Sinus: BDKJ berät ZukunftAm Wochenende suchten in Nürnberg 100 Jugendexperten aus ganz Deutschland nach neuen Wegen für die Jugendarbeit.

Düsseldorf 2. Februar. Ihre Ergebnisse waren nicht überraschend, aber sie bewegt etwas: die im vergangenen Jahr vorgestellte Sinus-Jugend-Studie. Mit der Milieustudie zeigen der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das kirchliche Hilfswerk

Dabei entwickelten junge Menschen aus allen Bereichen der Jugendpastoral auf Einladung des BDKJ-Bundesvorstands Ideen, wie die Studienergebnisse umgesetzt werden können. Das Schaffen von Freiräumen für mehr Experimente, die Auswahl von Personal nach Milieuorientierung, die Öffnung für andere Jugendliche durch flexiblere Angebote oder die Ansprache neuer Zielgruppen mit Online-Kommunikation waren nur einige der vielen Ideen des Sinus-Symposiums.

Darüber hinaus debattierten die Teilnehmenden über ein konsequentes Weiterdenken des Mitgliedsbegriffs, mehr Sprachfähigkeit in der eigenen Glaubenskommunikation oder die Frage, inwieweit Pfarrgemeinde noch Bezugspunkt für Jugendarbeit ist. Über die Ergebnisse wird die BDKJ-Hauptversammlung vom 14. bis 17. Mai beraten und konkrete Schritte beschließen.

Eines stellt BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler schon jetzt fest: „Wir werden die Jugendlichen nicht verändern können – die Jugendlichen müssen uns verändern, wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen.“ Der BDKJ-Bundesvorstand wertet das Symposium als vollen Erfolg: „Nachdem wir die Studien-Ergebnisse betrachtet und beurteilt haben, kommen wir jetzt ins Handeln“, so Tänzler. Impulse dafür lieferten auf der Fachtagung auch Prof. Dr. Michaela Pfadenhauer (Karlsruhe), Prof. Dr. Michael N. Ebertz (Freiburg) und Dr. Markus Raschke (Erzbischöfl. Jugendamt München-Freising).

Der BDKJ ist Dachverband von 15 katholischen Kinder- und Jugendverbänden mit rund 650.000 Mitgliedern. Er vertritt ihre politischen, sozialen und kirchlichen Interessen.

Mehr Infos zur Sinus-Jugend-Studie gibt es hier

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