Arbeitslosigkeit und Armut mit Grundeinkommen stoppenBDKJ und KAB warben auf Katholikentag für gerechten Gesellschaftsvertrag

Osnabrück.23. Mai. Die Einführung eines Grundeinkommens darf nicht zum Abbau sozia-ler Sicherungssysteme und weiteren Dumpinglöhnen führen. Darin waren sich die Bundesvorsitzenden der beiden großen katholischen Verbände BDKJ und KAB, Andrea Hoffmeie

Dies hatte der Projektleiter „Solidarisches Bürgergeld“, Herrmann Binkert, der CDU-Ministerpräsident Althaus in der Podiumsdiskussion vertrat, gefordert.
Andrea Hoffmeier machte deutlich, dass ein Grund-einkommen die Überwin-dung der Armut von Kin-dern und Familien, die Überwindung der Arbeitslosigkeit, eine grö-ßere Wahlfreiheit bei der Lebensgestaltung sowie einen Stopp der derzeitigen Privatisierung der Lebensrisiken zum Ziel hat.

Mensch ist tätiges Wesen
Einig waren sich alle vier Podiumsteilnehmer, dass der Mensch ein tätiges We-sen ist, das auch mit einem Grundeinkommen sich an der Gestaltung der Welt beteiligt. BDKJ und KAB fordern daher eine Neubewertung der menschlichen Arbeit, die derzeit von der Erwerbs-arbeit dominiert werde. In einem Kleeblatt der Arbeit, vereinigt der BDKJ die Erwerbsarbeit, die Familienarbeit, Bildung und das Bürgerschaftliche Engagement. Anders als das Garantierte Grundein-kommen der KAB und das Althaus-Modell des „Solidarischen Bürgergeld“ setzt der BDKJ auf 500 Stunden Jahresarbeit in den vier Arbeitsbereichen, um sich einen Anspruch zu erwerben. „Das Grundein-kommen ist das Instrument, damit jeder Mensch tätig werden kann, erklärte Zenker.

Unterschiedlich waren alle vier Modelle in der Höhe der Leistungen. „Das Grundeinkommen muss so hoch sein, dass keiner arbeiten muss und jeder frei seine Tätigkeit bestimmen kann“, betonte Hoffmeier. Auch Zenker sprach sich gegen ausbeuterische Tätigkeiten aus und forderte en qualitatives Wachstum sowie eine Reduzierung der Arbeitszeit., um jedem auch Erwerbsarbeit zu ermög-lichen.

In einer regen Diskussion mit dem Publikum wurde die hohe Akzeptanz eines Grundeinkommens deutlich, dessen Einführung, laut Zenker, einer gesellschaftlichen „Revolution“ gleichkäme.

Mehr Infos auf www.kab.de und www.katholikentag.de

Pressekontakt:KAB: Matthais Rabbe Tel (0178) 7722414BDKJ: Michael Kreuzfelder Tel (0179) 7956099

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