BDKJ kritisiert die Lebensbedingungen der Soldatinnen und Soldaten

Bericht des Wehrbeauftragten zeigt Schwachstellen bei Ausrüstung und Ausstattung
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Düsseldorf, 27. Januar. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist erschrocken über das Ausmaß der Zustände, welche der heutige Jahresbericht des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus offenlegt. „In den letzten Jahren ist viel von innovativen Schritten hin zu einer attraktiven Bundeswehr gesprochen worden“, so der BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp. „Vielleicht sollte man sich einfach einmal darauf beschränken, Selbstverständliches für unsere Soldatinnen und Soldaten bereitzustellen.“

Der Jahresbericht listet eine ganze Reihe von gravierenden Missständen auf, unter denen die Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland leiden. Marode Kasernen mit Schimmel in Schlaf- und Sanitärräumen, eklatante Ausrüstungsmängel in gefährlichen Auslandseinsätzen oder eine mangelhafte Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufgrund vieler Versetzungen. Wenn die Bundeswehr nicht in der Lage sei notwendige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, müssten Investitionen an anderer Stelle eingespart werden. „Es kann nicht sein, dass Geld für kostspielige Auslandeinsätze da ist, bei den Lebensbedingungen aber so rigoros gespart wird“, erläutert Rapp. Investitionen in eine zeitgemäße, sichere Ausrüstung und moderne Kasernen seien wichtige Bausteine hin zu einer attraktiven Bundeswehr.

Der BDKJ ist seit der Gründung der Bundeswehr durch die „aktion kaserne“, einer Initiative der Mitgliedsverbände im BDKJ, mit jungen Soldatinnen und Soldaten in engem Kontakt und setzt sich für die Bedingungen, unter denen sie ihren Dienst in der Bundeswehr leisten, ein. „Angesichts der genannten Belastungen und der Zustände haben wir einen großen Respekt vor den Leistungen unserer Soldatinnen und Soldaten, die ihre Aufgaben trotz dieser widrigen Umstände verantwortungsvoll und redlich erfüllen“, würdigte Rapp das Engagement der Soldatinnen und Soldaten, „ein großes Dankeschön geht auch an alle, die unsere Soldatinnen und Soldaten in ihrem Dienst unterstützen, insbesondere die Militärseelsorge.“

Der vollständige Jahresbericht ist auf bundestag.de abrufbar.

Pressekontakt: Theresa von Bischopink, bischopinkbdkjde, 0211-4693-155

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