Ein Mann des Friedens

Katholische Jugend trauert um Ernst Niermann
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Die katholischen Jugendverbände und die kirchliche Jugendarbeit in Deutschland trauern um einen Freund. Dr. Ernst Niermann, Träger des Goldenen Ehrenkreuzes des BDKJ, Militärgeneralvikar a. D. und Apostolischer Protonotar ist am Montag, 1. August, in Bonn verstorben. „Wir trauern um einen Freund, der die kirchliche Friedensethik in Deutschland und die gesellschaftlichen Debatten um die Dienste für den Frieden bis heute geprägt und entscheidend beeinflusst hat“, so BDKJ-Bundespräses Pfr. Simon Rapp.

Niermanns Zeit als Militärgeneralvikar von 1981 bis 1995 war geprägt von den hitzigen Nachrüstungsdebatten in der Endphase des Kalten Krieges sowie den ersten Auslandseinsätzen der Bundeswehr.  „Sein Anliegen war immer, dass gesellschaftliches und staatliches Handeln auf den Frieden ausgerichtet sein muss“, so Rapp. Dies habe sich vor allem in der Zuordnung und Ausgestaltung des Wehr- und des Ersatzdienstes niedergeschlagen, deren Ausrichtung auf den Frieden für Niermann entscheidend war. Diese Haltung brachte er als einer der Väter des Würzburger Synodenbeschlusses  „Entwicklung und Frieden“ und als Vorsitzender der Ständigen Arbeitsgruppe „Dienste für den Frieden“ bei Justitia et Pax ein.

Die hitzigen Debatten auf den BDKJ-Hauptversammlungen und an der Basis, ob es moralisch geboten sei, Wehrdienst zu leisten oder zu verweigern, begleitete er fördernd,  fordernd und immer engagiert. Ihm war wichtig, dass sowohl Befürworter als auch Gegner des Wehrdienstes die Entscheidungen der jeweils anderen nachvollziehen und respektieren konnten. Er habe die friedensethischen Beschlüsse des BDKJ bis in der 1990er Jahre grundlegend begleitet und „war wirklich ein Mann des Friedens“, so Rapp.

Die katholischen Jugendverbände werden ihn als aufrechten und kritischen Mann in Erinnerung behalten. Möge er nun im ewigen Frieden Gottes leben.

 

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