Ermutigen zum Verändern oder Verführen zum Ergötzen

Das Leid im Fokus beim Auftaktgebet des ökumenischen Kreuzwegs der Jugend
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Düsseldorf/Hannover, 23. März. Am Freitag vor Palmsonntag beten wieder zehntausende junger Christinnen und Christen den ökumenischen Kreuzweg der Jugend. Am vergangenen Freitag, den 20. März, haben die Träger des ökumenischen Kreuzwegs in der Stiftskirche in Bücken (Niedersachsen) den diesjährigen Kreuzweg zum Auftakt gemeinsam gebetet.

In der Pfeilerbasilika hängen die originalen Kunstwerke, die dieses Jahr den Kreuzweg bebildern. Die einzelnen Stationen entstammen einer Gestaltung von Kupferblechen, die ehemals die Kirchtürme der Kirche zierten. Die daraus entstandenen in Grün- und Rottönen gehaltenen Werke des Künstlers ‚Pablo' Holger Hirndorf verbinden detailreich Szenen aus der Gegenwart mit Glaubensthemen und biblischer Überlieferung.

Die Evangelische Jugend Syke-Hoya, das Katholische Jugendbüro Dekanat Twistringen und die Evangelische Jugend Verden richteten gemeinsam den Gebetsauftakt eine Woche vor dem großen Traditionstermin des Jugendkreuzwegs am Freitag vor Palmsonntag aus. Zahlreiche Jugendliche und am Gebet des Jugendkreuzwegs Interessierte haben an diesem Auftakt teilgenommen. Bereichert wurden sie durch den Chor Cantamus.

„Wir haben uns gefreut, dabei sein zu können, als der Jugendkreuzweg in Bücken ökumenisch gebetet wurde. Durch Reaktionen der Jugendlichen lernen wir in der Redaktion immer wieder neu dazu. Es ist uns sehr wichtig, dass Jugendliche erfahren, dass solch eine elementare Glaubenserfahrung Gemeinschaft stiften kann, die konfessionelle Grenzen überwindet“, so Cornelia Dassler, Landesjugendpastorin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, aej-Vorstandsmitglied und Mitglied des Redaktionsteams, das die Materialien zum Kreuzweg erstellt.

Der ökumenische Kreuzweg der Jugend steht in diesem Jahr unter dem Titel „Im Fokus: Das Kreuz“. Er konfrontiert Leid und Tod Jesu Christi mit dem eigenen Lebensweg und dem heutigen gesellschaftlichen und medialen Umgang mit Leid und Tod: Dem Spannungsfeld zwischen Hinsehen und Ermutigung zum Verändern einerseits, Bloßstellen des leidenden Menschen andererseits. Die Texte, Bildausschnitte und die Musik zum Kreuzweg laden dazu ein, auch auf diese Ambivalenzen zu blicken und eben den Blick für das Wesentliche im Leben zu schärfen. „Der Jugendkreuzweg ist in erster Linie ein Angebot. Wir laden  junge Christinnen und Christen ein, sich auf den Weg zu Ostern hin aus unseren Materialien ihren Kreuzweg zusammenzustellen, ihn zu beten und sich so in vielfältiger Weise mit der Passion Jesu, mit der Erlösung und dem von Gott gewollten Heil auseinanderzusetzen“, erläutert Alexander Bothe, Geschäftsführer des Jugendkreuzwegs.

1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen, Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christinnen und Christen.

Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej).

Hinweise an die Redaktionen: Mehr Infos und Material sowie Bilder zum Download in druckfähiger Auflösung gibt es unter www.jugendkreuzweg-online.de, Pressebilder von der Auftaktveranstaltungen können hier heruntergeladen werden.

Presse-Kontakte:

Alexander Bothe, afj, 0211 48476820, botheafjde

Martin Weber, aej, 0511 1215-132, mwaej-onlinede

Theresa von Bischopink, BDKJ, 0211 4693155,  Bischopinkbdkjde

 

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