Sozialpolitik

Die soziale Gestaltung der Gesellschaft

Als Dachverband der katholischen Kinder- und Jugendverbände bringt sich der BDKJ seit vielen Jahren in die Diskussion um die soziale Gestalt der Gesellschaft in Deutschland und darüber hinaus ein. Mit Blick auf die Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, ihre Bedürfnisse und ihre Lebenschancen setzt sich der BDKJ auf der Grundlage der christlichen Soziallehre für alle Kinder und Jugendlichen ein, um ihre Situation und ihre Zukunftsperspektiven und damit die Zukunftsperspektiven der Gesellschaft zu erhalten und zu verbessern.

Gerechtigkeit als grundlegendes Ordnungsprinzip der Gesellschaft bedeutet Diskriminierung aufgrund von Ungleichheiten abzubauen und für alle gleiche Lebens- und Beteiligungschancen zu schaffen. In Wahrnehmung der doppelten Option für die Armen und für die Kinder und Jugendlichen wird zum Maßstab gesellschaftlichen Handelns, in welchem Maße es zur Verbesserung der Lebenschancen der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen beiträgt. Die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft bemisst sich nicht zuletzt daran, welche Perspektiven und Zukunftschancen sie ihrer Jugend gibt. (Gemeinsames Wort der Kirchen „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit, Nr. 204).

Mit dem Beschluss „Solidarität – Chance für die Zukunft“ (2003) hat der BDKJ eine Vision eines Gesellschaftsmodells formuliert, das die Armut in Deutschland wirksam bekämpfen könnte. Basierend auf einem Grundeinkommen, das jeder Person von Geburt an zur Verfügung steht, ist das Bild einer Gesellschaft entstanden, in der soziale Sicherheit und Teilhabe in allen Lebensbereichen für alle Menschen möglich wird. Diese Vision ist ein Leitbild, an dem sich die Analyse der gesellschaftlichen und sozialen Situation in Deutschland ausrichtet und gleichzeitig Zielpunkt der politischen Einflussnahme des BDKJ.

Aktuell setzt sich der BDKJ besonders dafür ein, Jugendarmut als gesellschaftlichen, menschlichen, sozialen und politischen Skandal sichtbar zu machen. Während es bei Kindern eine steigende gesellschaftliche Wahrnehmung des Phänomens Armut gibt, wird Jugendarmut als eigenständiges Problem kaum wahrgenommen. 

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Andreas Schmitz
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