Jüngster Katholikentag begeistert Jung, religiös, politisch: BDKJ sieht im Katholikentag Chancen, junge Menschen zu begeistern. Jugend will Spiritualität, Party und Zukunft mit gestalten.

Osnabrück, 24. Mai. Als vollen Erfolg wertet der Bund der Deutschen Katholi-schen Jugend (BDKJ) den am Sonntag in Osnabrück zu Ende gehenden 97. Katholikentag. „Das war der jüngste und jugendgerechteste Katholikentag seit langem“, so BDKJ-Bundesvorsi

Jugend für Jugend: Das Prinzip habe ein Mal mehr funktioniert. Denn der BDKJ, seine 15 Mitgliedsverbände und alle Träger katholischer Jugendarbeit haben zu-sammen mit dem Katholikentag ein attraktives Programm auf die Beine gestellt. 20.000 Jugendliche feierten mit Culcha Candela auf dem von MISEREOR, Katholi-kentag und BDKJ organisierten Konzert, 4.000 junge Christen beteten in einem alten Busdepot mit den Brüdern aus Taizé, 2.500 Sternsinger kamen zum Weltkin-derfest. Das Jugendzentrum war die ganze Zeit über sehr gut besucht.

Den Ergebnissen der Sinus-Jugend-Studie U27 entsprechend, stand für den BDKJ die Unterschiedlichkeit der Lebenswelten junger Menschen im Mittelpunkt. Die richtige Mischung aus Gebet, Politik und Party prägten die Tage. Dabei sei der Katholikentag eine wichtige spirituelle Tankstelle für junge Menschen, so BDKJ-Bundespräses Pfarrer Andreas Mauritz. „Jugendliche beten mit Herz und Hand: Sie sind fromm und tatkräftig. Das gehört für uns untrennbar zusammen“, so Mauritz, Der Katholikentag gebe jungen Menschen die Möglichkeit, jugendgerechte Antwor-ten auf ihre Fragen zu finden.

Cola-Boykott und Jugendarbeitslosigkeit
Auch die politischen Themen der katholischen Jugend kamen gut an. Einerseits bei den BDKJ-Podien zu Themen wie Grundeinkommen und Zukunft von Gesellschaft, kritischem Konsum, Ethik in der Bundeswehr oder Generationen-Gerechtigkeit. Andererseits konnte der BDKJ-Bundesvorstand vielen namhaften Politikerinnen und Politikern, darunter Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen, und kirchli-chen Würdenträgern seine Positionen vermitteln. „Jugendliche sind bereit, sich zu engagieren“, so die BDKJ-Bundesvorsitzende Andrea Hoffmeier. Das habe auch die Aktion gegen Jugendarbeitslosigkeit gezeigt. „Politik muss mehr Möglichkeiten schaffen, Jugendliche zu beteiligen.“
 
Der BDKJ dankt der Katholikentagsleitung für die gute und konstruktive Zusam-menarbeit. Vor allem, dass diese bei der Verpflegung der Gäste auf regionale und faire Produkte setzte, begrüßen die katholischen Jugendverbände. Auch Bischof Bode und sein Bistum, vor allem der BDKJ Diözesanverband Osnabrück und das bischöfliche Jugendamt, hätten eine tolle Arbeit geleistet.

Eine klare Botschaft
Der BDKJ sieht auch Verbesserungsmöglichkeiten für den Katholikentag. Einer-seits könnten noch attraktivere Orte mehr Teilnehmende anlocken. Zweitens müs-se das Programm, wie in Osnabrück begonnen, weiter konsequent konzentriert werden. „Der Katholikentag braucht eine klare Botschaft, nicht tausend. Wir wün-schen uns einen Katholikentag, der ein zukunftsweisendes Forum für Kirche und Gesellschaft in Deutschland und der Welt st, der Antworten auf zentrale Fragen gibt.“ Schon jetzt müssten die Laien beginnen, einen Zukunftsentwurf für die Kirche zu erarbeiten.

Für den Ökumenischen Kirchentag 2010 in München müsse klar sein, dass es ein eigenes Jugendzentrum gibt. „Zweitens muss der Ort offen und - anders als hier in Osnabrück - ohne Ausweiskontrollen für alle Jugendlichen zugänglich sein. Wenn wir junge Menschen erreichen wollen, dürfen wir sie nicht vor verschlossenen Tü-ren stehen lassen.“

Der BDKJ ist Dachverband von 15 katholischen Kinder- und Jugendverbänden mit rund 650.000 Mitgliedern. Er vertritt ihre politischen, sozialen und kirchlichen Inte-ressen.

Weitere Informationen unter www.katholikentag.de und www.ktcommunity.de

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, Mobilfunknummer 0178 /  795 60 99

Diesen Artikel teilen auf