Katholische Jugend trauert um ihren Gründer

Nachruf: Mit 94 Jahren ist der Gründer des BDKJ und des DBJR, Josef Rommerskirchen, gestorben.
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Düsseldorf, 9. März. Der Gründer des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), Josef Rommerskirchen, ist tot. Er starb heute im Alter von 94 Jahren nach langer Krankheit in seiner Heimat Wachtberg bei Bonn. Der BDKJ-Bundesvorstand nimmt in Dankbarkeit und Trauer Abschied von seinem ersten Bundesvorsitzenden. Mit seinem Tod hat sich ein Lebenswerk vollendet, das die Geschichte der Jugendarbeit in Deutschland entschieden gestaltet hat“, so der BDKJ-Bundesvorstand in seinem Nachruf:

„Als Mitglied des Bundes Neudeutschland und der Sturmschar stark beeinflusst von Romano Guardini und geprägt von den Erfahrungen als Mitarbeiter in der Reichszentrale des Katholischen Jungmännerverbands Deutschlands und in dessen Jugendführungsverlag von 1935 bis 1937, gehörte Josef Rommerskirchen zu den prägenden Gestalten des Neuaufbaus nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach der Heimkehr aus französischer Kriegsgefangenschaft wurde er von Ludwig Wolker, dem geistigen Vater der Neugestaltung der katholischen Jugendarbeit in Deutschland, ins Jugendhaus Düsseldorf berufen.

Am 27. März 1947 wurde er bei der Gründung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zu dessen erstem Bundesführer gewählt. Dieses Amt nahm er bis zum 11. November 1952 wahr. In Erfüllung des den BDKJ prägenden Wortes „Es lebe Christus in deutscher Jugend“ suchte er zusammen mit den anderen Mitgliedern und Mitarbeiter/innen der Bundesführung die Kräftebündelung der katholischen Jugendverbände und der Jugendpastoral. In der Orientierungslosigkeit vieler Menschen nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Diktatur sah er die Aufgabe des BDKJ darin, in Selbstbestimmung und Eigenverantwortung das Gemeinschaftsleben zu gestalten und die Interessen der jungen Generation im öffentlichen Leben zu vertreten.

Diesen Auftrag suchte er auch in der Bündelung der demokratisch strukturierten Jugendverbände im Deutschen Bundesjugendring, den er mitgründete und dessen erster Vorsitzender er von 1949 bis 1952 war

Auch nach seiner Zeit als Verantwortlicher in der Jugendverbandsarbeit gestaltete er in seinem  weiteren beruflichen Werdegang als Bundestagsabgeordneter und in der Bundeszentrale für politische Bildung, deren Direktor er von 1977 bis 1981 war, das politische Geschehen in Deutschland auf der Grundlage seiner christlichen Überzeugung und in Erfahrung der Notwendigkeit demokratischer Strukturen.

Josef Rommerskirchen blieb dem von ihm mitgegründeten BDKJ bis zu seinem Tod treu. Mit kritischem Blick beobachtete er dessen weitere Entwicklung und wies immer wieder auf die Gründungsidee hin. In Loyalität interessierte er sich bis zu seinem Tod immer wieder für neuere Entwicklungen und begleitete die Arbeit des jeweiligen BDKJ-Bundesvorstands in Gesprächen und Briefen.

Mit Josef Rommerskirchen verbinden wir das Lebensbild eines Menschen, der nicht dem „Zeitgeist“ erlag, sondern der aus dem Gebet, der Treue zur Kirche und der Vision einer von Diktatur freien Völkergemeinschaft lebte.

Noch im Mai 2008 war Josef Rommerskirchen unser Ehrengast beim 100-jährigen Jubiläum der Zentralstelle für katholische Jugendarbeit, dem Jugendhaus Düsseldorf. Heute nehmen der BDKJ und die in ihm zusammengeschlossenen Jugendverbände in Dankbarkeit für Josef Rommerskirchen und in Anerkennung seines Lebenswerks Abschied von ihm. Wir wissen uns verbunden im gemeinsamen Glauben an Gott, der ihm nun die Erfüllung seines Suchens und Engagements schenken möge.

Der BDKJ-Bundesvorstand: Dirk Tänzler, Pfr. Simon Rapp, Ursula Fehling

Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 650 000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, Telefon 0211 4693155.

Webcode BDKJ Journal 01107

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