Berlin: Ein Haus für die katholische Jugend

„Ludwig-Wolker-Haus“: Spatenstich für erste Begegnungsstätte in Berlin.
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Noch ist außer Erde nicht viel zu sehen, hier auf dem Grundstück an der Heinrich-Heine-Straße, direkt am ehemaligen Mauerstreifen in der Mitte Berlins. 2012 wird an dieser Stelle ein Unikum stehen: Einige Bauherrinnen und -herren, darunter der BDKJ-Bundesvorsitzende Dirk Tänzler, setzten jetzt den Spatenstich für die erste internationale Jugendbegegnungsstätte der katholischen Jugend in Berlin.

2012 soll mit dem Ludwig-Wolker-Haus hier ein Gästehaus mit 105 Betten, Übernachtungs- und  Tagungsmöglichkeiten sowie Bildungs- und Begegnungsangeboten fertig gestellt sein. Und es wird Sitz des Berliner Büros des BDKJ-Bundesvorstandes. „Wir freuen uns sehr, dass es bald eine Begegnungsstätte und eine Anlaufstation für die katholischen Jugendverbände in der Bundeshauptstadt geben wird“, so Dirk Tänzler. Der BDKJ Bundesvorstand ist neben dem Erzbistum Berlin und dem BDKJ im Erzbistum Berlin Mitträger des Hauses. Inhaltlich werden die Schwerpunkte der Veranstaltungen auf interreligiöser und interkultureller Begegnung, sozialer und politischer Bildung sowie der Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sein.

Ein halbes Jahrhundert Anlaufzeit

Fast 60 Jahre brauchte es von der ersten Idee bis zum Spatenstich. Bereits 1952, beim 75. Katholikentag in Berlin, sammelten Gläubige für die Idee. Seit 1959 kümmert sich der „Katholisches Jugendhaus Berlin (Ludwig-Wolker-Haus) e.V.“ um das Anliegen und die dafür eingegangenen Spenden. Der Bau der Berliner Mauer 1961 ließ das Haus in weite Ferne rücken, aber auch nach dem Fall der Mauer 1989 vergingen weitere 20 Jahre mit Planungen, mit der Suche nach einem Grundstück und Unterstützern.

Mittlerweile gehören dem „Ludwig-Wolker-Haus-Verein“, Vertretungen aus dem Erzbischöflichen Ordinariat Berlin, dem BDKJ-Bundesvorstand, dem BDKJ-Diözesanverband im Erzbistum Berlin und weitere Personen des kirchlichen und öffentlichen Lebens an. Als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe realisiert der Verein schon jetzt jährlich rund zehn internationale Jugend- und Fachkräftebegegnungen mit Partnern vornehmlich in Osteuropa. Finanziell unterstützt wird das Haus-Projekt unter anderem vom Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken, vom Erzbistum Berlin, katholischen Hilfswerken, der „Stiftung Deutsche Jugendmarke“, Fördergeldern aus dem Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Kreuzberger Pfarrgemeinde St. Bonifatius unterstützt das Projekt mit einem zinsgünstigen Darlehen.

Wer war Ludwig-Wolker?

Und so kamen zum ersten Spatenstich der Generalvikar des Erzbistums Berlin, Prälat Ronald Rother, Norbert Eckervogt (Vorsitzender des Ludwig-Wolker-Haus e.V.), Hermann Fränkert-Fechter (Vizepräsident des Bonifatiuswerks), Andrea Köhler für den BDKJ-Diözesanvorstand und Dirk Tänzler für den BDKJ-Bundesvorstand.

Der Name des Hauses geht übrigens auf Prälat Ludwig Wolker (1887-1955) zurück, der die katholische Jugendverbandsarbeit in Deutschland prägte. In der NS-Zeit protestierte er gegen das herrschende Unrecht, von 1947-1952 war er erster Präses des BDKJ.  

Weitere Infos gibt es unter: www.ludwig-wolker-haus-berlin.de

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