Viel Wärme beim Empfang im Kanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt 108 Sternsinger in Berlin
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Berlin, 6. Januar 2015. „Wer Sternsinger sieht, den lässt das nicht kalt, dem wird ein bisschen warm ums Herz!“ Warm und herzlich wurde es am Mittwochmorgen im Bundeskanzleramt. Eingezogen war die Schar der 108 Königinnen und Könige aus allen 27 deutschen Diözesen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sparte nicht mit Lob und Anerkennung für das Engagement der Sternsinger, die in diesen Tagen überall in Deutschland zu den Menschen ziehen und sich einsetzen für benachteiligte Kinder in aller Welt. „Ihr tut etwas unglaublich sinnvolles und ihr bringt Freunde in viele Herzen“, so die Bundeskanzlerin. „Nicht alle, die Sternsinger sind, können heute zu uns kommen. Deshalb meine Bitte: Grüßt auch die ganz herzlich, die heute nicht dabei sein können.“

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“, zitierte Kanzlerin Merkel zu Beginn ihrer Ansprache den berühmten Satz aus der Geschichte vom kleinen Prinzen. Und genau mit dieser Herzlichkeit wandte sich die Regierungschefin anschließend an die Mädchen und Jungen in ihren farbenfrohen Gewändern. „Mit einem erwärmten Herzen sieht man besonders gut und mit ihm lässt sich spüren, was einen eben nicht kalt lässt. Das ist in eurem Falle das Schicksal anderer Menschen. Menschen, die ihr vielleicht gar nicht kennt, aber über die ihr im Zuge eurer Vorbereitung sehr viel gehört habt. Und ihr hinterlasst ja nicht nur warme Herzen und Menschen, die etwas Gutes tun konnten, weil sie euch gespendet haben, sondern ihr segnet auch die Häuser.“

Dass ihr dieser Segen auch für das Bundeskanzleramt wichtig ist, machte die Kanzlerin ganz besonders deutlich: „Wir haben hier oft schwierige Entscheidung zu treffen. Und wenn man weiß, dass so ein Haus gesegnet ist, dann lassen sich diese schwierigen Entscheidungen leichter treffen.“

Ein Recht auf gesunde Ernährung

„Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ heißt das Leitwort der aktuellen Aktion Dreikönigssingen. „Alle Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf gesunde Ernährung, weil dies die Grundlage für Schulbildung und für eine gelingende Zukunft ist“, machte Pfarrer Simon Rapp, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), in seiner Rede deutlich. „Investitionen in ausgewogene Ernährung und Ernährungssicherheit sind eine wichtige Grundlage für die positive Entwicklung der Bevölkerung und der Gesellschaft: in Ländern des globalen Südens, aber auch hier bei uns.“ An die Kanzlerin richtete Rapp die Bitte: „Heute sind wir hier in ihrem Haus, um ihnen den Segen Gottes zu bringen. Ich darf sie bitten, sich auch in diesem Jahr dafür einzusetzen, dass der Einsatz der Sternsinger zum Segen wird für Kinder und Jugendliche in aller Welt.“ Pfarrer Rapp hatte die stolzen Königinnen und Könige gemeinsam mit Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, ins Bundeskanzleramt begleitet.

Gesunde Ernährung für Kinder weltweit

Passend zum Leitwort ihrer Aktion und zum Thema „gesunde Ernährung“ stellten die Sternsinger Nelia Mrosik (10), Yasper Glöckner (11) und Jakob Meilutat (10) aus den katholischen Pfarreien Salvator in Lichtenrade und St. Konrad in Falkensee in einem kleinen Theaterstück dar, warum eine ausgewogene Ernährung für Kinder überall auf der Welt wichtig ist.

Die Spende der Bundeskanzlerin durften diesmal die Mädchen und Jungen aus der Gemeinde St. Jakobus der Ältere in Nauheim (Bistum Mainz) entgegen nehmen. Sonja Eglmaier (16), Mona Görke (13), Ella Mittnacht (12) und Amelie Mittnacht (10) trugen der Kanzlerin auch den Segensspruch vor und schrieben den Segen „20*C+M+B+15“ für das Jahr 2015 im Kanzleramt an. Mit ihrer Spende für das Dreikönigssingen unterstützt die Bundeskanzlerin ein Mutter-Kind-Gesundheitsprogramm in Äthiopien.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hieß die Sternsinger auch beim 32. Empfang in Folge willkommen. Für die Regierungschefin war es der insgesamt zehnte Besuch.

Mehr als 902 Millionen Euro, fast 67.000 Projekte

Bundesweite Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als 902 Millionen Euro wurden seither gesammelt, fast 67.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Pastoral, Bildung, Gesundheit, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.

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