Jetzt konkret werden

Dialog: Katholische Jugend wünscht sich stärkere Beteiligung und konkrete Ergebnisse.
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Hannover, 15. September. „Es waren gute, offene Gespräche, auch über heikle Themen. Wir hoffen jetzt auf eine transparente und konkrete Weiterarbeit.“ So kommentiert Dirk Tänzler, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), das zweite Jahrestreffen zum kirchlichen Dialogprozess, das heute in Hannover zu Ende gegangen ist.

Enttäuscht zeigten sich viele Delegierte über eine geringe Jugend-Beteiligung. Ein Drittel der 27 deutschen Diözesen hatte keine jungen Menschen nach Hannover entsandt. „Es geht um die Zukunft der Kirche in unserem Land. Es ist mehr als bedauerlich, dass junge Menschen bei diesem Treffen unterrepräsentiert waren, obwohl gerade sie ein echtes Mitspracherecht brauchen. Die Kompetenzen, die Bedürfnisse und Wünsche junger Christinnen und Christen müssen stärker genutzt werden“, fordert Tänzler.

Eine solche Einbindung wünscht sich der BDKJ auch für die Vor- und Nachbereitung der Treffen, die nach Ansicht Tänzlers transparenter werden müssen: „Es ist gut, dass die Ergebnisse aus Mannheim öffentlich gemacht wurden. Leider ist nicht klar gewesen, was mit diesen Ergebnissen passiert. Uns ist bewusst, dass von diesen Treffen keine Entscheidungsgewalt ausgeht. Dennoch sitzen hier viele Entscheider. Da wünschen wir uns mehr Verbindlichkeit im Umgang mit den Ergebnissen.“

Nach dem zweiten Treffen erwarten viele junge Katholikinnen und Katholiken nun konkrete Schritte. „Natürlich können nicht alle besprochenen Themen gleichzeitig bearbeitet werden. Darum ist es wichtig, sich auf ausgewählte Problemfelder zu konzentrieren und gemeinsam konstruktive Lösungsansätze zu finden.“ Besonders drängend seien dabei das Thema Sexualität und die kirchliche Grundordnung, also die Einflussnahme des kirchlichen Arbeitsrechts auf die Lebensentwürfe ihrer Mitarbeitenden und die Stellung der Frau in der Kirche. „Jugendlichen ist es zum Beispiel nicht verständlich, warum Frauen zwar einen Großteil der kirchlichen Arbeit leisten, in Leitungspositionen aber unterrepräsentiert und von bestimmten Ämtern sogar ausgeschlossen sind.“

„Der Dialogprozess darf sich nicht in den Jahrestreffen erschöpfen. Stattdessen sollten wir konkrete Aufgaben formulieren, die es bis zum Jahrestreffen 2013 zu lösen gilt“, so Tänzler. Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder • mobil 01 76 . 17 95 60 99

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