Papst, Luftballons und VersicherungenBundeszentrale katholischer Jugendarbeit feierte 100. Geburtstag mit jungen Menschen, Politik und Kirche

Düsseldorf, 27. April. Seit 100 Jahren kümmern sich Menschen am Standort Düsseldorf um katholische Jugendarbeit in ganz Deutschland. Genauer gesagt: Am 2. Februar 1908 öffnete am Düsseldorfer Stifts-platz die erste professionell geführte Geschäftss

Wolken aus Zuckerwatte und Versicherungen, Luftballons und Förderanträ-ge – bunt gemischt waren die Präsentationen im und rund um den Carl-Mosterts-Platz 1. Die Gäste des Jugendhauses Düsseldorf konnten gestern bei der Jubiläumsfeier die ganze Breite katholischer Jugendarbeit erleben. Die Bundeszentrale für katholische Jugendarbeit präsentierte sich jung und professionell. Mieter, die eigenen Abteilungen, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), zeigten ihre Arbeit, aber auch die Ver-netzung der verschiedenen Player der katholischen Jugendarbeit deutlich.

„Vernetzung ist das große Stichwort in der Buntheit jugendpastoraler Bemü-hungen für, mit und von Jugendlichen. Es ist wichtig, dass es beständige Orte des – Jugendliche würden sagen des Andockens – gibt“, konstatierte Jugendbischof Dr. Franz-Josef Bode während des Festakts zum 100. Ge-burtstag. „Diese Erfahrungen von kirchlicher Jugendarbeit können junge Menschen nur machen, weil der BDKJ und die afj sowie viele Träger in den Diözesen vor Ort Angebote für junge Menschen konzipieren und durchfüh-ren.“ Das Jugendhaus Düsseldorf halte ihnen dabei den Rücken frei. „Träger der katholischen Jugendarbeit in den Gemeinden und Verbänden, in den Orden und Geistlichen Gemeinschaften und in vielen anderen Gruppierun-gen können an den Möglichkeiten und Mitteln, die das Jugendhaus anbietet, teilhaben.“

Nicht nur Bischof Bode sieht den Carl-Mosterts-Platz 1 als eine „beste Ad-resse für die Belange junger Menschen“. Auch Dr. Hermann Kues, Parla-mentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, war voll des Lobes. Mit Blick auf andere Persönlichkei-ten aus der Politik, insbesondere seine Kollegin Karin Kortmann, Parlamen-tarischere Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zu-sammenarbeit, die das Jugendhaus ebenfalls als Gast begrüßen durfte, stellte Dr. Kues den biographischen Aspekt des Jubiläums heraus. „Wir alle haben Anstöße bekommen durch Kirche und kirchliche Jugendarbeit“, so Kues. „Ich weiß nicht, ob ich hier gemeinsam mit der Kollegin Karin Kort-mann stünde, wenn ich nicht Religion und Kirche quasi mit der Muttermilch aufgesogen hätte.“ Die Erfahrungen aus der kirchlichen Jugendarbeit, die spezifische Form der außerschulischen Bildung und die Mitgestaltung der Welt im christlichen Sinne, sei maßgebend für gesellschaftliches und politi-sches Engagement. „Eine Kirche, die auf Jugend setzt, die auf Zukunft setzt, sollte auch künftig die verbandliche Selbstorganisation Jugendlicher in ihrer Regelmäßigkeit und Alltäglichkeit fördern.“, stellt Kues fest. Gleiches fordert er auch von der Politik: „Die Förderung in verschiedenen Bereichen der Ju-gendarbeit gehört zu den wichtigsten und wirksamsten Bausteinen einer guten und erfolgreichen Jugendpolitik. Dies war in der Vergangenheit so und dies wird auch in der Zukunft so sein. "Ein "hohes Gut" Deutschlands sei, dass der wertorientierten Jugendarbeit eine große Bedeutung beigemessen werde. „Das Jugendhaus ist hier ein zuverlässiger und engagierter Partner.“

Seit 100 Jahren ist Düsseldorf Kopf und Zentrum der katholischen Jugend-arbeit in Deutschland. Zu deren herausragenden Persönlichkeiten gehören Carl Mosterts, erster Generalsekretär des Deutschen Jungmännerverban-des, sowie Ludwig Wolker, BDKJ-Bundespräses und Mitbegründer des Deutschen Sportbundes. Fast wäre dem Jugendhaus als Zentrale der katho-lischen Jugend ein Ende bereitet worden. 1939 wurde das Jugendhaus Düsseldorf nach zahlreichen Verhaftungen und Schikanen von den Natio-nalsozialisten endgültig geschlossen. Nach dem Krieg wurde intensiv der Wiederaufbau des Jugendhauses betrieben. 1954 konnte das heutige Ge-bäude am Carl-Mosterts-Platz bezogen werden. Seitdem wirkt es als Bun-deszentrale für alle Belange der katholischen Jugendarbeit. „Das Jugend-haus wird als katholische Einrichtung mit allen Möglichkeiten dazu beitragen, dass junge Menschen die Gottes Kraft des Glaubens verspüren können und das Leben in Fülle und Solidarität entwickeln können", versprach dann auch der Geschäftsführende Direktor des Jugendhauses, Stephan Jentgens für die Zukunft.

15 Organisationen mit 130 Mitarbeitenden haben ihren Sitz in der Service-stelle Jugendhaus Düsseldorf. Von hier aus vertritt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) die Interessen der 650.000 Kinder und Jugend-lichen in den katholischen Jugendverbänden. Die "Arbeitsstelle für Jugend-seelsorge der Deutschen Bischofskonferenz" vernetzt und unterstützt aus Düsseldorf die Jugendpastoral in Deutschland. Die Katholische Junge Ge-meinde (KJG), die DJK Sportjugend, der Bund der Sebastianus Schützenju-gend (BDSJ) und die Aktion West-Ost haben ihre Bundesstellen im Jugend-haus. Als Bundeszentrale und Dienstleister unterstützt und fördert das Ju-gendhaus Düsseldorf kirchliche Jugendarbeit. Text: Beate Schneiderwind/mik

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Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, 0211 4693155, 0178 7956099, presse(at)bdkj.de

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