Ein schwarzer Freitag für Europa

BDKJ bedauert das Ergebnis des Referendums in Großbritannien
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Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bedauert den Ausgang des Referendums im Vereinigten Königreich. „Die Mehrheit der Menschen in Großbritannien hat sich mit ihrem Nein zur Europäischen Union gegen die gemeinsame Lösung aktueller Herausforderungen entschieden. Das ist ein trauriger Tag für Europa“, so die BDKJ-Bundesvorsitzende Katharina Norpoth.

Großbritannien hat sich zu mehr Nationalstaatlichkeit und zu mehr Abschottung entschlossen. „Angesichts der bekannten Problemlagen halten wir das für den falschen Schritt. Um die Herausforderungen zu lösen, braucht es ein gestärktes Europa, kein geschwächtes Europa“, kommentiert die Bundesvorsitzende das Ergebnis.

Die Europäische Union ist mit einer ganzen Reihe von Problemen konfrontiert wie die auf europäischer Ebene politisch nicht geklärte Flüchtlingsfrage oder der Wunsch einzelner Länder nach mehr Nationalstaatlichkeit. Auch die Überregulierung aus Brüssel wurde von den Brexit-Befürworterinnen und Befürwortern als Austrittsgrund angeführt.

Das Nein des Vereinigten Königsreichs dürfe kein Modell für andere euroskeptische Länder werden. „Die Europaskepsis und die Erstarkung von Rechtspopulisten sind europaweite Befunde. Sie sind das Ergebnis eines Jahrzehntes der Krisen und werden mit der Entscheidung heute weiter befeuert“, so Norpoth weiter.

Die Europäische Union muss sich jetzt die Frage stellen, wie sie mit dem Austrittsland weiter umgehen will. „Es darf keine  Extra-Zusagen für einzelne Länder geben, die sonst nicht Teil der Gemeinschaft sein wollen. Das gefährdet die europäische Idee“, so Norpoth. Der Dachverband appelliert an die verbliebenen Länder, gemeinsam neue Perspektiven für Europa zu entwickeln und sich stärker für eine gelingende europäische Integration einzusetzen. „Junge Menschen leben heute scheinbar selbstverständlich in einem friedlichen und vereinten Europa. Ein freies, offenes und gerechtes Europa bietet sehr viele Chancen. Es liegt jetzt an allen Europäerinnen und Europäern die Zukunft Europas zu gestalten.“ 

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