Coca-Cola-Boykott geht weiter

Katholische Jugend setzt sich für konsequente Umsetzung von Menschenrechten ein.
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Düsseldorf, 26. Oktober. Die katholischen Jugendverbände halten am Boykott von Coca-Cola-Produkten fest. Das hat der Hauptausschuss des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) heute in Düsseldorf beschlossen. Der BDKJ fordert von Coca-Cola und allen weltweit tätigen Unternehmen die Sicherung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

„Wir werden unsere Macht als Konsumentinnen und Konsumenten weiter nutzen“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. „Wir rufen dazu auf, Produkte von multinational agierenden Unternehmen mit kritischem Blick auf deren Herstellungsbedingungen zu prüfen. Denn kein Mensch sollte leiden müssen, damit wir günstig und gut einkaufen können“, so Tänzler. Der BDKJ empfiehlt, alternative Angebote zu nutzen, die regional produziert oder fair gehandelt sind. Informationen dazu gibt es auf www.bdkj.de/kritischerkonsum.

Bereits 2007 hatte der BDKJ die 660.000 Mitglieder seiner Mitgliedsverbände zu einem Boykott von Coca-Cola-Produkten aufgerufen. Der Grund: Der Gertränkehersteller ignoriert nach BDKJ-Ansicht Menschenrechtsverletzungen an Mitarbeitenden in Kolumbien und ist für Umweltzerstörung in Indien verantwortlich. „Unser Boykott hat Wirkung gezeigt und Kreise gezogen“, bilanziert Tänzler. Zahlreiche nicht nur katholische Bildungshäuser haben den Getränkeanbieter gewechselt. Die Arbeitsgemeinschaft der Jugendpastoral der Orden (AGJPO), der Landesjugendring Baden-Württemberg und einige weitere Verbände und Organisationen haben sich dem Boykott angeschlossen oder unterstützen ihn.

Zwar habe es in den vergangenen drei Jahren einen intensiven Dialog mit der Coca Cola GmbH in Deutschland gegeben. „Leider hat sich die grundsätzliche Unternehmenspolitik auch im Hinblick auf die Umsetzung der Menschenrechte und den Schutz der Umwelt in Kolumbien und Indien nicht wesentlich verbessert“, heißt die Begründung im heute gefassten BDKJ-Beschluss „Kritisch Konsumieren für die weltweite Umsetzung von Menschenrechten“. Noch immer würden Mitarbeitende in Kolumbien mit dem Tode bedroht, weil sie ihre Interessen in einer Gewerkschaft vertreten wollten, so Tänzler. Weiterhin hätte das Unternehmen keine Verantwortung für die Absenkung des Grundwasserspiegels in Indien übernommen oder Betroffene dafür entschädigt.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Weitere Infos unter www.bdkj.de.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, 0176 1 7956099, pressebdkjde

<media 1460>> Beschluss „Kritisch Konsumieren für die weltweite Umsetzung von Menschenrechten“ (PDF)  </media>

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