Trippelschritt statt großer SprungBDKJ zeigt sich enttäuscht über die Ergebnisse des Bildungsgipfels. Es muss mehr um Menschen, als ums Geld gehen.

Berlin, 22. Oktober. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zeigt sich enttäuscht über die Ergebnisse des Bildungsgipfels. „Statt eines großen Sprungs haben Bund und Länder nur ein paar Trippelschritte in Richtung Bildungsrepublik gemacht

„Wie kann das Bildungssystem durchlässiger werden, wie können Jugendliche aus bildungsfernen Schichten besser gefördert werden, wie können mehr junge Menschen Zugang zu den Universitäten bekommen: Dazu fehlen konkrete Ziele“, so Hoffmeier. Bund und Länder hätten wieder mehr um Kompetenzen und Geld gerangelt, als um das Wohl von jungen Menschen im Bildungssystem. „Der Gipfel hat nicht gefragt, was Gesellschaft und Staat tun können, um Kinder und jungen Menschen im Bildungswesen zu fördern. Kinder und Jugendliche sind hier nur Zweck für Wirtschafts- und Wohlstandsförderung.“ Statt der Frage nach Definitions- und Finanzhoheit gehe es aber darum, wie künftige Generationen ihre individuelle Persönlichkeit und Fähigkeiten angemessen entwickeln könnten.

Hoffmeier weiter: „Es muss dringend etwas geschehen, damit Kinder und Jugendliche eine sichere Basis für die Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes bekommen. Das ist nur zu erreichen, wenn Starke und Schwache gefördert werden. Es bedarf einer ganzheitlichen Bildung, die den Menschen mit seiner einzigartigen Würde in den Mittelpunkt stellt. Das kann nur gelingen, wenn schulische und außerschulische Bildung gemeinsam gedacht werden. Vor allem bedarf es einer Verständigung und Vereinheitlichung in den Ländern, einer besseren Ausbildung für Lehrpersonal und eines längeren, gemeinsamen Lernens an Schulen.“

Der BDKJ ist Dachverband von 15 katholischen Kinder- und Jugendverbänden mit rund 650.000 Mitgliedern. Er vertritt ihre politischen, sozialen und kirchlichen Interessen. Weitere Informationen unter www.bdkj.de.

Pressemitteilung des BDKJ-Bundesvorstandes Nr. 31
Pressesprecher: Michael Kreuzfelder, Telefon 0211 4693155

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