Gleichberechtigung umsetzen - Potentiale fördern

Pressemitteilung der PSG zum 1. Internationalen Mädchentag
  • PSG
  • Frauen, Mädchen, Gender

Leverkusen, 11. Oktober 2012 Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) begrüßt den ersten Weltmädchentag. Die Vereinten Nationen möchten mit diesem Tag auf die vielfältigen Benachteiligungen, aber auch auf die Potenziale von Mädchen aufmerksam machen. Bereits seit über 60 Jahren setzt sich die PSG für die Rechte von Mädchen und jungen Frauen ein und fördert ihr Potenzial in der außerschulischen Jugendarbeit.

Mädchen können doppelt so oft wie Jungen nicht lesen und schreiben. Weltweit machen sechs von zehn Mädchen die Erfahrung von Gewalt oder Missbrauch. 70 Prozent der 1,2 Milliarden Menschen, die in Armut leben sind Frauen. Obwohl Frauen weltweit zwei Drittel der Arbeit verrichten, erhalten sie nur 10 Prozent des Einkommens: Ein solch eklatanter gesellschaftlicher Missstand und die fehlenden politischen Gegenmaßnahmen fördern die Machtlosigkeit von Mädchen und jungen Frauen.

„Es ist wichtig auf alle Formen der Ausbeutung von Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen. Es besteht immer noch ein dringender Handlungsbedarf! Die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen, von Frauen und Männern ist ein MUSS! Die Welt kann nicht länger weder auf die Fähigkeiten noch Ideen von Mädchen und jungen Frauen verzichten!“ fordert die PSG-Bundesvorsitzende Sigrid Hofmann.

PSG LEISTET IHREN BEITRAG
Als Mädchen- und Frauenverband setzt sich die PSG seit über 60 Jahren für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein und bekämpft strukturelle Benachteiligungen von Mädchen und Frauen. Dabei leistet die PSG einen unverzichtbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung.

Die Gruppen- und Verbandsarbeit der PSG ermöglicht es Mädchen und jungen Frauen ihre Stärken zu entdecken und ermutigt sie ihre individuellen Lebenswege zu gehen. Die PSG hilft dabei Rollenzuschreibungen wahrzunehmen, sich damit auseinander zu setzen und diese kritisch zu hinterfragen. Mädchen können sich in unterschiedlichen Bereichen ausprobieren: Sie machen in Gruppenstunden, Fahrten und Lagern Erfahrungen, die sie sonst nicht haben.

Im August 2012 startete die PSG gemeinsam mit Zartbitter e.V. das Projekt SEE IT-CHECK IT-STOP IT. Das Projekt hat das Ziel typische Formen der Grenzverletzungen unter Mädchen und jungen Frauen zu benennen und Möglichkeiten der Prävention zu entwickeln. Wichtiges und integrales Anliegen des Projektes ist es, die Mädchen und Frauen zu ermutigen, sich selbst für ihr Recht auf Schutz vor sexuellen, körperlichen und psychischen Grenzverletzungen einzusetzen sowie ihr Anliegen im politischen und öffentlichen Raum sowie in die Fachdebatte einzubringen. Das UN-Kinderrecht auf Partizipation spielt dabei eine wichtige Rolle, denn gemeinsam mit weiblichen Kindern und Jugendlichen werden Regeln für einen grenzachtenden Umgang in Zeltlagern erarbeitet und Präventionsmaterialien entwickelt.

Mit der Kampagne „Stop the Violence“ der World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) bekämpft die PSG auch über Deutschland hinaus die Gewalt an Mädchen. Gemeinsam mit anderen Pfadfinderinnen weltweit setzt sich die PSG gegen gewalttätige Ungerechtigkeiten gegen Mädchen ein und gibt denen eine Stimme, die sich nicht wehren können.

PRESSEKONTAKT
Sigird Hofmann
sigrid.hofmannpfadfinderinnende
Unstrutstraße 10 51371 Leverkusen
Tel: 0214-40392-17
Fax: 0214-40 392 -22
Weitere Informationen unter: www.pfadfinderinnen.de sowie www.stiftung.pfadfinderinnen.de

Die Pressemitteilung als PDF zum Download.

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