Fachkräfteaustausch nach Bosnien & Herzegowina

Seit der Unabhängigkeit Bosnien & Herzegowinas von Jugoslawien und dem Beginn des Bosnienkrieges sind 25 Jahre vergangen. Muslimische Bosniaken, orthodoxe Serben und katholische Kroaten leben heute weitgehend friedlich in Bosnien & Herzegowina zusammen. Das Land ist jedoch geprägt von innenpolitischen Spannungen, einer sozialen und wirtschaftlichen Krise, die sich unter anderem in der Abwanderung junger Menschen äußert.

Gleichzeitig gibt es zivilgesellschaftliche und kirchliche Initiativen, die sich für die Gestaltung ihrer Gesellschaft einsetzen. Auch das im letzten Jahr mithilfe der EU gegründete Westbalkan-Jugendwerk (RYCO) will den Austausch zwischen Jugendlichen stärken und damit einen Beitrag für einen dauerhaften Frieden in der Balkanregion leisten.

Um einen persönlichen Einblick in die aktuelle Situation in der Region zu gewinnen und neue Partnerstrukturen kennenzulernen, machte sich eine Delegation von zwölf Fachkräften der katholischen Jugendverbandsarbeit am 29. September 2017 auf den Weg nach Bosnien & Herzegowina. Am Ende der Reise folgte außerdem ein Aufenthalt in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Auf dem Programm des siebentägigen Fachkräfteaustauschs standen Gespräche zur heutigen politischen, sozialen und kirchlichen Situation in den beiden Ländern, Treffen mit Akteurinnen und Akteuren der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit sowie das Kennenlernen von Projekten und Initiativen insbesondere in den Bereichen katholische und interreligiöse Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit sowie zivilgesellschaftliches Engagement.

Die Erlebnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmern könnt ihr in der Dokumentation der Reise nachlesen. Die gedruckten Broschüren können auf Wunsch im Referat für internationale Jugendarbeit bestellt werden.

Eindrücke des Fachkräfteaustauschs

Der Fachkräfteaustausch wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Förderprogramm für Jugendbegegnungen GoEast von Renovabis.