Bundespräsident Wulff ehrt KjGlerin Lea Sedlmayr

Auszeichnung von Jungen Ehrenamtlichen soll Zeichen und Ansporn sein.
  • KJG

Bundespräsident Christian Wulff hat Lea Sedlmayr, 30, am Freitag in Berlin mit der Verdienstmedaille des Verdienst­ordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Pädagogin wurde zusammen mit 13 jungen Frauen und Männern für ihr herausragendes Engagement geehrt. Lea Sedlmayr setzt sich seit vielen Jahren in der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) aktiv für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein und amtiert zurzeit als Weltpräsidentin des internationalen KjG-Dachverbandes FIMCAP. Zu dem Empfang in Schloss Bellevue waren über 160 Jugendliche eingeladen, unter ihnen Giovanna Debatin, 25, und Thorsten Rheude, 25, die für ihr Wirken in der KjG gewürdigt wurden.

 

„Wer heute ausgezeichnet wird, hat zu Begegnung und Verständigung in ganz besonderer Weise beigetragen. Sie alle sind Vorbilder für Hilfsbereitschaft und für eine Toleranz, die viele Arten von Grenzen überwindet: geografische und soziale, religiöse und mentale“, sagte der Bundespräsident in seiner Ansprache. Erstmals in seiner 60-jährigen Geschichte wurde der Verdienstorden bewusst jungen Menschen verliehen. Dies will Bundespräsident Wulff als Zeichen und Ansporn verstanden wissen angesichts von Rahmenbedingungen – Stichworte: Verkürzung der Ausbildung, Verschulung der Hochschulen –, die das ehrenamtliche Engagement für diese Generation erschweren.  

 

Lea Sedlmayr hat Pädagogik und Philosophie studiert und arbeitet als Referentin beim Deutschen Alpenverein sowie als freiberufliche Trainerin im Bereich Konfliktintervention. Im KjG-Diözesanverband München und Freising hat sie die klassischen Stationen in der Jugendverbandsarbeit durchlaufen: Gruppenleiterin, Kursleiterin, Bildungsarbeit im Dekanat und Bistum. Für den Bundesverband der KjG hat sie die internationale Arbeit mitgestaltet und als Redakteurin gewirkt. Seit August 2010 ist Lea Sedlmayr Weltpräsidentin der FIMCAP, des internationalen Dachver­bandes der pfarreilichen Jugendorganisationen, und vertritt über fünf Millionen Kinder und Jugendliche aus 29 Ländern. Auf dem Empfang stellte sie dem Bundespräsidenten die KjG und ihre Arbeit für die FIMACP vor.  

 

„Mein Amt ist unglaublich spannend, sehr herausfordernd und lehrreich. Ich stehe voll hinter der Idee von FIMCAP der weltweiten Solidarität und Kooperation auf gleicher Augenhöhe der Länder und Kontinente: Die Arbeit an der Basis ist für alle wichtig, doch gleichzeitig stehen wir alle miteinander in Verbindung: das Gruppenkind auf den Philippinen mit dem Streetworker in Südafrika, mit der Zeltlagergruppe in Paraguay und mit den KjGlerInnen bei mir daheim. Das fasziniert mich und steht für Hoffnung und großartige Kinder- und Jugendarbeit weltweit.“

 

Auch Thorsten Rheude und Giovanna Debatin können auf ein vielfältiges Engagement in der KjG für Kinder und Jugendliche zurückblicken. Beide waren verantwortlich aktiv bei Lautstark!, dem Kinder- und Jugendgipfel der KjG im September 2010 in Karlsruhe. Dort haben 120 Kinder ihre Ideen für eine lebenswerte Zukunft diskutiert und der Politik und Öffentlichkeit präsentiert.

 

Thorsten Rheude, 25, kommt aus Germersheim und ist Referendar für das Lehramt an Gymnasien. Er war lange Zeit Diözesanleiter der KjG im Bistum Speyer.

 

Giovanna Debatin, 25, wohnt in Karlsruhe und studiert den Masterstudiengang Bildungswissenschaft an der dortigen Pädagogischen Hochschule. Sie ist Diözesanleiterin der KjG im Erzbistum Freiburg. 

 

Pressemitteilung der KjG

Statements und Kurz-Bio von Lea, Thorsten und Giovanna

Rede des Bundespräsidenten
 Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes
Pressebilder

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