Initiative "arbeit für alle" des BDKJ

Der Verein "zur Förderung von Projekten der Jugendberufshilfe im Bereich katholischer Jugend- und Jugendverbandsarbeit sowie neuer Formen von Arbeit", besser bekannt als "arbeit für alle e.V. (afa)", ist eine Initiative des BDKJ, Bund der deutschen katholischen Jugend. Der Verein und die Initiative wurden im Jahr 1984 von Mitgliedern der BDKJ-Hauptversammlung gegründet.

Die strukturelle und inhaltliche Verknüpfung von kirchlicher Jugendsozialarbeit und Jugendverbandsarbeit wird auf der Bundesebene durch den afa gewährleistet. Der afa macht es sich zur Aufgabe, die Interessen, die Lebenswirklichkeiten sowie die Lebenslagen der Jugendlichen aus allen Milieus wahrzunehmen und zu thematisieren. Er ergänzt damit das Erreichen junger Menschen durch die Mitgliedsverbände des BDKJ. Ziel ist, die Partizipation aller Jugendlichen im Blick zu halten und für alle Lebensbereiche zu ermöglichen. Hierzu bedarf es einer parteischen Jugendarbeit für Benachteiligte. Die Initiative soll gewährleisten, dass die Interessen der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit nicht in einen Gegensatz gestellt und die Interessen der erreichten Zielgruppen nicht in Konkurrenz zueinander wahrgenommen werden.

Der afa soll hierbei Gewähr dafür bieten, dass die jugendverbandliche Seite ihre Möglichkeiten in der Interessensvertretung und in der Lobbyarbeit im Schwerpunkt auch für benachteiligte Jugendliche und für die Schaffung bzw. den Erhalt ihrer Perspektiven einsetzt. Die Initative "arbeit für alle" bietet Gewähr dafür, dass im BDKJ die Interessen Benachteiligter entsprechend Berücksichtigung finden können und der BDKJ in Fragen der Jugendsozialarbeit seine Möglichkeiten zur Mitgestaltung nutzen kann. Hierdurch werden nicht Eigeninitiativen von Verbänden ersetzt, sondern gebündelt und qualifiziert.

Die Mitgliederstruktur des afa schafft in der jetzigen Form schon einen guten Ansatz zu einer Verbindung zwischen Jugendverbandsarbeit und den Einrichtungen der Jugendberufshilfe. In der Mitgliederversammlung nehmen von der BDKJ-Hauptversammlung gewählte Vertreter*innen der jugendverbandlichen Seite sowie Einrichtungen und Mulitplikatorenstellen der Jugendberufshilfe im Umfeld kirchlicher Jugendarbeit die Verantwortung wahr.

Der Josefstag als gemeinsamer Aktionstag bietet ein wichtiges Instrumentarium, das genutz wird, um die Verknüpfung zwischen Jugendverbandsarbeit, den Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und dem Handeln der Kirche zu beleben. Der Josefstag ist ein jährlich stattfindender bundesweiter, dezentraler Aktionstag, der die Jugendsozialarbeit, Jugendberufshilfe und Jugendarbeit mit kirchlichen Würden- und Funktionsträgern und der Politik ins Gespräch bringt. Ziel ist, unter wechselnden Themen die Kräfte zur Verbesserung der Lebenssituation Benachteiligter zu bündeln. Der afa realisiert den Josefstag in Kooperation mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der DBK und der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit sowie den Gemeinden und Initiativen vor Ort.

Die fachliche und fachpolitische Kooperation wird durch den afa-Kooperationskreis gestärkt, der als Arbeitstagung vom Referat der BDKJ-Bundesstelle gestaltet wird. Neben dem notwendigen Erfahrungsaustausch zwischen den Einrichtungen der Jugendberufshilfe, bildet er auch den Ausgangspunkt für verschiedene Dienstleistungen. Hierzu gehören Informationssammlung, Informationsaufbereitung, Koordination und Beratung, desgleichen auch die weit verbreiteten afa-Infos, die als wichtige "Eigenmarke" Informationen zusammenfassen. Der afa-Kooperationskreis wird auch zu regelmäßigen Gesprächen mit der Administration, der Bundesagentur für Arbeit und den Fraktionen im Deutschen Bundestag genutzt.

Politische Aktionen ergänzen das Engagement des afa und bilden einen wichtigen Punkt, an dem deutlich wird, dass sich die Jugendsozialarbeit und die Jugendverbandsarbeit gemeinsam der Herausforderung stellen, einen Beitrag zur Verbesserung des sozialen Gefüges unserer Gesellschaft und zum Erhalt der gesellschaftlichen und beruflichen Integrationsperspektiven für alle Jugendliche zu leisten.

Kontakt

Andreas Schmitz Sekretariat

Tel. 02 11 / 46 93 - 165
aschmitzbdkjde