Sie arbeiten in Werkstätten, Fabriken oder auf Feldern, weil ihre Familien sonst nicht überleben könnten. Kinderarbeit bedeutet aber auch: Keine Zeit zum Lernen, kaum Chancen auf Bildung und ein großes Risiko für Gesundheit und Entwicklung.
Die Weltgemeinschaft hat sich das Ziel gesetzt, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden. Doch dieses Ziel wurde verfehlt: 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten – 54 Millionen von ihnen sogar unter besonders gefährlichen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit landen auch hier bei uns in den Regalen.
Unsere Partner*innenorganisationen setzen sich weltweit dafür ein, dass Kinder nicht schuften müssen, sondern lernen können. Sie holen Kinder wieder in die Schule, bieten Förderkurse an und unterstützen Jugendliche dabei, Abschlüsse nachzuholen. Gleichzeitig machen sie Eltern, Betriebe und Behörden auf Kinderrechte aufmerksam. Denn nur wenn Kinder geschützt sind und Bildung bekommen, durchbricht man den Kreislauf aus Armut, Kinderarbeit und fehlenden Chancen.
Mit eurem Einsatz als Sternsinger*innen unterstützt ihr diese Arbeit vor Ort. Mehr Infos dazu findet ihr im Werkheft 2026.
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Im Fokus: Beispielprojekte in Bangladesch
Bangladesch ist das Beispielland der Aktion Dreikönigssingen 2026. Dort leben rund 167 Millionen Menschen – etwa ein Drittel von ihnen in Armut. Viele Familien sind auf das Einkommen ihrer Kinder angewiesen. Deshalb brechen Kinder oft die Schule ab und beginnen zu arbeiten. Trotz Fortschritten schuften in Bangladesch noch immer rund 1,8 Millionen Kinder, davon 1,1 Millionen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen.
Zwei Projekte zeigen, wie unsere Partner*innenorganisationen helfen: - Caritas Bangladesch unterstützt Kinder und Jugendliche aus armen und benachteiligten indigenen Gemeinschaften. Sie ermöglicht Schul- und Berufsbildung und sensibilisiert Eltern dafür, wie wichtig Bildung für die Zukunft ihrer Kinder ist.
- ARKTF (Abdur Rashid Khan Thakur Foundation) befreit in der Region Jessore Kinder und Jugendliche aus gefährlichen Arbeitsverhältnissen und begleitet sie zurück in Schule oder Ausbildung. Gleichzeitig informiert ARKTF Familien, Arbeitgeber und Behörden über Kinderrechte.
Luca, unser Projektreferent für die Aktion Dreikönigssingen, war gemeinsam mit einer Delegation des Kindermissionswerks in Bangladesch unterwegs. Er hat Projekte und Fabriken vor Ort besucht und ist mit den Projektpartner*innen ins Gespräch gekommen. Dabei haben ihn die Begegnungen mit den Kindern sehr bewegt – besonders die Lebensfreude der Kinder, die trotz schwieriger Lebenssituationen Momente des Spielens und Lachens genießen. Ausführliche Eindrücke seiner Reise findet ihr in den BDKJ-Instagram-Highlights.
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1.000 Sternsinger*innen eröffnen in Freiburg die 68. Aktion Dreikönigssingen
„Wir wollen Segen bringen, Segen sein“ schallte es lautstark über den Platz der Alten Synagoge in der Freiburger Innenstadt. Rund 1.000 Sternsinger*innen und ihre 200 Begleitenden riefen bei der bundesweiten Eröffnung der 68. Aktion Dreikönigssingen ihren Slogan in den Freiburger Himmel und machten deutlich, warum sie in den kommenden Tagen unterwegs sein werden. „Als Königinnen und Könige setzt ihr euch dafür ein, dass Kinder, denen es nicht so gut geht, in einer besseren Welt aufwachsen können. Ihr macht euch dafür stark, dass Kinder nicht mehr arbeiten müssen, sondern zur Schule gehen und ihre Potenziale entfalten können“, sagte Erzbischof Stephan Burger, der sich über den Aktionsauftakt in seinem Erzbistum freute.
Mit einem Wortgottesdienst im Freiburger Münster wurde die Aktion Dreikönigssingen am Nachmittag offiziell eröffnet. Mit Luftschlangen, Musik und unter den Rufen „Segen bringen, Segen sein“ der vielen kleinen Majestäten eröffneten Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, und Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), als Vertreter der bundeweiten Aktionsträger das 68. Dreikönigssingen.
Den ausführlichen Bericht gibt es hier: 1.000 Sternsinger*innen eröffnen in Freiburg die 68. Aktion Dreikönigssingen
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Drei Königinnen bringen Gaben zum Altar im Petersdom
„Das war unglaublich, ich kann das immer noch nicht ganz realisieren. Es hat sich angefühlt, als wären wir richtig berühmt.“ Kurz nach der Neujahrsmesse im Vatikan schildert die 14-jährige Mia aus dem Bistum Münster überglücklich ihre Eindrücke von einem wahrlich großen Erlebnis. In ihren festlichen Gewändern und mit glänzenden Kronen hatten die Sternsingerinnen Mia und Anna (13) aus Marl gemeinsam mit der österreichischen Sternsingerin Clara (14) aus dem Burgenland die Gaben zu Papst Leo XIV. an den Altar im Petersdom gebracht.
Den ausführlichen Bericht gibt es hier: Drei Königinnen bringen Gaben zum Altar im Petersdom
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt 20 Sternsinger*innen im Schloss Bellevue
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender haben am heutigen Dreikönigstag Sternsinger*innen im Schloss Bellevue empfangen. Um 11 Uhr schrieben die Königinnen und Könige aus dem Erzbistum Paderborn den Segen „20 * C + M + B + 26 – Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus im Jahr 2026“ an das große Portal des Schlosses. Die elf Mädchen und neun Jungen aus der Pfarrei St. Ewaldi in Dortmund-Aplerbeck waren stellvertretend für alle engagierten Königinnen und Könige, die in diesen Tagen deutschlandweit Spenden für benachteiligte und Not leidende Kinder in aller Welt sammeln, nach Berlin gereist.
Den ausführlichen Bericht gibt es hier: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt 20 Sternsinger*innen im Schloss Bellevue
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108 Sternsinger*innen im Bundeskanzleramt
„Ganz herzlichen Dank dafür, dass Ihr diesen Dienst tut für andere Kinder auf der Welt und natürlich auch für die Menschen in Euren Pfarreien, die sich freuen, wenn um den Dreikönigstag die Sternsinger vorbei kommen und die Häuser segnen.“ Minister Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, hieß am Dienstagnachmittag in Vertretung von Bundeskanzler Friedrich Merz die Sternsingerinnen und Sternsinger in Berlin willkommen und fand viele lobende Worte für die engagierten Kinder und Jugendlichen. Der Bundeskanzler war wegen eines wichtigen politischen Termins in Paris kurzfristig verhindert, ließ von seinem Vertreter aber wertschätzende Grüße ausrichten.
Den ausführlichen Bericht gibt es hier: 108 Sternsinger*innen im Bundeskanzleramt
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Segen, Schnee und viele strahlende Gesichter in Wicker
Auch die KjG Wicker aus dem Bistum Limburg hat sich in diesem Jahr wieder an der Aktion Dreikönigssingen beteiligt und uns durch ihren Tag mitgenommen. 23 Kinder, begleitet von 12 Betreuer*innen, waren am 2. Januar in Wicker und Massenheim unterwegs, brachten den Segen zu den Menschen und sammelten Spenden für Kinder weltweit.
Gestartet wurde mit einer Segensfeier im Gemeindezentrum, bevor sich die Gruppen auf den Weg machten. Mittags gab es ein warmes, selbst gekochtes Essen, und am Nachmittag kehrten alle nach und nach zurück. Beim Aufteilen der Süßigkeiten und beim Geldzählen klang der Tag fröhlich aus. Schnee und Sonne sorgten für eine besonders schöne Winterstimmung und gute Laune bei allen Beteiligten.
Aus der Gruppe heißt es: „Ich mache bei der Sternsingeraktion mit, weil ich es schön finde, gemeinsam mit anderen etwas Gutes zu tun. Es motiviert mich jedes Jahr aufs Neue zu sehen, wie viel Freude wir den Menschen bringen.“ – Fini, 21 Jahre (Organisatorin der Aktion)
„Das Gemeinsame, von Tür zu Tür zu gehen und das Lächeln der Menschen zu sehen.“ – Leah, 11 Jahre
„Den Kindern, denen es nicht so gut geht, helfen zu können.“ – Emilia, 12 Jahre
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Sternsinger*innen im ZDF
In diesem Jahr hat das ZDF einen Fernsehgottesdienst zur Aktion Dreikönigssingen aus der Gemeinde St. Dionysius in Herne in Zusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk und dem BDKJ ausgestrahlt. Ein besonderes Element war der Kinderchor. In der Predigt berichteten zwei Vertreter der Pfarrei von ihren Erfahrungen während einer Projektreise nach Bangladesch. Der Gottesdienst kann hier nachgeschaut werden.
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