Ein guter Auftakt zum Dialog

Katholische Jugend wünscht sich weitere Bewegung und stärkere Beteiligung.
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Mannheim, 9. Juli. „Es war ein guter Start, jetzt heißt es Tempo aufnehmen und durchhalten.“ So resümiert Dirk Tänzler, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), den Auftakt zum kirchlichen Dialogprozess am Wochenende in Mannheim.

Der BDKJ-Bundesvorsitzende erklärt nach dem Treffen: „Die Atmosphäre war konstruktiv und offen. Wir haben das getan, was einen guten Dialog ausmacht: miteinander statt übereinander gesprochen und viele drängende Themen offen diskutiert. Das macht Hoffnung für den weiteren Prozess, der aber gut strukturiert werden muss. Dieses Forum sollte jährlich stattfinden. Dabei sollten Laien in die weitere Prozess-Planung eingebunden werden. Das wäre ein Zeichen dafür, dass der Dialog Zukunft hat.

Wasser im Wein war die geringe Teilnahme von Bischöfen. Dass weniger als die Hälfte der Bischöfe dabei waren zeigt, dass sich noch viele von ihnen mit diesem Prozess schwer tun und nicht die Notwendigkeit eines gemeinsamen Aufbruchs sehen. Es sollten noch größere Anstrengungen unternommen werden, Skeptiker einzubinden. Insgesamt war der Gesprächsauftakt ein erster, guter Schritt für eine Vergewisserung zur Lage der Kirche und möglicherweise der Beginn einer neuen Dialogkultur. Wir dürfen uns aber nicht im Gespräch verlieren. Nach der Analyse müssen wir zur Bewertung und zum Handeln kommen. Von dem fünf Jahre dauernden, bundesweiten Prozess erhoffen wir konkrete Ergebnisse für einen Aufbruch der Kirche in Deutschland.

Mehr Geschlechtergerechtigkeit, mehr Beteiligung von Laien an Entscheidungen und vor allem die Zukunft von Glauben und Spiritualität in einer unchristlicher werdenden Gesellschaft: Das sind Themen in denen wir dringend Fortschritte brauchen. Unsere Ungeduld hat mit der Sorge zu tun, dass sich Kirche mehr und mehr marginalisiert. Wir wollen und wir müssen den Glauben und unsere Glaubwürdigkeit stärken. Und das nicht erst in fünf Jahren.

Entscheidend sind dabei die Gespräche zwischen Bischöfen und Laien, die in den Bistümern geführt werden. Der BDKJ wird auch vor Ort die Themen junger Menschen einbringen. Beim Dialogauftakt waren einige junge Delegierte dabei. Sie stehen für die vielen, die sich noch für Kirche interessieren und sich für Veränderungen einsetzen. Denn die Botschaft bleibt: Kirche braucht Veränderung.“

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, mobil: 0176 1 795 60 99

 

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