Kultur der hegemonialen Männlichkeit durchbrechen

BDKJ: Geschlechtergerechte Teilhabe in Kirche verwirklichen
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Düsseldorf, 21. Februar. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) begrüßt, dass sich die Bischöfe bei ihrer Vollversammlung mit der Rolle der Frau in der Kirche beschäftigt haben. „Gerade junge Frauen fühlen sich in weiten Teilen der Kirche nicht mehr willkommen. Wir leben in den katholischen Jugendverbänden partnerschaftliches Engagement von Frauen und Männern. Außerhalb der Jugendarbeit fühlen sich gerade junge Frauen in der Kirche nicht mehr beheimatet. Für eine zukunftsfähige Kirche brauchen wir aber gerade das Engagement junger Menschen“, betont BDKJ- Bundesvorsitzende Lisi Maier.

Für den BDKJ sei die Stellung der Frau in der katholischen Kirche eine entscheidende Zukunftsfrage, betont auch BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. „In nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen sind in den letzten Jahrzehnten in Fragen der Gleichberechtigung von Frauen und Männern wesentliche Schritte gegangen worden. Diese Entwicklung darf an Kirche nicht vorbei gehen. Dazu bedarf es der Entschlossenheit deutschen Bischöfe.“

Auch das Thema Zulassungsvoraussetzungen zu Weiheämtern dürfe kein mehr Tabu sein. Tänzler: „Auch Frauen fühlen sich zum Weiheamt berufen und bringen sich schon jetzt seelsorglich und pastoral unverzichtbar ins Gemeindeleben ein. Da hilft kein noch so ernst gemeintes und wichtiges Lob. Es muss etwas passieren. Hier wünschen wir uns ein Umdenken der Bischöfe und ein konkretes Handeln.“

Grundsätzlich begrüßt der BDKJ, dass sich die deutschen Bischöfe mit einem Studientag zu Frauen in der Kirche auseinandergesetzt haben. Auch begrüßt der BDKJ die Ankündigung von Erzbischof Robert Zollitsch, im Erzbistum Freiburg durch einen Frauenförderplan mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. „Wir fordern schon lange die konsequente Umsetzung von Frauenförderplänen in allen deutschen Bistümern. Um hier zu einem deutschlandweit einheitlichen Vorgehen zu kommen, bedarf es eines einheitlichen Willens der deutschen  Diözesen“, so Tänzler. „Teil dieser Förderpläne muss auch die Einstellung von Gleichstellungsbeauftragten sein.“

Die Frage nach mehr Einfluss von Frauen in der Kirche beschränke sich aber nicht auf Führungspositionen, so BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier: „Die Struktur der hegemonialen Männlichkeit muss auch innerhalb der katholischen Kirche durchbrochen werden.“

Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder • presse@bdkj.de  • fon 0211 . 46 93-155

> Web- und Printbilder von: Lisi Maier und Dirk Tänzler

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