Diskussion statt vorschnellem Einsatz

BDKJ lehnt den geplanten Einsatz der Bundeswehr in Syrien ab
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Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) kritisiert den geplanten Einsatz der Bundeswehr in Syrien. „Durch den weiteren Einsatz von militärischer Gewalt werden wir dem Frieden in der Region nicht näher kommen. Es braucht nicht noch mehr Kampfflugzeuge über Syrien“, erläutert der BDKJ-Bundespräses Dirk Bingener.

Bereits am Freitag soll der Bundestag über den Einsatz entscheiden. „Gerade mit Blick auf die Menschen, die schon so lange unter Krieg und Terror leiden, sind wir einer Strategie verpflichtet, die Erfolg haben kann. Was ist denn das Ziel des Einsatzes?“, kritisiert Bingener die schnelle politische Entscheidung. 

Auch für die Öffentlichkeit in Deutschland und die Soldatinnen und Soldaten sei das Ziel des Einsatzes unklar. „Die schmerzlichen Erfahrungen in Afghanistan haben gezeigt, dass mit militärischer Gewalt Friede nicht gewonnen werden kann. Es braucht vielmehr einen umfassenden Ansatz, wie Frieden im Nahen Osten ermöglicht werden kann und eine stetige Förderung des Friedensprozesses“, so Bingener. Das beinhalte die Erarbeitung und Gewichtung aller geeigneten Mittel vorzunehmen, um Frieden in der Region zu erreichen wie etwa wirtschaftliche, politische und polizeiliche Mittel. Dazu zählt beispielsweise der Kampf gegen die Finanzierung von Terrorgruppen und den Waffenhandel.  „Wir brauchen eine ehrliche und breite Diskussion statt ein vorschnelles Eingreifen. Gerade für junge Menschen ist eine transparente und gut begründete Entscheidung in diesen elementaren Fragen von Krieg und Frieden wichtig“, erläutert Bingener.   

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