DPSG: Gesellschaftliche Ausgrenzung überwinden

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Jugendstudien belegen: Vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial besser gestellten Milieus sind Mitglieder in Jugendverbänden. Sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen fehlen gleichzeitig oft die gesellschaftliche Anbindung und Anerkennung. Austausch und Kontakt mit Kindern und Jugendlichen aus der Mitte der Gesellschaft findet so gut wie nicht statt. Um das Abenteuer Pfadfinden allen Kindern und Jugendlichen ohne den Blick auf die gesellschaftliche Herkunft zu ermöglichen, startete gestern ein Kooperationsprojekt von DPSG und SkF.

An fünf Modellstandorten werden Pfadfinderstämme und Kinder und Jugendliche aus Diensten und Einrichtungen der Erziehungshilfe des SkF zusammenkommen. Durch gemeinsame Gruppenstunden und Projekte sollen Kinder und Jugendliche verschiedener sozialer Milieus gemeinsam Freizeit außerhalb von Schule und Erziehungseinrichtung erleben und damit gesellschaftliche Teilhabe erfahren können. Das Projekt soll wissenschaftlich begleitet werden, um übertragbare Kriterien für eine gelingende Jugendverbandsarbeit mit Kindern und Jugendlichen in prekären Lebenswelten festzuhalten.

Am gestrigen Mittwoch wurde in Dortmund der Kooperationsvertrag für die auf drei Jahre geplante Zusammenarbeit unterschrieben. „Wir wollen mit der Kooperation dazu beitragen, soziale Barrieren abzubauen. Jede und jeder soll die Möglichkeit haben, Pfadfinderin oder Pfadfinder zu werden. Gleichzeitig möchten wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen sensibilisieren“, so Kerstin Fuchs, Bundesvorsitzende der DPSG, am Rande der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Dr. Anke Klaus, Bundesvorsitzende des SkF: „Kinder und Jugendliche aus den Einrichtungen des SkF werden zusammen mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern durch gegenseitiges Kennenlernen Freundschaften über soziale Grenzen hinweg aufbauen können. Damit ist das Projekt ein Beitrag zur großen gesellschaftlichen Aufgabe der Inklusion und zum Abbau von Barrieren und Diskriminierungen. Wir freuen uns auf dieses ambitionierte Projekt, das vor uns liegt.“

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