Richtige Fragen statt schnellen Antworten

BDKJ startet friedensethischen Diskussionsprozess
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Mit einem Hearing startete der BDKJ- Bundesverband am Samstag im Bonifatiushaus in Fulda einen innerverbandlichen Diskussionsprozess, in dem die katholischen Jugendverbände Positionen zur Sicherheitspolitik und Friedensethik finden wollen.

Im Mittelpunkt standen dabei der Austausch mit Expertinnen und Experten vom Institut für Theologie und Frieden (Prof. Dr. Justenhoven), Pax Christi (Generalsekretärin Christine Hoffmann), der Gemeinschaft katholischer Soldaten (Major Dr. Storkmann) und Justitia et Pax (Jörg Lüer) sowie die Diskussion von möglichen Thesen und Forderungen. Eine anregende Debatte, die am Afghanistankonflikt ihren Ausgang nahm und zu grundlegenden Fragen der Konfliktbewältigung führte, machte deutlich, dass es mit einem schnellen friedensethischen Beschluss nicht getan ist. Vielmehr brauchen die katholischen Jugendverbände einen nachhaltigen Diskussionsprozess, der sich eingehend mit der katholischen Friedensethik und ihrer praktischen Umsetzung beschäftigt. „Wir Christinnen und Christen sind verpflichtet, diese Fragen in die Gesellschaft zu tragen. Damit dies gelingt, müssen wir im BDKJ damit anfangen“, fasste BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp zusammen.

Zu groß und zu vielfältig waren die Fragen und Problemstellungen, die aufgeworfen wurden, um sie pauschal beantworten zu können. Die einzige Gewissheit, der alle Teilnehmenden zustimmen konnten, war, dass Frieden weit mehr ist, als die bloße Abwesenheit von Krieg. „Der Anspruch, den wir als Christinnen und Christen an die Politik stellen ist, sich für die umfassende Einhaltung und Durchsetzung der Menschenrechte überall auf der Welt einzusetzen. Denn nur dadurch kann Sicherheit und Gerechtigkeit geschaffen werden, die jeder einzelne Mensch für ein selbstbestimmtes Leben in Würde, Sicherheit und Freiheit benötigt“, so Rapp am Ende des Hearing, die den Startschuss zum Beginn eines interessanten Prozesses bildete.

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