Weltjugendtag stärkt, begeistert und motiviert BDKJ: Chance nutzen, um auch politische Signale zu senden.

„Ein begeisterndes Glaubensfest“, so resümiert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den heute in Sydney zu Ende gegangenen XXIII. Weltjugendtag. „Tausende Jugendliche sind durch den Weltjugendtag im Glauben gestärkt und ermutigt worden,

Bei großen und kleinen Gottesdiensten, Katechesen und bei den Veranstaltungen des Jugendfestivals hätten die jungen Menschen die weltumspannende und ansteckende Begeisterung für Glauben und Kirche spüren können. Mauritz: „Vor allem bei den Katechesen sind sie mit Bischöfen ins direkte Gespräch über ihren Glauben gekommen und haben auch auf teils kritische Fragen offene Antworten bekommen.“

Globalisierung der Gerechtigkeit
„Dieser Weltjugendtag hat gezeigt, dass für Jugendliche Spiritualität eine große Rolle spielt. Sie steht im Mittelpunkt des Treffens. Gleichzeitig gehören Glauben und Handeln untrennbar zusammen. Daher müssen unserer Ansicht nach Weltjugendtage in Zukunft auch politische Akzente setzen“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. „Zeugnis abzulegen für Christus heißt auch, aus der Kraft des Heiligen Geistes zu handeln. Als Christinnen und Christen haben wir den Auftrag, die Welt besser zu machen. Wir können nicht hinnehmen, dass Menschen hungern, an heilbaren Krankheiten sterben und keine Bildung bekommen. Neben der Globalisierung unserer Glaubensfreude brauchen wir eine Globalisierung des Einsatzes für Gerechtigkeit. Das sollten Weltjugendtage auch leisten.“ Für kommende Weltjugendtage fordert der BDKJ, schon im Vorfeld auf Müllvermeidung, klimaneutrale Ausrichtung und auf den Einsatz fair gehandelter Produkte zu achten.

In Sydney waren es vor allem die internationalen Zusammenschlüsse der katholischen Jugendverbände und die Caritas, die in ihren Veranstaltungen Arbeitslosigkeit, Ausbildungsmisere, Klimawandel, Hunger und AIDS/HIV thematisierten. Bei den Treffen der internationalen Christlichen Arbeiterjugend, der internationalen Schülerinnen- und Schülerverbände und der internationalen Katholischen Landjugendbewegung kamen hunderte Jugendliche zusammen. Dort haben sie unter anderem Regierungen aufgefordert, die UN-Millenniumsziele endlich umzusetzen.

Was bleibt?
Als besonders wichtig bewertet der BDKJ die „Tage der Begegnung“, bei denen die Pilgerinnen und Pilger im Vorfeld des Weltjugendtages in Sydney in australischen Diözesen zu Gast waren. „Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Weltjugendtages geworden und sollten dies auch bleiben“, so Tänzler. „Dort haben die Jugendlichen nicht nur Gastfreundschaft erfahren sondern vor allem eine andere Kultur und eine andere Kirche erlebt.“

Den Papst gesehen, Weltkirche und Gemeinschaft erlebt, internationale Freundschaften geknüpft: „Hier konnten junge Menschen Katholisch-Sein als cool erleben und spüren, dass sie zum größten Global Player der Welt gehören“, betont BDKJ-Bundespräses Mauritz. Das könne auch helfen, sich im Alltag zum Christsein zu bekennen: „Vielleicht kommen jetzt Sätze wie ,ich glaube’ oder ,ich bin katholisch’ einfacher über die Lippen.“ Messbar seien die Erfolge der Weltjugendtage nie. „Aber ich bin sicher, dass jede und jeder hier ein Erlebnis oder eine Begegnung mitnimmt, das im Glauben weiterbringt“, so Mauritz. „Wie beim Weltjugendtag 2005 in Köln haben die Jugendlichen Papst Benedikt vor allem als authentischen Glaubensboten erlebt. Er ist echt, verstellt sich nicht und das kommt gut an.“

Good bye Sydney, hola Madrid!
Der BDKJ-Bundesvorstand dankt allen, die sich in der Vorbereitung des Weltjugendtages und der Organisation der Pilger-Fahrten aus den Bistümern und BDKJ-Diözesanverbänden engagiert haben. Die Pilgerinnen und Pilger werden ihre Begeisterung jetzt nutzen, um die kirchliche Jugend(verbands)arbeit weiter mit zu gestalten. Eine der zentralen Herausforderungen sei dabei, in einer jugendgerechten Sprache glaubwürdig vom Evangelium zu erzählen und junge Menschen zu ermutigen, danach zu handeln. „Wir freuen uns sehr auf den nächsten Weltjugendtag in Madrid. Dort erwarten wir mindestens doppelt so viele Jugendliche aus Deutschland“, so Dirk Tänzler.

Der BDKJ ist Dachverband von 15 katholischen Kinder- und Jugendverbänden mit rund 650.000 Mitgliedern. Er vertritt ihre politischen, sozialen und kirchlichen Interessen. Weitere Informationen unter www.bdkj.de.

Pressekontakt in Australien: Michael Kreuzfelder  +61 431883785

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